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Apple Inc. CEO Tim Cook gestures to the audience as he closes the company's World Wide Developers Conference keynote in San Francisco, California, U.S., June 13, 2016. REUTERS/Stephen Lam

Er wäscht seine Hände in Unschuld: Steve Jobs' Nachfolger Tim Cook ist einer der mächtigsten Wirtschaftsführer der Welt.  Bild: STEPHEN LAM/REUTERS

Apple muss bluten. Und zwar richtig!

Dem iPhone-Hersteller drohen in Europa Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe. Das ist zwar ein Anfang, doch bis zu mehr Steuergerechtigkeit ist es noch ein weiter Weg.

25.08.16, 16:27 30.08.16, 15:32


Wer meine Apple-Berichterstattung verfolgt, weiss, dass ich kein «Hater» bin. Aber genug ist genug.

An diesem prächtigen Sommertag erreicht uns aus Brüssel die Nachricht, dass dem iPhone-Hersteller eine saftige Steuernachzahlung droht.

Hintergrund sind EU-Ermittlungen, die gegen Irland, Luxemburg und die Niederlande laufen. Die drei Länder könnten – so der naheliegende Verdacht – mehreren multinationalen Konzernen illegale Steuervorteile eingeräumt haben.

Setzt sich die EU-Kommission durch, dann muss der US-Konzern laut Schätzungen bis zu 19 Milliarden Dollar blechen. Das klingt nach viel, ist aber für das reichste Unternehmen der Welt ein läppischer Betrag, wie wir gleich sehen.

Aber die anderen tun es doch auch!

Von den Steuernachzahlungen betroffen sind unter anderem auch Starbucks und Fiat.

Da ich aber weder ein «Mocha Cookie Crumble Frappuccino»-Fan bin, noch mich für italienische Automobile begeistere, geht es in dieser Wutschrift um den Apfel-Konzern.

«Steueroptimierung» ist nicht verboten, so what?

Gegenfrage: Wer sonst, wenn nicht Apple soll mit gutem Beispiel vorangehen und «ehrlich» Steuern bezahlen? Etwa Samsung? HTC? Sony? Huawei? Xiaomi? Microsoft? Google?

Nun gut. Neben den erfolgreichen Hardware- und Software-Herstellern sollte natürlich auch der mächtigste Internet-Konzern dem Staat abliefern, was ihm wirklich zusteht. Sonst ist der langjährige Firmenslogan «Don't be evil» keinen Cent mehr wert. (Update: oder auch der neue Slogan, «Do the right thing».)

Spass beiseite: In der Pflicht stehen alle multinationalen Konzerne. Aber: Kein anderes Unternehmen inszeniert sich nur annähernd so geschickt wie Apple und erobert damit neben den Portemonnaies auch die Herzen der Nutzer.

Saudi Arabia's Deputy Crown Prince Mohammed bin Salman (R) meets Apple Inc. CEO Tim Cook in New York, U.S., June 24, 2016. Picture taken June 24, 2016. Bandar Algaloud/Courtesy of Saudi Royal Court/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.

Tim Cook mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Bild: HANDOUT/REUTERS

Bei allem Wohlwollen für das iPhone und andere Apple-Produkte, die uns privat und beruflich begleiten: Wie können wir unseren Kindern und späteren Generationen erklären, dass wir dem Gebaren der «Steuervermeider» tatenlos zugesehen haben? Dass wir nichts tun wollten gegen die Gier, sondern im Gegenteil angesteckt wurden und auch zu profitieren versuchten?

Schuld sind die Regierungen?

Es darf keine Entschuldigung sein, dass Apple und Co. offenbar nicht nur aus ureigenem, marktwirtschaftlichem Antrieb Steuern vermeiden, sondern dazu animiert werden. Ob durch eine offenbar illegale Praxis, ausländische Konzerne mit Steuererleichterungen anzulocken – hallo Irland, Luxembourg und Niederlande! – oder durch andere Schritte (siehe Box).

USA drohen Europa

Kurz vor der Entscheidung in den Steuerermittlungen der EU-Kommission schickte die US-Regierung eine ungewöhnlich scharfe Warnung nach Brüssel und drohte mit nicht näher beschriebenen Gegenmassnahmen.

Das US-Finanzministerium will laut Fachleuten die hohen Nachzahlungen verhindern, weil es selbst davon betroffen ist. Denn die US-Konzerne können in ihrem Heimatland Gutschriften für im Ausland gezahlte Steuern einfordern. Sprich: Die eigenen Steuereinnahmen sänken.

Apple betonte stets, man halte sich an alle gesetzlichen Regelungen und wende keine Steuertricks an. Zugleich bringt der iPhone-Konzern – wie auch viele andere amerikanische Unternehmen – seine Auslandsgewinne nicht in die USA, weil bei ihnen ein hoher Steuersatz von rund 40 Prozent drohe. Ein grosser Teil davon fliesst über Irland. (dsc/sda)

Was interessiert es mich, als Bürger eines europäischen Landes, dass die US-Regierung den US-Konzernen (im Ausland) aus wirtschaftspolitischen Gründen den Rücken stärkt?

Wir sollten uns nicht einschüchtern lassen!

Ist es wirklich so schlimm?

Wer sich für die raffinierte (und legale) Steuervermeidung von Apple interessiert, kann bei Spiegel Online nachlesen. In diesem Beitrag von 2013 sind die Tricks beschrieben.

  1. Schaffe dein Geld ins Ausland
  2. Zahle weder zu Hause noch irgendwo sonst Steuern*
  3. Sichere dein Steuersparmodell nach allen Seiten ab

* Das gilt für die Firmenkonstrukte, mit denen der Löwenanteil der Profite in fragwürdigen Steueroasen gehortet wird. Apple stellt sich derweil als der «grösste Steuerzahler der Welt» dar.

Apples Geld-Reserven (in Millionen Dollar)

Was wir tun können

Gegen die US-Wirtschaftspolitik sind wir machtlos, aber nichts hindert uns daran, die Politik unseres Landes zu beeinflussen. Wer nicht wählt, wählt definitiv die Steuervermeider.

Abgesehen vom Wahl- und Abstimmungszettel führt nur ein Weg in die Schaltzentralen börsenkotierter Tech-Konzerne, und das ist der Weg über das Portemonnaie. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben es in der Hand, mit ihren Kaufentscheiden eine unüberhörbare Botschaft zu senden.

Oder kommt Apple aus eigenen Stücken zur Einsicht?

Und wie geben die Superreichen ihr Geld aus?

Zum Beispiel für die Luxusyacht Galactica Super Nova

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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68
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kommentareschreiber 26.08.2016 14:37
    Highlight "Don't be evil" ist der Slogan von Google, nicht von Apple!
    2 0 Melden
    • Lunkwill 27.08.2016 05:41
      Highlight Steht ja auch so im Text...
      0 0 Melden
  • danielelsener 26.08.2016 02:00
    Highlight Ich glaube die OECD arbeitet genau an diesen Them. Das Programm heist Base Erosion and Profit shifting (BEPS http://www.oecd.org/tax/beps). s wäre der richtige Weg und würde vielen Ländern (darunter auch Entwicklungsländer) faire Steuereinnahmen bringen. Leider wird es wohl dann an der Ratifizierung der USA scheitern. Die betroffenen Firmen sind bereits aktiv bei den Wahlkampf Spenden.
    18 2 Melden
    • Slavoj Žižek 26.08.2016 16:31
      Highlight Die Entwicklungsländer leiden vorallem unter Korrupten Politikern, die das Geld für sich behalten. Ausserdem verzerren wir Wohlstandsländer mit Zöllen und Subventionen den Markt und geben diesen Ländern keine Möglichkeit ihre Prudukte anzubieten. In einiges Ländern ist es günstiger subventioniertes Milchpulver zu importieren als selber herzustellen.
      5 1 Melden
  • Timä 26.08.2016 00:12
    Highlight Vielleicht ergänzend; Firmen wie Apple haben ihre so grossen Technologien nicht selbst erfunden, nur Nutzerfreundlich gemacht und weiterentwickelt. Die Basis für die meisten Konzerne legt der Staat(bzw. Forschung vom Staat subventioniert) frei verfügbar bereit...
    Apple nutzt 'unser' Geld, will aber nichts zahlen. Wer das befürwortet, soll doch jeweils gleich Geld beim nächsten iPhone kaufe mit drauf legen, kommt nicht drauf an ;)
    23 6 Melden
  • Filipposchubser 25.08.2016 23:03
    Highlight Es ist naiv zu meinen, das wir User das irgendwie beeinflussen können, wieviel Steuern wir selbst oder andere zahlen werden... USR3 wird kommen. Liebes Watson Team, wünsche mir gerne mal eine Serie über TTIP, dort sind m.E. noch viel grössere Sauereien geplant!
    22 4 Melden
  • Der Tom 25.08.2016 22:12
    Highlight Echt erst jetzt aufgefallen? Und wieso ist Apple schlimmer als die anderen die gleich rumgaunern?
    12 10 Melden
    • Electric Elephant 26.08.2016 00:20
      Highlight Hat das jemand behauptet? Im Artikel wird ja erwähnt, dass dies die anderen grossen auch machen... Google und MS, etc. sind keinen Deut besser - aber während MS schon ewig den Ruf des bösen Buben weg hat, schaffen es vor allem Apple und Google sich als "menschenfreundlicher" zu verkaufen, was sie aber beide nicht sind...
      20 1 Melden
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 25.08.2016 20:52
    Highlight Darum NEIN zur Unternehmenssteuerreform 3!

    Hier ein lohnenswerter Bericht aus der WOZ:

    https://www.woz.ch/-3fea
    25 7 Melden
    • pamayer 25.08.2016 22:23
      Highlight Scho wieder d'woz.
      Super bon! Merci.
      6 9 Melden
  • Maragia 25.08.2016 20:41
    Highlight Ich würde es nur halb so schlimm finden, wenn denn das durch Steueroptimierung gesparte Geld in jenem Land investiert wird. Z.B. in neue Jobs etc.
    11 6 Melden
  • Geofinder 25.08.2016 20:38
    Highlight Was sich Grosskonzerne und Superreiche leisten mit den sogenanten Steueroptimierung, mag auf den ersten blick nicht fair sein. Doch abgesehen von dem ganzen Medialen rummel. Kennt ihr die Geschichte der Steuern? Wisst ihr weshalb diese einst erfunden wurden? Gibt es möglicherweise andere wege einen Staat zu finanzieren? Wieviel Prozent unserer Steuern fliesst wieder in den Topf der unser aller zusammenleben erleichtert. Wie viel wird für fast genau das gleiche ausgegeben, wie bei den super Reichen? Kann der Staat wirklich mit Geld umgehen? Wer weis das schon... ;-)
    14 40 Melden
    • pamayer 25.08.2016 22:24
      Highlight Stellst du dich einfach etwas dumm oder hast du wirklich keine Ahnung von der Materie?
      27 5 Melden
    • der nubische Prinz 26.08.2016 07:43
      Highlight Ja, wer weis das schon....;-)
      10 1 Melden
    • Geofinder 26.08.2016 23:02
      Highlight Gebe niemandem Geld der nicht mit Geld umgehen kann... Wenn am morgen jeder Mensch auf der Welt der selbe Betrag gutgeschrieben wird, so sieht es am Abend wieder genau gleich aus. 97 Prozent der Menschen hat fast nichts mehr oder ein minus, die restlichen 3 Prozent haben den Rest. Es ist so das beide Seiten, sowohl Unternehmen wie auch Staaten sich aufführen wie Raubritter. Wir sind an enem Punkt in der "Entwicklung" wo das Zusammenleben neu definiert werden muss. Es gibt nur diesen Planeten.
      1 4 Melden
  • walsi 25.08.2016 19:52
    Highlight Diese Aktion der EU ist einfach nur heuchlerisch. Man versucht mit Apple, Starbucks u. Co. medial ein Zeichen zu setzen, damit man im Hintergrund weiter machen kann wie bisher. Wie sieht es mit europäischen Unternehmen aus wie IKEA z.B.
    27 18 Melden
  • CASSIO 25.08.2016 19:34
    Highlight "Don't be evil" ist m.W. schon seit langer Zeit Geschichte. Seither hat Google bei mir viele Sympathien verspielt.
    24 8 Melden
  • Normi 25.08.2016 19:26
    Highlight und was ist mit all den start-ups die der Apfel zu Tode geklagt hat ??
    34 6 Melden
    • Normi 25.08.2016 19:39
      Highlight ergänzug:
      Viele Start-ups machten sich Sorgen, dass Google oder Apple in ihren Bereich vorstossen und sie aus dem Geschäft drängen – aber niemand erwarte, dass sie dabei auch noch den gleichen Namen nutzen, beschwerte sich Mitgründerin Alison Hardacre im Magazin «Wired».
      12 1 Melden
  • Talli 25.08.2016 18:02
    Highlight Danke daniel für diesen artikel.
    Mehr davon pls!
    30 11 Melden
  • Picker 25.08.2016 17:53
    Highlight "...und das ist der Weg über das Portemonnaie."

    Bravo!
    Es ist mir auch bewusst, dass dies z.T. schwierig ist. Versuche es aber nach bestem Gewissen wie z.B. kein Starbucks.

    Leider machen dies in meinem persönlichen Umfeld sehr wenige.
    39 2 Melden
  • pun 25.08.2016 17:48
    Highlight Wer übrigens in der Schweiz verhindern will, dass international geächtete Steuerschlupflöcher mit neuen, >noch< nicht geächteten Steuerschlupflöchern, ersetzt werden, unterschreibt das Referendum gegen die Unternehmenssteuerreform III. Dürfte uns Normalbürgern auch einiges an Sparpaketen und Steuererhöhungen ersparen.

    Guckst du hier: https://wecollect.ch/de/campaign/usr-3-referendum/
    (Falls der Link als unlautere Werbung gilt: Suchst du "wecollect usr3" bei der Suchmaschine deiner Wahl).
    41 9 Melden
    • Denk nach 25.08.2016 18:02
      Highlight Das Verhindern von internationalen Standards in Steuerfragen zeugt von Weitsichtig.... Oder so!
      12 5 Melden
    • Ürsu 25.08.2016 18:58
      Highlight Merci
      9 0 Melden
  • Tepesch 25.08.2016 17:30
    Highlight Deshalb Nein zur USR III!
    45 7 Melden
  • Kstyle 25.08.2016 17:27
    Highlight Der Ball liegt bei den Regierungen, die Politik hat völlig versagt. Das die Firmen die Schlupflöcher ausnützen, ist ja klar. Aber mit einem Herr Junker, der zuerst in Luxemburg eine Steueroase einrichtet und dann EU-Ratspräsident wird, sehe ich das nicht.
    35 3 Melden
    • Kstyle 25.08.2016 18:42
      Highlight Er ist nicht Ratspräsident, er hat eine andere hohe Position. Sorry, mein Fehler!
      11 0 Melden
  • boexu 25.08.2016 17:23
    Highlight Das meint die Anstalt dazu:
    25 0 Melden
  • Flück 25.08.2016 17:17
    Highlight Kein Hater-Artikel ? Na was denn? Schön, ist zur Neid-Förderung nach dem Artikel noch eine Luxusjacht abgebildet. Wenn Du schon jemanden ans Kreuz schlagen musst, dann z.B. die Regierungen in den entsprechenden Ländern, welche Firmen wie Apple gerne aufgenommen haben. Und jetzt verlangst Du, dass wir Konsumenten uns Apple deswegen verweigern? Einer Firma, die notabene nichts Illegales anstellt? Das ist populistische Klassenkampf-Rethorik der übleren Art.
    43 98 Melden
    • MaskedGaijin 25.08.2016 17:29
      Highlight Taschentuch?
      69 18 Melden
    • @schurt3r 25.08.2016 17:31
      Highlight Bitte genauer lesen!

      Ich empfehle, abstimmen und wählen zu gehen.

      Und dann erinnere ich daran, dass wir als Konsumenten die Macht besitzen, Dinge zu verändern. So viel «populistische Klassenkampf-Rhetorik» musste einfach sein.
      69 20 Melden
    • Talli 25.08.2016 18:08
      Highlight Es geht nicht immer nur darum ob etwas notabene legal ist. Die Sklaverei, Leibeigenschaft war auch lange legal und ich bin froh, dass dies nicht mehr so ist.
      Kann man als reicher Mensch nicht mit 100 Mio. zufrieden sein?
      Müssen es 100 Milliarden sein auf Kosten der Gesellschaft?
      Warum wird immer so vehement das Recht auf perversen Reichtum verteidigt, auch vom Mittelstand? Ich verstehe es nicht.
      44 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 25.08.2016 17:05
    Highlight Den zweitletzten Satz werde ich beim nächsten "bald kommt das geniale iPhone 7"-Artikel sicher zitieren. :)

    Apple optimiert seine Steuern, wie wir alle es auch machen. Nur das Volumen ist anders. Ich finde das auch nicht gut, aber kann es nachvollziehen. Die Geschäftsleitung schuldet den Aktionären, möglichst viel Geld zu verdienen.

    Ändern müsste sich das Steuersystem. Es sollte keine "Steueroasen" mehr geben, aber gewisse Länder müssten sich auch überlegen, ob sie nicht zu viel kassieren.
    66 7 Melden
    • @schurt3r 25.08.2016 17:13
      Highlight Unbedingt! :))
      35 6 Melden
    • Homes8 26.08.2016 17:30
      Highlight Die Firmen geben dafür auch viel Geld aus, dass die Steuersysteme nach ihrem Geschmack sind. z.B. in dem sie den Parteien und Politikern nach ihrem Geschmack die Wahl-Werbung finanzieren.
      1 0 Melden
  • Denk nach 25.08.2016 17:02
    Highlight Für die Schweiz heisst das nun mit der Unternehmenssteuerreform 3 möglichst schnell die Forderungen der OECD und EU erfüllen, dann kann man auch Ansprüche zur Einhaltung an andere Länder stellen und sollte das leidige Thema Steuern endlich abhaken können.
    9 32 Melden
  • ottonormalverbraucher 25.08.2016 16:53
    Highlight Die angemessene Besteuerung von Firmen wird in Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen. Durch die neue Technologie gehen Millionen von Arbeitsstellen verloren (selbst im Apple-Ökosystem: Foxconn ersetzte 60'000 Mitarbeiter durch Roboter). Und da wir in einer Welt leben, wo Gewinne den Unternehmen gehören und die Sozialfälle dem Staat, muss der Kreislauf korrekt geschlossen werden. Und wie soll das anders gehen, als durch Besteuerung.
    100 8 Melden
    • saukaibli 25.08.2016 18:36
      Highlight Auf den Punkt gebracht!
      25 0 Melden
  • D@Vi:D 25.08.2016 16:39
    Highlight Wenn es nach Ihnen gehen würde, Herr Schurter, sollten wir in diesem Falle keine Smartphones, Tablets, TVs und Computer mehr kaufen? Denn alle grosse Firmen wie Samsung und Apple benutzen das gleiche System, um horrenden Steuern zu entgehen. Und wenn sie ja angeblich kein Apple-Hater sind, hätten sie auch sehr gut Fiat als Beispiel zeigen können.
    18 78 Melden
    • @schurt3r 25.08.2016 16:46
      Highlight Ich störe mich – als zufriedener und langjähriger Apple-Nutzer – daran, dass die gewaltigen Profite nicht stärker besteuert werden, bzw. dass das Unternehmen, das aus meiner Sicht sehr vieles richtig macht, bei den Steuern kneift.
      91 12 Melden
    • Rolf Meyer 25.08.2016 17:18
      Highlight Und jetzt wird also Herr Schurter – als zufriedener und langjähriger Apple-Nutzer – mit seinen Kaufentscheiden eine unüberhörbare Botschaft senden. Sprich keine Apple-Geräte mehr kaufen. Ich hoffe die Redaktion wird dies überprüfen.
      13 27 Melden
    • Alnothur 25.08.2016 17:24
      Highlight Nutzen Sie die Steuerabzüge, Herr Schurter? Oder bezahlen Sie einfach freiwillig mehr?
      11 33 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • HansPeterMeier----Patriot. 25.08.2016 16:38
    Highlight Gut so, das sollte mit jedem Grossunternehmen gemacht werden (Hohe Steuernachzahlungen), aber solange die linke Wirtschaftselite an der Macht ist, wird das nie passieren.

    Und die EU soll sich mal kleinlaut geben, dass wir andere Länder im Steuerwettbewerb schlagen, denn wir sitzen am grösseren Hebel, denn wir sind nicht auf die EU angewiesen, sie ist aber auf uns angewiesen.

    Gleichzeitig wird es auch Zeit, dass wir die linken Grossunternehmen (Nestle, Roche, Novartis, CS, UBS....) zerschlagen und wieder in kleine bürgerliche Unternehmen zurückverwandeln, wie es unsere Vaterlandspartei schon lange machen will.

    15 123 Melden
    • exeswiss 25.08.2016 16:51
      Highlight "aber solange die linke Wirtschaftselite an der Macht ist, wird das nie passieren."

      wait, what? oO
      86 5 Melden
    • Denk nach 25.08.2016 16:53
      Highlight Entschuldigung, aber wenn ich das richtig im Kopf habe, wollen doch die Linken höhere Unternehmenssteuern und die Bürgerlichen schützen die Grossunternehmen, damit sie möglichst wenig zahlen.

      Sie verwechseln da was! Aber sowas von verwechseln!
      87 1 Melden
    • cannon1886 25.08.2016 16:54
      Highlight Linke Grossunternehmen? Die EU von der Schweiz abhängig? Ist das dein Ernst?
      55 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 25.08.2016 16:37
    Highlight Gut gebrüllt, Daniel Schurter! Doch als nicht EU Land haben wir leider wenig Möglichkeiten, auf die europäische Politik Einfluss zu nehmen, aber auch hier bei uns gibt es solche fast steuerbefreiten Firmen, oder auch Vereine wie die FIFA, die UEFA, das IOC und wie sie alle heissen, die zum Teil Milliarden umsetzen und fast gar keine Steuern zahlen. Wäre mal interessant auf die einen Blick zu werfen.
    62 11 Melden
    • Maett 25.08.2016 16:44
      Highlight @Lowend: Als EU-Land hätten wir ein 3.4%-Mitspracherecht, bitte tun Sie nicht immer so, als ob das ein Synonym für Einfluss wäre.
      42 29 Melden
    • Lowend 25.08.2016 16:55
      Highlight Jetzt habe ich immer gemeint, wir seien die grössten und können der EU in Sachen MEI usw. die Regeln diktieren, was ja der heilige Christoph immer behauptet hat und nun kommt der SVP-Maett und behauptet genau das Gegenteil?
      Also echt, irgendwann muss sich eure Partei einfach mal entscheiden, ob wir nun so wichtig, oder total nichtig sind.
      34 25 Melden
    • Maett 25.08.2016 17:25
      Highlight @Lowend: noch lustig dass Sie denken, ich würde SVP wählen. Aber Sie haben ja schon öfters bewiesen, wie reaktionär Sie sind, und deshalb Leute, die zu Ihrer Meinung keinen Beifall klatschen, einfach mal in das von Ihnen auserkorene feindliche Lager zuteilen. Differenziert zu denken wäre dann doch zu anstrengend.

      Und den von einigen SVP-Exponenten geäusserte Gedanken wollen Sie wohl auch nicht verstehen: als EU-Mitglied hätten wir noch 3.4%-Stimmenanteil, als Drittland ist der Handlungsspielraum dann doch noch etwas grösser. Stimmt ja auch (diese Meinung vertreten übrigens mehrere Parteien).
      22 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • CyanLama 25.08.2016 16:34
    Highlight Wenn ich das, als ehemaliger Apple-Mitarbeiter, noch richtig im Kopf habe, ist die Personalabteilung von Apple in Irland. Könnte "lustig" werden für die Äpfel ;)
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