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epa05423890 A picture made available on 14 July 2016 shows man trying to catch a pokemon called 'Drowzee' with a pokeball using the 'Pokemon Go' augmented reality mobile phone app in front of the Brandenburg Gate in Berlin, Germany, 13 July 2016. The app has been available in German app stores since 13 July. The app allows users to collect pokemon and battle against each other.  EPA/ALEXANDER HEINL

Mit Bällen nach bunten Monstern werfen: Pokémon Go lässt die Kassen klingeln. Bild: EPA/DPA

Wer am meisten Geld macht mit Pokémon Go

Der Hype um das Handy-Spiel Pokémon Go lässt Investoren träumen: Der Kurs der Nintendo-Aktie steigt um mehr als 50 Prozent. Es ist eine Wette auf einen ungewissen Erfolg – denn an dem Spiel verdienen bisher andere.

Philipp Seibt / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Sie können es noch: 20 Jahre nach ihrer Einführung sind die Pokémons zurück. Das Spiel Pokémon Go gibt es nun auch in Deutschland – und es bricht derzeit einen Rekord nach dem anderen. Server sind überlastet, in den USA hat Pokémon Go schon Verkehrsunfälle verursacht.

An der Börse in Tokio schoss der Aktienkurs von Nintendo in die Höhe: Innerhalb von einer Woche gewann das Unternehmen 52 Prozent an Wert. Dabei ist völlig ungewiss, ob Nintendo mit «Pokémon Go» überhaupt Geld verdienen kann.

Woher kommt der Hype? Und was sind die Risiken? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Warum ist die Börse so begeistert?

Am 6. Juli wurde Pokémon Go veröffentlicht, dann stieg der Börsenkurs von Nintendo innerhalb weniger Tage von 14'380 Yen auf 25'300 Yen, rund 216 Euro.

Pokémon Go habe gezeigt, dass es viele Nintendo Fans gibt, die die Inhalte auf dem Smartphone ausprobieren wollen, schreibt ein Analyst der Deutschen Bank.

Der Hintergrund: Bisher hatte Nintendo sich geweigert, seine bekannten Marken wie Pokémon oder Super Mario auf Smartphones zu vertreiben. Stattdessen mussten Nutzer Nintendo-Hardware kaufen, um die Spiele zu spielen. Doch genau dieses Kerngeschäft schwächelte in den vergangenen Jahren. Nach den Welterfolgen Nintendo DS und Wii floppten die Nachfolger 3DS und Wii U.

In der Folge gingen die Umsätze des Spieleriesens zurück. Der Aktienkurs stürzte mit der Finanzkrise ab und dümpelte jahrelang bei 10'000 Yen. Nun haben die Aktionäre neue Hoffnung.

Wer verdient an Pokémon Go?

Nintendo selbst hat mit Pokémon Go erstmal wenig zu tun. Entwickelt hat das Spiel die Software-Firma Niantic in Kooperation mit The Pokémon Company, die die Rechte an den kleinen bunten Kreaturen besitzt. Da das Spiel kostenlos ist, verdient auch an den millionenfachen Downloads zunächst niemand etwas.

Erst wenn Nutzer in der App Extras kaufen, fliesst Geld. Von einem Euro gehen 30 Cent an die Store-Betreiber Apple beziehungsweise Google (Android).

Nach Schätzungen des Analysten David Gibson von Macquarie Capital Securities gehen von den verbleibenden 70 Cent:

Die Unternehmen haben diese Zahlen bisher nicht offiziell bestätigt, die Kooperationsvereinbarung ist nicht öffentlich.

Nintendo verdient zudem auf jeden Fall indirekt mit: Der Spielekonzern besitzt laut Geschäftsbericht 32 Prozent an The Pokémon Company und einen Anteil in unbekannter Höhe an Niantic.

Trotzdem müsste Pokémon Go ein Dauerrenner werden, um Nintendos Gewinn merklich zu beeinflussen. Die Investmentbank Morgan Stanley beziffert den nötigen Umsatz auf 140 bis 196 Millionen Dollar pro Monat – und zwar dauerhaft. In den ersten Tagen lagen die geschätzten Umsätze in dieser Grössenordnung.

Wie geht es weiter?

Das ist die grosse Frage. Zwei Szenarien sind denkbar:

1. Das Top-Szenario

Der Pokémon Go-Hype bleibt bestehen und wird für Nintendo zum erfolgreichen Start in die Welt der Smartphone-Spiele. Mit Super Mario und Zelda für das Smartphone kann Nintendo weitere erfolgreiche Marken auf die Handys bringen.

Auch Zusatzgeräte wie das Armband Pokémon Go Plus werden ein Erfolg. Mit dem Gerät wird Nutzern angezeigt, wenn ein Pokémon in der Nähe ist, ohne dass sie auf ihr Handy schauen müssen. Das Armband will Nintendo demnächst auf den Markt bringen.

Die Nutzer bekommen durch die Smartphone-Spiele wieder Lust auf die alten Bekannten und Nintendo kann in seinem Kerngeschäft, den Spielen auf den eigenen Geräten, wieder wachsen.

2. Das Flop-Szenario

Die Aufregung um Pokémon Go hält nur kurz. Nachdem die Nutzer die 150 verfügbaren Pokémons gefangen haben, wenden sie sich wieder ab. Statt die Verkäufe der eigenen Nintendo-Geräte anzukurbeln, passiert das Gegenteil: Die Nutzer spielen lieber die kostenlose Version auf einem Gerät, das sie sowieso schon besitzen.

Der Erfolg von «Pokémon Go» könnte sich so ins Gegenteil verkehren. Die Aktie wäre dann wohl ganz schnell wieder zurück bei 10'000 Yen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 19.07.2016 11:42
    Highlight Highlight Hat eigentlich jemand der Redakteure auch mal etwas vertiefter in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Terms&Conditions geschaut?

    "Erst wenn Nutzer in der App Extras kaufen, fliesst Geld."

    Das stimmt nicht. Niantic erstellt zur Zeit eine gigantische Datensammlung mit Bewegungs- und Verhaltensprofilen. Diese Datensammlung ist Milliarden wert.

    Darum funktioniert das Geschäftsmodell, auch wenn niemand die App kauft. Wichtig ist nur, dass alle mitspielen. Weil das steigert den Wert ihrer Datensammlung.

    Übrigens: Die AGB von Niantic ist wie üblich in dieser Branche ein Knebelvertrag.
  • TanookiStormtrooper 15.07.2016 11:21
    Highlight Highlight Mit den Pokéstops könnte man auch noch Geld machen. Offenbar gibt es in den USA schon sehr viele Anfragen von Geschäften, die so gerne potenzielle Kunden in ihre Läden locken wollen. Nintendo könnte auch ihre eigenen Events pushen, indem sie an einem Messestand ein seltenes Pokémon anbieten.
    Es geht ja schon ein Witz rum, das Nintendo bei der nächsten Microsoft PK ein Mewtu vor der Halle platziert und alle rausstürmen... 😂
  • E Gauer 15.07.2016 10:24
    Highlight Highlight "Bisher hatte Nintendo sich geweigert, seine bekannten Marken wie «Pokémon» oder «Super Mario» auf Smartphones zu vertreiben. Stattdessen mussten Nutzer Nintendo-Hardware kaufen, um die Spiele zu spielen."

    ...oder einfach einen Emulator runterladen..
    • rmnblm 15.07.2016 12:48
      Highlight Highlight Und damit die Spiele (ROMs) illegal herunterladen und spielen, ohne irgendwelche Lizenzrechte zu bezahlen. Wow. So unterstützt man natürlich die Entwickler!
    • E Gauer 18.07.2016 12:40
      Highlight Highlight Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass der 2. von mir zitiertem Satz nicht ganz korrekt ist. Da steht, dass man als Nutzer die Nintendo Hardware kaufen MUSS und das stimmt so nicht ganz..
      Klar bin ich auch gegen das Gratis-downloaden dieser Spiele .. Wie sollen auch neue gute Spiele entstehen wenn das Budget fehlt..
  • maxi 15.07.2016 09:00
    Highlight Highlight Telekomkonzerne verdienen sicherlich auch gut mit, haben ja nicht alle i-net flat ;)
    • lubu 15.07.2016 09:21
      Highlight Highlight Pokemon Go braucht weniger Internet als Facebook und Co.
  • Asmodeus 15.07.2016 08:42
    Highlight Highlight "Nachdem die Nutzer die 150 verfügbaren Pokémons gefangen haben, wenden sie sich wieder ab."

    Dann ist ja praktisch, dass Nintendo noch rund 600 weitere Pokemon in der Hinterhand hat.
    Und mit Pokemon Sun und Moon kommen vermutlich nochmal 100 dazu.
    • Brienne von Tarth 15.07.2016 09:24
      Highlight Highlight Und vorallem wird es wohl seeeehr lange dauern bis der grösste Teil wirklich alle 150 Pokemon hat.
    • Asmodeus 15.07.2016 09:28
      Highlight Highlight Aktuell sind es in der App ja "nur" 137 oder so
  • Raudrhar 15.07.2016 08:36
    Highlight Highlight Was man imho noch erwähnen sollte:

    Ganz zentral verantwortlich für den Erfolg des Games ist Niantic.

    Wenn sie laufend Verbesserungen (Serverstabilität, Trackgenauigkeit, weitere Pokéstops,...), und neue Features (Pokémontausch, Trainer vs. Trainer-Kämpfe,...) einbauen, und den Shop moderat halten (keine direkt spielrelevanten Vorteile, aber "Unterstützung für Gelegenheitsspieler und Bequeme", dann mache ich mir um den Umsatz wenig Sorgen.

    Wenn sie das aber vernachlässigen, ist der Flop Case vorprogrammiert.
    • C0BR4.cH 15.07.2016 10:11
      Highlight Highlight Bei Ingress kam auch immer wieder neuer Content dazu. Ich denke dass da Niantic am Ball bleiben wird.
    • TanookiStormtrooper 15.07.2016 11:15
      Highlight Highlight Die Möglichkeit, Pokémon mit anderen Spielern zu tauschen, ist ja bereits angekündigt. Ich denke schon, dass Nintendo (resp. die Pokemon Company) langfristig denken. Immer mal wieder ein kleines Update mit neuen Pokémon/Gegenständen/Funktionen. Bei MarioMaker und Splatoon bietet Nintendo auch immer wieder neuen kostenlosen Content an, so pflegt man ein Spiel langfristig.

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