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This screen shot provided by Microsoft shows the Start page in Windows 10. With Windows 10, the start button functions the way it did with Windows 7 and earlier. The graphical start page from Windows 8 is embedded in that start button, so that it feels modern without chucking old habits. (Microsoft via AP)

Die Startseite des neuen Microsoft-Systems. Bild: AP/Microsoft

Datenschützer warnen: Mit Windows 10 holt man sich eine Abhörzentrale ins Haus

Die Datensammelwut von Windows 10 steht zunehmend in der Kritik. Jetzt hat sich eine deutsche Behörde eingeschaltet. Mit deutlichen Worten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Keine zwei Wochen nach dem Release verschärft sich die Kritik an Windows 10. Die Konsumentenschutz-Behörde des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz warnt: Wer die Datenschutzbestimmungen von Microsoft akzeptiere, hole sich eine «Abhörmaschine» ins Haus.

In der Tat sammelt Windows 10 viel eifriger Nutzerdaten als seine Vorgängerversionen. Zum Teil ist das nötig, um die neuen Funktionen sinnvoll verwenden zu können, etwa den digitalen Assistenten Cortana. Doch nach Ansicht der Konsumentenschützer werden Nutzer digitaler Geräte «immer mehr selbst zu einer Ware, die vermarktet wird», sagt Christian Gollner, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Welche Daten Microsoft sammelt, lässt sich in den Datenschutzbestimmungen nachlesen. Erhoben werden zum Beispiel Name, Alter, Geschlecht, Standort und teilweise auch Suchbegriffe, digitale Einkäufe oder besuchte Webseiten.

Schweizer Datenschützer will abklären

Vom Büro des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten erreicht uns folgende Stellungnahme: «Generell lässt sich sagen, dass Anbieter von Betriebssystemen ihre Kunden korrekt darüber informieren müssen, welche Daten anfallen, wozu sie verwendet und an wen sie weitergegeben werden. Auch müssen die Standardeinstellung möglichst datenschutzfreundlich ausgestaltet sein (Privacy by Default). Was die Datenschutzaspekte bei Windows 10 anbelangt, werden wir zur näheren Abklärung Kontakt mit Microsoft aufnehmen.» (dsc)

Vorsicht bei Freeware

Bisher verfügbare Freeware zum Schutz vor der Sammelwut von Windows 10 ist allerdings oft keine ratsame Option. Das Tool «DoNotSpy10» etwa gibt zwar vor, die Privatsphäre-Einstellungen von Windows 10 zu vereinfachen, laut einem Bericht von heise.de, sei jedoch von der Nutzung abzuraten. Das Tool sei seinerseits ausgesprochen datensammelfreudig und sende Informationen an seine Entwickler, heisst es in dem Artikel.

Freeware zu installieren ist auch nicht unbedingt nötig. Wer Windows 10 installiert und nicht möchte, dass Microsoft weitgreifende Rechte erhält, sollte nicht die «Expressinstallation» wählen und nicht alle Voreinstellungen übernehmen. Auch nach der Installation können die Einstellungen angepasst werden.

Welche Einstellungen nötig sind, um die Datensammelei von Windows 10 zu kontrollieren, zeigen wir in diesem Beitrag.

(mos/dpa)

Windows – die Chronologie: von 1 bis 10

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 11.08.2015 11:14
    Highlight Highlight Habe ich das richtig verstanden. W10 zieht mehr persönliche Daten von mir, doch in kann das in den Einstellungen unterbinden oder eingrenzen? Das heisst ich habe eine "Abhörzentrale", wo ich mitbestimmen kann was abgehört wird.
  • tower204 11.08.2015 10:51
    Highlight Highlight Ich versteh den ganzen Wirbel echt nicht. Das es so sein wird war schon im Januar klar als sie die Funktionen von Cortana vorgestellt hatten. Sie haben versprochen das man die Funktionen deaktivieren kann, dass wurde auch eingehalten. Aber wie wärs mal ein Artikel wo es um die Sicherheit geht der verschiedenen Betriebssysteme.

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