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Es sei Zeit, Facebook zu löschen, twitterte Brian Acton im März. Nun legt er kräftig nach. bild: watson

WhatsApp-Gründer rechnet mit Zuckerberg ab und lässt Facebook ganz schlecht aussehen

WhatsApp-Mitgründer Brian Acton hat sich drei Jahre nach dem Verkauf der Chat-App an Facebook zurückgezogen. Jetzt rechnet er mit Zuckerberg ab.



2007 bewarb sich Brian Acton bei Facebook. Der Informatiker, der zuvor bei Apple und Yahoo gewesen war, bekam den Job nicht. Stattdessen gründete er mit seinem Freund Jan Koum WhatsApp. Anfang 2014 verkauften die beiden ihr Baby für die unfassbare Summe von 19 Milliarden US-Dollar an Mark Zuckerbergs Facebook-Konzern. Der Verkauf brachte Acton, der sich selbst als Geek und Tech-Nerd bezeichnet, rund 3,5 Milliarden Franken ein.

Es hätte noch viel mehr sein können, hätte er nach dem Verkauf für vier Jahre bei Facebook ausgeharrt. Sein Vertrag sah vor, dass er sein Aktienpaket gestaffelt beziehen kann und die letzte Tranche frühestens nach vier Jahren ausbezahlt wird. Doch Acton schmiss den Job als WhatsApp-Co-Chef bei Facebook vor knapp einem Jahr hin und verzichtet somit – anders als sein Freund Jan Koum – auf die letzte Tranche seiner Aktienanteile. Sein vorzeitiger Abgang kostete ihn 850 Millionen Dollar.

Warum aber verzichtete Acton auf so viel Geld?

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Jan Koum und Brian Acton (rechts) gründeten 2009 WhatsApp. bild: wikipedia

Einen ersten Hinweis gab er im März dieses Jahres: Er twitterte kurz und knapp: «Es ist an der Zeit. #deletefacebook».

Danach herrschte Funkstille, weitere Tweets oder Erklärungen gab es nicht – bis jetzt.

Was steckt wirklich hinter seinem Abgang?

Rückblickend sagt Acton im Interview mit dem Wirtschafts-Magazin «Forbes»:

«Letztendlich ist es so, dass ich mein Unternehmen verkauft habe. Ich habe die Privatsphäre meiner Nutzer für einen grösseren Gewinn verkauft. Ich habe eine Entscheidung und einen Kompromiss getroffen. Und damit lebe ich jeden Tag.»

Brian Acton Forbes

Kurz gesagt: Acton verliess Facebook unter Druck der Facebook-Chefs Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg, die mit WhatsApp endlich Geld verdienen wollen. Damit war der Tech-Nerd, der sich immer für ein werbefreies WhatsApp ausgesprochen hatte, nicht einverstanden. Also ging er und verzichtete auf zig Millionen.

Die lange Version der Geschichte ist weit vielschichtiger: Acton ist smart genug, sich nicht als moralischen Helden zu inszenieren, der sich selbstlos für die Rechte der Nutzer einsetzt. Stattdessen sagt er Dinge wie: «Facebook ist nicht der Bösewicht.» Zuckerberg und Sandberg seien ganz «einfach sehr gute Geschäftsleute». Zuckerberg habe ihm einst nüchtern gesagt, dass WhatsApp für ihn einfach «ein Produkt des Facebook-Konzerns» sei, wie zum Beispiel Instagram. Für Acton und Koum war der Messenger eine Herzensangelegenheit.

«Datenschutz-Fanatiker» vs. Tech-Milliardär

WhatsApp unter das Dach von Facebook zu stellen, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern: «Facebook verfügt über eines der weltweit grössten Werbenetzwerke; Acton und Koum hassen Werbung», bringt Forbes die verzwickte Situation auf den Punkt. Facebook macht 98 Prozent seines Gewinns mit Werbung, Acton hingegen ist ein «Datenschutz-Fanatiker», dessen Überzeugungen mit Zuckerbergs Maxime der personalisierten Werbung nicht vereinbar ist. 

Diese unüberbrückbare Dissonanz frustrierte Zuckerberg immer mehr, der auch unter Druck der Investoren steht, die bei jedem Quartalsbericht neue Rekordgewinne erwarten. Drei Jahre nach der Übernahme wollte Zuckerberg in den Status-Meldungen personalisierte Werbung anzeigen. Für Acton kam dies einem Verrat an den Nutzern gleich. Sein Motto für WhatsApp war stets: «Keine Werbung, keine Spiele, keine Gimmicks

Acton schwebte vor, dass Vielnutzer einen sehr geringen Betrag bezahlen, wenn sie eine hoch angelegte Obergrenze an Gratis-Nachrichten verschickt haben. Weitere Einnahmen sollen Firmenkunden bringen, die WhatsApp für kommerzielle Zwecke nutzen. Da dieses Bezahlmodell viel weniger Gewinn einbringen würde als personalisierte Werbung, stiess er mit seinem Vorschlag bei Zuckerberg auf Granit. Zur Erinnerung: Zuckerberg hat 19 Milliarden Dollar für die App auf den Tisch gelegt. Die Facebook-Investoren erwarten, dass sich der Kauf bezahlt macht.

Klar ist: Die Vorstellungen von Zuckerberg und Sandberg einerseits sowie Acton und Koum andererseits waren von Anfang an nicht kompatibel. Auf der einen Seite die Tech-Nerds, die ihre App populärer und sicherer machen wollen. Auf der anderen Seite das Facebook-Führungsduo, das möglichst viel Geld aus WhatsApp bzw. seinen Nutzern pressen will (oder je nach Perspektive muss).

Warum also haben Acton und Koum ihre App überhaupt verkauft? Vor 2014 hatten sie jahrelang versichert, ihre App niemals zu verkaufen und auf keinen Fall Werbung zuzulassen.

Doch:

Jeder Mensch ist käuflich. Bei Acton und Koum lag die Grenze bei 19 Milliarden US-Dollar.

WhatsApp verdiente vor dem Verkauf an Facebook genug Geld, um die Mitarbeiter zu bezahlen, aber es war keine Gelddruckmaschine, wie es Zuckerberg vorschwebte. Als der Facebook-Chef Wind davon bekommen hatte, dass auch Google an WhatsApp interessiert ist, «kam er mit einer grossen Summe Geld und machte uns ein Angebot, das wir nicht ablehnen konnten», sagt Acton.

Zuckerberg versprach, es gäbe «null Druck» in den nächsten fünf Jahren, mit WhatsApp Geld zu verdienen, sprich Werbung anzuzeigen. Die WhatsApp-Gründer beharrten zudem auf einer Klausel im Vertrag, die ihnen ihr gesamtes Aktienpaket garantiert, sollte Facebook vor 2019 Werbung einführen oder andere «Monetarisierungs-Massnahmen» umsetzen, denen sie nicht zustimmen.

Die WhatsApp-Gründer haben also einen goldenen Fallschirm, die User nicht. 2019 droht Ungemach.

2019 läuft die Schonfrist für WhatsApp ab

2016 führte WhatsApp eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, die das unbefugte Mitlesen von Nachrichten durch Dritte massiv erschwert. Selbst WhatsApp kann die Nachrichten nicht mitlesen. Die Verschlüsselung torpediert aber auch Facebooks Bestreben, personalisierte Werbung in WhatsApp anzuzeigen. Zuckerberg hat sich zunächst trotzdem für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgesprochen. Doch 2019, wenn das Werbe-Moratorium abläuft, wird Facebook vermutlich Wege finden, auf die eine oder andere Art Werbung in WhatsApp anzuzeigen. 

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WhatsApp-Nutzung nimmt weiter zu. grafik: statista

Actons Hass auf Online-Werbung und Profitmaximierung ist tief eingeimpft und geht auf seine Zeit als Manager bei Yahoo zurück. Yahoo pflasterte damals die Webseite mit Bannerwerbung zu. Rasch Geld verdienen war wichtiger als ein gutes Nutzererlebnis. Acton sah, wie sich die Geschichte bei WhatsApp zu wiederholen droht. Facebook tue alles, um mehr Geld zu verdienen, sagt er im Gespräch mit Forbes. «Es war Zeit zu gehen.»

Das Fass endgültig zum Überlaufen brachten wohl Facebooks Pläne, die Nutzerdaten von Facebook und WhatsApp zu verschmelzen. Die EU hat dies in Europa vorerst verhindert, im Rest der Welt ist die Datenverknüpfung bereits Tatsache. Acton musste der EU-Kommission bei der WhatsApp-Übernahme zu diesem heiklen Thema Auskunft geben. Er sei von Facebook angewiesen worden, zu sagen, dass es sehr schwierig wäre, die Daten von WhatsApp und Facebook zu verschmelzen. Doch im Hintergrund arbeitete Facebook – angeblich ohne sein Wissen – längst daran. Als die Pläne publik wurden, stand Acton als Lügner da.

Erzählt Acton die ganze Wahrheit?

Acton hat im «Forbes»-Interview seine Sicht der Dinge dargelegt. David Marcus, der ehemalige Facebook-Messenger-Chef, widerspricht ihm in einem als Privatperson veröffentlichten Blogpost mit dem Titel «The other side of the story»: Marcus sagt, er sei bei vielen Meetings zwischen den WhatsApp-Gründern und Zuckerberg dabei gewesen und Zuckerberg habe WhatsApp viel mehr Autonomie zugestanden, als es in anderen Grosskonzernen bei der Übernahme von Start-ups üblich sei.

WhatsApp habe zum Beispiel andere Büros als Facebook-Teams bekommen – samt wesentlich grösseren Tischen und mehr privatem Raum. WhatsApp-Mitarbeiter hätten Facebook-Angestellte von ihren Konferenzräumen ausgeschlossen, was viele irritiert habe. Zuckerberg habe WhatsApp lange verteidigt, um dem Start-up den notwendigen Freiraum innerhalb des Konzerns zu gewähren.

Es sei «unterstes Niveau», ausgerechnet jene Leute öffentlich zu attackieren, die einen selbst zu einem Milliardär gemacht haben, schreibt Marcus weiter, der mittlerweile Facebooks Blockchain-Abteilung leitet.

Acton sagt, er habe von seinen 3,6 Milliarden Dollar eine Milliarde in einen Wohltätigkeitsfonds gesteckt. Mit 50 Millionen Dollar unterstützt er zudem den WhatsApp-Rivalen Signal, der ähnlich wie Threema auf eine sichere Kommunikation bedacht ist.

Fragst du dich, warum du überall neuen AGB zustimmen musst?

abspielen

Video: watson/Corsin Manser, Emily Engkent, Lya Saxer

WhatsApp – das musst du wissen

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gizmoo 29.09.2018 22:44
    Highlight Highlight Als, aus meiner bescheidenen Sicht, beste Alternative entwickelt sich Matrix (matrix.org) mit der App "Riot". Hier ist die Kommunikation dezentralisiert und optional mit E2E...wer will, kann einen eigenen Server betreiben vieles mehr.
    Text-Messeges zu verschicken ist bei diesem Netzwerk nur eine von vielen Optionen.
  • marcog 29.09.2018 10:20
    Highlight Highlight Hoffentlich kommt bald die Werbung, dann steigen endlich mehr Leute auf Signal oder Telegram um!
    • the Wanderer 30.09.2018 10:52
      Highlight Highlight ...besser noch auf Threema 👍👍
  • Pana 28.09.2018 18:38
    Highlight Highlight Dumme Frage: Wie macht man mit einem gratis Messenger, ohne Werbung, Gewinn?
    • Schlange12 29.09.2018 09:09
      Highlight Highlight Nur zur Info. Zu Beginn war der Messinger nicht umsonst.
    • loquito 29.09.2018 10:21
      Highlight Highlight Whatsapp kostete teilweise 1.-/Jahr...
    • Pana 29.09.2018 13:43
      Highlight Highlight Ich bezahlte noch nie für Whatsapp. Telegram, Signal, und unzählige andere sind auch gratis.
  • Frances Ryder 28.09.2018 17:46
    Highlight Highlight Ich find das Gespende immer so lustig. WOW 1 Milliarde gespendet, wie überlebt er jetzt bloss noch mit mickrigen 2,6 Milliarden😱😱😱
    • loquito 29.09.2018 10:25
      Highlight Highlight FAVEZ und Co. Das Problem ist, dass das System so ausgelegt ist, dass 99,9% der Welt nie wird Vermögen anhäufen können, weil einige Milliarden haben... Also ist Spenden eigentlich wirklich ein Witz. Vermögensobergrenze, faire Arbeitsbedingungen und Löhne etc. wärem XFach besser zur Bekämpfung von Armut etc. aber diese Menschen wollen nur gut aussehen, sonst würden sie statt spenden, faire Löhne bezahlen und die Margen auf ein minimum reduzieren....
    • Sandro Lightwood 29.09.2018 12:39
      Highlight Highlight @loquito: Also sollen die Superreichen mit dem Spenden aufhören und auf ihrem gesamten Vermögen sitzenbleiben? Nur weil ein politischer und systematischer Umbruch, welcher in diesem Ausmass wohl einige Jahre brauchen würde, besser wäre? Falls so was überhaupt politisch eine Chance hätte.
  • Der Kritiker 28.09.2018 15:46
    Highlight Highlight Apropos, watson: ich erneuere meine Kritik an Eurer Mobilmachung gegen das Fratzenbuch: Kritik ist legitim, Doppel oral nicht. Auch Ihr nutzt noch den Fratzenbuch Button, um Inhalte zu teilen. Seid konsequent!
    • the Wanderer 30.09.2018 10:55
      Highlight Highlight "Doppel oral" 😊😊

      tönt nach einer interessanten Sexualpraktik...

      oder war doch eher Doppelmoral gemeint? 🤔
  • Adumdum 28.09.2018 15:26
    Highlight Highlight Das ist doch alles totaler Quark - erst $19Mrd kassieren und dann verlangen das der Käufer mit dem Gekauften kein/kaum Geld verdienen soll. Und klar haben Nutzer einen „Fallschirm“ - gibt genügend andere Arten, inkl. andere Web-Plattformen oder Software, zu kommunizieren.

    Aber wieso wollen alle alles gratis benutzen - aber selber trotzdem regelmässig eine Gehaltserhöhung haben?

    Und was ist schlimm wenn einige wenige der Internetunternehmer viel Geld verdienen? Dafür schaffen‘s tausende andere nicht - das ist die Natur von Risikokapital! Lieber wieder Planwirtschaft? Die lief ja super.
  • TheBean 28.09.2018 14:13
    Highlight Highlight [...] die Nutzerdaten von Facebook und WhatsApp zu verschmelzen. Die EU hat dies in Europa vorerst verhindert [...]

    Ähm, Nein?

    https://www.golem.de/news/trotz-dsgvo-whatsapp-teilt-nun-massenhaft-nutzerdaten-mit-facebook-1805-134528.html
  • MaxHeiri 28.09.2018 14:06
    Highlight Highlight Was sind die Vorteile von Threema gegenüber Telegram?
    Welches wird in der Schweiz mehr benutzt?
    • Electric Elefant 28.09.2018 14:26
      Highlight Highlight Server in der Schweiz...
    • c_meier 28.09.2018 14:35
      Highlight Highlight Von der Verbreitung eher Threema da es aus der Schweiz kommt
    • Madison Pierce 28.09.2018 15:44
      Highlight Highlight Die Verbreitung ist mir nicht bekannt. Wird wohl eher schwierig, da konkrete Zahlen zu erhalten.

      Die Unterschiede:
      - Telegram kommt aus Russland, Threema aus der Schweiz.
      - Bei Telegram sind die Clients Open Source, bei Threema nicht.
      - Telegram funktioniert durch den Abgleich des Adressbuchs (einfach), Threema über IDs (sicher).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomtom64 28.09.2018 13:50
    Highlight Highlight All die Vorgänge um Facebook in den letzten Monaten sollten einem in Bezug der Aktienbewertung zu denken geben.
    In abgeschwächter Form trifft das auf alle Social Media zu, denn die zunehmende Werbung, der Stress immer dabei sein zu müssen, der ungenügende Datenschutz und die ausbleibende Innovation führen vermehrt zu einer Abkehr dieser Apps.
    Freue mich schon jetzt darauf, wenn wieder ohne langes Hin und her abgemacht werden kann und der physische Kontakt mehr zählt als die blöden Smileys.
    • Chili5000 28.09.2018 15:00
      Highlight Highlight Smilies (Bildliche Zeichen) gab es schon zur Zeit der Pharaonen. Wir niemals verschwinden.
  • polopol88 28.09.2018 13:18
    Highlight Highlight Sobald Werbung kommt werde ich auf Threema wechseln, oder auf Telegram
    • Electric Elefant 28.09.2018 14:32
      Highlight Highlight Warum warten? Mehrere Messenger kann man auch gut paralell nebeneinander nutzen... Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum nicht alle zusätzlich noch Signal installieren (schlank, Open source). Threema kann ich von der Funktionalität auch sehr empfehlen. Leider ist hier die Installation unnötig kompliziert (da nicht über die Handy-Nr sondern ID). Das kann viele abschrecken...
  • Posersalami 28.09.2018 13:03
    Highlight Highlight Tja, dann hätte er WhatsApp halt nicht verkaufen sollen. Aber die Verlockung über Nacht Milliardär zu werden war wohl zu gross. Soweit wohl auch nachvollziehbar.

    Sobald in WhatsApp Werbung angezeigt wird, lösche ich die App. FB etc. habe ich schon vor längerer Zeit gelöscht. Braucht kein Mensch.
    • Adumdum 28.09.2018 15:29
      Highlight Highlight Fernsehen auch aufgehört? Da läuft ja auch Werbung...
    • Posersalami 28.09.2018 21:00
      Highlight Highlight In der Tat schaue ich wenig Fern und wenn, dann Netflix, Vorträge oder Interessante Berichte aus Mediatheken wie der ARTE App oder mal von Youtube. Das gibts fast ohne Werbung. Meistens verbringe ich meine Zeit aber lesend.
  • The greatest man who ever inhaled oxygen 28.09.2018 12:31
    Highlight Highlight Da sieht man die Hypokrisie. Selber den Datenschutz quasi aufheben für Profit aber andere kritisieren die das selber machen. Gut jeder weiss das FB Daten verkauft, ich aufjedenfall benutze kein FB mehr ich habe mein Konto „gelöscht“.
  • Zerschmetterling 28.09.2018 12:26
    Highlight Highlight Ich wechsle zu SMS
    • saukaibli 28.09.2018 13:52
      Highlight Highlight Und ich kaufe mir einen Telegrafen. Oder eine Brieftaube, mal schauen...
    • KarlWeber 28.09.2018 13:57
      Highlight Highlight Was ist das ?
    • äxgüsi 28.09.2018 18:59
      Highlight Highlight SMS = Schreiben mit Stift.. glaube ich jedenfalls.. ist halt eine veraltete Abkürzung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • glüngi 28.09.2018 11:48
    Highlight Highlight Soll der zuckerberg das machen. ich wechsle dann einfach zu telegram. das haben auch viele :-)
    • Peedy 28.09.2018 12:05
      Highlight Highlight Oder Threema...
    • Dogbone 28.09.2018 12:44
      Highlight Highlight Ich bin schon Jahre bei Telegram, wie die meisten meiner Kollegen, und sehr zufrieden. WA habe ich noch installiert und nutze es vielleicht einmal die Woche, weil es halt viele gibt, die da nicht weg wollen - genau wie bei FB. Eigentlich völlig unverständlich, zumal alle wissen, wie der FB Konzern mit Nutzerdaten umgeht. Ende des Jahres lösche ich den Account und bin dann ja auch immer noch ganz ordinär per SMS erreichbar🙄
    • öpfeli 28.09.2018 12:48
      Highlight Highlight In meinem Umfeld habens gerade mal 2 Personen 😕
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Kritiker 28.09.2018 11:43
    Highlight Highlight Die Kritik ist lächerlich, denn zuerst Milliarden einstreichen und danach kritisieren, obwohl schon lange klar ist, wohin das Fratzenbuch geht, ist scheinheilig! Auch er hat an verkauften privaten Nutzerdaten ein exorbitante Vermögen angehäuft!
    • glüngi 28.09.2018 12:03
      Highlight Highlight sehe ich genau so. erst einkassieren und dann motzen. einfach nur lächerlich.
  • Madison Pierce 28.09.2018 11:30
    Highlight Highlight Die Einsicht kommt etwas spät... Wäre er schon früher ein "Datenschutz-Fanatiker" gewesen, hätte er keine App entwickelt, welche das Adressbuch ihrer Benutzer auf fremde Server lädt.
    • Out of Order 28.09.2018 13:55
      Highlight Highlight Das ist ein Problem der Usability. Der Nutzer soll seine Kontakte einfach finden können - das stellt ein technisches Problem dar, welches erst vor kurzem durch Signal (Moxie) gelöst wurde.

      Die Alternative ist ein ID-basierende Lösung, die keine Telefonnummer als Grundlage benötigt (wie bsp. Threema). Darunter leidet aber die Usability und WhatsApp wäre bestimmt nicht das geworden, was es heute ist/war.
    • Adumdum 28.09.2018 15:27
      Highlight Highlight Ja genau. Lieber auf die eigenen - die sind ja sicherer...
    • Madison Pierce 28.09.2018 15:37
      Highlight Highlight Das ist schon klar. Man hätte es aber wenigstens versuchen und eine (aufwendige) Hashfunktion verwenden können.

      Bezüglich Einfachheit und Sparsamkeit auf Serverseite ist WhatsApp aber wirklich super: "funktioniert einfach" und es speichert die Daten lokal. Handy weg, Chats weg. Würden die meisten Leute bei E-Mail nicht akzeptieren, aber bei Chats ist es anscheinend kein Problem. Lange war es auf dem PC nicht nutzbar und trotzdem sind ihm die Leute treu geblieben. Hauptsache einfach.

      Man sieht es auch in den Kommentaren: der Datenschutz ist kein Problem, aber wehe, es wird Werbung angezeigt.
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