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Joe Belfiore, Microsoft Corporate Vice President of Operating Systems Group, demonstrates Continuum for phones at the Microsoft Build conference in San Francisco, Wednesday, April 29, 2015. While Microsoft has already previewed some aspects of the new Windows 10, a parade of top executives will use the conference to demonstrate more software features and app-building tools, with an emphasis on mobile devices as well as PCs. (AP Photo/Jeff Chiu)

Am Mittwoch ist Update-Tag. Bild: KEYSTONE

Riesen-Update am Mittwoch: Das sind die wichtigsten Neuerungen bei Windows 10

Am Mittwoch kommt Windows 10 auf die ersten Rechner. Microsoft verspricht ein schnelleres, schöneres System und eine vereinfachte Bedienung. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ab Mittwoch können Nutzer der meisten Windows 7- und Windows-8.1-Rechner kostenlos auf Microsofts neuestes Betriebssystem umsteigen. Windows-7-Nutzer müssen das Service Pack 1 installiert haben, Windows-8-Nutzer zunächst auf Windows 8.1 upgraden.

Voraussetzung dafür, Windows 10 am Release-Termin zu bekommen, ist eine Reservierung, deren Ablauf Microsoft auf dieser Seite erklärt. Fragen und Antworten zum Umstieg beantwortet der Konzern hier.

Neben vielen optischen Veränderungen hat sich bei Windows 10 auch technisch einiges getan. Hier sind die sichtbarsten Neuerungen für PC- und Notebook-Nutzer im Überblick.

Startmenü: Neue Version, neues Startmenü. Nach der seltsamen Kombination aus Startseite und Desktop in Windows 8.1 ist im neuen Windows wieder alles an einer Stelle. Das Startmenü zeigt auf der linken Seite wichtige Funktionen und häufig genutzte Programme. Ein Klick auf «Alle Apps» öffnet eine alphabetische Programmliste. Auf der rechten Seite finden sich die ab Windows 8 bekannten App-Kacheln. Sie sind in vier Grössen einstellbar und können nach Bedarf angeordnet oder auch entfernt werden.

windows 10 startmenü

bild: microsoft

Wenn die App es unterstützt, werden Live-Informationen wie Wetter oder Nachrichten direkt im Startmenü angezeigt. Wer die App-Kacheln nicht mag, entfernt alle und schiebt das Startmenü auf eine einspaltige Darstellung zusammen. Umsteiger von Windows 7 importieren laut Microsoft beim Update alle Startmenü-Einstellungen.

Übersicht: Windows 10 hat eine Taskleiste und den klassischen Desktop, auf dem sich Dateien und Programm-Icons ablegen lassen, die irritierende Charms-Leiste ist Geschichte. Wichtige Systeminformationen und häufig genutzte Funktionen werden nun im Info-Center angezeigt. Es wird per Mausklick auf ein Sprechblasen-Icon in der Taskleiste oder per Fingerwisch vom rechten Bildschirmrand geöffnet.

Neu ist die Taskansicht: Per Klick oder Wischgeste mit drei Fingern werden alle geöffneten Programme nebeneinander angezeigt – das Exposé von Mac OS X lässt grüssen.

windows 10 task view

bild: microsoft

Neu sind auch die virtuellen Desktops. Per Klick auf «Neuer Desktop» in der Taskansicht können neue Arbeitsbereiche eingerichtet werden. Das sorgt für mehr Übersicht. Nutzer von hochauflösenden Bildschirmen profitieren von einer «Snap Assist» genannten Funktion, mit der sich Prorammfenster einfach auf dem Schirm anordnen und fixieren lassen. So können sie mit wenigen Klicks auf 4K-Bildschirmen (3840 zu 2160 Pixel) etwa vier Full-HD-Fenster (1920 zu 1080 Pixel) anzeigen lassen.

Assistentin Cortana: Das neue Windows kommt mit eingebauter Assistentin. Das vom Smartphone bekannte Cortana integriert sich gut ins System. Aufgaben wie Termine anlegen, Internetsuchen, das Öffnen von Programmen, Wetterberichte oder Rechenaufgaben können ihr per Sprach- oder Texteingabe im Suchfeld in der Taskleiste gegeben werden. In der Praxis funktioniert das bislang eher mässig. Viele Anfragen beantwortet Cortana mit Bing-Suchergebnissen.

windows 10 cortana

bild: microsoft

Um Cortana zu nutzen, muss Windows 10 mit einem aktiven Microsoft-Konto gestartet werden. Die gesammelten Daten können online verwaltet werden. Wer sich von Cortana trennen möchte, kann das für jedes Windows-Gerät einzeln tun. Wie die Tech-Zeitschrift «c't» berichtet, bleiben Nutzerdaten dabei online im Microsoft-Konto gespeichert.

Neuer Browser Edge: Der Internet Explorer ist tot, es lebe Edge. Zwar ändert sich beim Logo des Browser kaum etwas, das Programm zum Erkunden des Internets ist aber von Grund auf neu. Das Ergebnis ist ein schlanker, flotter Browser mit Lesemodus, Cortana-Integration, flotter Videodarstellung und einem Kommentarmodus. Webseiten können direkt am Bildschirm kommentiert, Textpassagen markiert oder einzelne Bereiche ausgeschnitten werden.

windows 10 edge

bild: microsoft

Eigenes Gesicht als Passwort: Entsprechend moderne Hardware vorausgesetzt erlaubt Windows 10 die biometrische Identifikation des Nutzers – etwa per Gesichtserkennung. Im «c't»-Test mit einer RealSense 3D Kamera von Intel funktionierte das ziemlich fehlerfrei. Die Daten werden laut Microsoft nur auf dem Gerät gespeichert.

windows 10 gesichtserkennung

bild: windows central

Einstellungen: Windows 10 ist kein fertiges System. Das wird beim Blick in die Einstellungen deutlich. Viele häufig benötigten Optionen sind hier einfach und übersichtlich dargestellt. Andere Einstellungen gibt es in der «Systemsteuerung», wieder andere Optionen – etwa für angeschlossene Geräte – finden sich bei «Geräte».

Perspektivisch sollen alle Einstellungsmöglichkeiten eines Tages unter dem Punkt «Einstellungen» auffindbar sein – bis dahin bleibt es etwas unübersichtlich. Mit dem neuen Betriebssystem vollzieht Microsoft allerdings auch den Schritt zu Windows als Service. Neue Funktionen und Veränderungen am Betriebssystem wird es künftig laufend per Download geben.

Die «c't»-Redaktion kommt übrigens zu dem Fazit, dass Windows 10 schon recht ausgereift wirkt. Trotzdem rät das Magazin, mit der Installation ruhig noch ein bisschen zu warten, da das kostenlose Upgrade ein Jahr lang möglich ist. Wer schon jetzt wechseln will, sollte vorher unbedingt eine Sicherung seines System und seiner Daten anfertigen.

(Till Simon Nagel, dpa/mbö)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dandolor 28.07.2015 13:14
    Highlight Highlight Die Taskansicht ist ja nicht wirklich neu. Drückst du alt+TAB...
  • elivi 27.07.2015 14:04
    Highlight Highlight willst mir sagen mein surface hat noch kein 8.1 weshalb ich da noch keine benachrichtigung bekommen hab. Aber auf mein alten rechner mit win7 kriegte ich die meldung seit anfang Juni schon? ... dabei macht das teil auf mein surface so viel mehr sinn ...
  • Flint 27.07.2015 12:50
    Highlight Highlight Mein Rat an alle, die nicht gerne basteln: Wartet wie empfohlen mit dem Upgrade noch einige Monate! Es wird zu Beginn vermutlich eine Flut an Patches geben.
    • Nico Rharennon 27.07.2015 13:29
      Highlight Highlight Hab es vor eine Jahr bereits getestet, da lief alles sehr stabil. Würd mirda jetzt nicht zu grosse Sorgen machen.
  • The Destiny // Team Telegram 27.07.2015 11:31
    Highlight Highlight Sind die Backdoors für Geheimdienste gefixt worden ?
    • tower204 27.07.2015 12:53
      Highlight Highlight Denkes nicht, NSA bezieht seine Daten meistens via Router. NSA hat versucht die Daten von Europäischen Kunden gerichtet lich zu erstreiten , Microsoft weigert sich aber die Daten rauszurücken.
  • Blutgruppe 27.07.2015 10:27
    Highlight Highlight Das sind wichtigsten Neuerungen Alda :P
    • Chlinae_Tigaer 27.07.2015 12:19
      Highlight Highlight Alda?

      Ist das Neu- Deutsch?
    • one0one 27.07.2015 12:26
      Highlight Highlight Was erwartest du von der Technik Redaktion von Watson? Geht ja schliesslich nicht um Apple, da lohnt es sich nicht etwas eigenes zu schreiben, das kann man getrost von anderen machen lassen... Ganz fiese Zeitgenossen koennten jetzt behaupten dies liege an der mangelden Kompetenz der technischen Redaktion.
    • Blutgruppe 27.07.2015 14:12
      Highlight Highlight Naja ich hab nur den Titel zitiert. So stand es da, als der Artikel publiziert wurde.
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