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Will - oder muss - ohne Apps aus dem Hause Google auskommen: Huawei-Chef Richard Yu. (Archivbild)

Huawei-Chef Richard Yu wird am 19. September das neue Flaggschiff vorstellen. Bild: EPA

Huawei kündigt Termin für neues Top-Handy (ohne Google-Apps) an

Die Präsentation des neuen Android-Flaggschiffs Mate 30 ist vom chinesischen Hersteller offiziell bestätigt worden. Und Google fügt sich den US-Sanktionen.



Der chinesische Huawei-Konzern stellt in gut zwei Wochen sein erstes neues Smartphone seit Einführung der US-Sanktionen vor. Schon jetzt ist klar, dass es ohne Google-Apps auskommen muss.

Huawei wird sein neues Top-Smartphone ohne vorinstallierte Google-Apps am Donnerstag, 19. September, in München vorstellen.

Das Unternehmen hat den seit einiger Zeit kolportierten Termin zur Vorstellung des Mate 30 mit einem wenige Sekunden langen Video bei Twitter bestätigt, ohne weitere Details zu verraten. Das Motto des Events ist «Rethink Possibilities» – etwa: «Überdenke die Möglichkeiten».

Google bestätigte am Montag, dass der Internet-Konzern das neue Android-Flaggschiff mit dem Namen «Mate 30» angesichts der US-Sanktionen gegen Huawei nicht mit Apps und Diensten versorgen wird.

In Europa wäre das Fehlen der populärsten Google-Dienste wie Google Maps, YouTube oder der App-Plattform Play Store ein Wettbewerbsnachteil für Huawei. Zuhause in China verkaufen alle Smartphone-Anbieter ihre Geräte ohne die dort nicht zugelassene Google-Apps.

Weiter auf sich warten lässt das erste Falt-Handy: Huawei hat den Verkaufsstart des Anfang 2019 mit grossem PR-Brimborium vorgestellten Mate X mehrmals verschoben. Es soll nicht vor November in die Läden kommen, heisst es.

Auf schwarzer Liste

Die US-Regierung hatte Huawei Mitte Mai unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit dürfen amerikanische Unternehmen – auch etwa Google und Chip-Zulieferer – nur mit spezieller Erlaubnis Geschäfte mit Huawei machen.

Die Blockade wurde zwar allerdings ausgesetzt – aktuell bis Mitte November. Google darf aber nur bereits im Markt eingeführte Modelle weiter mit Updates versorgen – das Mate 30 ist dagegen ein neues Gerät, für das der Aufschub der Blockade nicht gilt.

Huawei baute bereits seit einiger Zeit an einer Parallel-Infrastruktur, die Googles Dienste ersetzen kann. So hat der chinesische Konzern unter anderem bereits eine eigene Plattform zum App-Vertrieb, aber in Europa greifen die meisten Nutzer nach wie vor auf Google-Dienste zurück. Als Betriebssystem dürfte laut Medienberichten die freie Version der bei Google entwickelten Android-Software zum Einsatz kommen.

Das Open-Source-Android ist für alle Hersteller zugänglich – auf die von Google selbst lizenzierten Android-Versionen hat Huawei für neue Geräte dagegen keinen Zugriff. Der chinesische Konzern stellte vor kurzem als Alternative das eigene Betriebssystem Harmony OS vor. Aber es wäre eine grosse Herausforderung, die vielen App-Entwickler dafür zu gewinnen.

Seinen Kunden verspricht Huawei bisher, dass «Smartphones und Tablets, die verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind» weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates erhalten werden. Und jeder, der ein Gerät kaufen wolle, «kann auch künftig auf die Welt der Apps zugreifen».

Die US-Sanktionen dürften Huawei mit der Zeit auch Probleme bei der Hardware bringen. Der Konzern verfügt zwar mit seiner «Kirin»-Reihe über eigene Haupt-Prozessoren. Aber ein Teil der Chips kommt von US-Unternehmen oder Firmen, die wegen Geschäften in den USA ebenfalls Beschränkungen unterliegen.

So zeichnete sich bereits ab, dass Huawei den Zugang zu künftigen Entwicklungen des britischen Chip-Designers ARM verlieren dürfte, dessen Architektur in praktisch allen Smartphones zum Einsatz kommt.

(dsc/sda/awp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AdvocatusDiaboli 02.09.2019 19:45
    Highlight Highlight Vor der Xi Jinping Diktatur wäre ich nun sehr begeistert gewesen. War mal ein OnePlus early adopter. Mit ihm an der Macht sind leider China handys keine gute Alternative mehr.
    • Graf Zacharias von Zitzewitz 03.09.2019 11:22
      Highlight Highlight Das unterschreibe ich so. Habe mittlerweile sogar bei Nutzung meines Huawei LTE-Routers ein ungutes Gefühl...
  • Madison Pierce 02.09.2019 19:30
    Highlight Highlight Ich vermute mal, Google wird nicht verhindern, dass die Benutzer ihre Apps manuell installieren. So wie damals bei CyanogenMod: mitgeliefert wurden die Apps nicht, aber Google hat die Installation von Play Store & Co. erlaubt.

    So sind alle zufrieden: Trump kann täubelen, Google verliert keine Kunden und Huawei muss nicht ihr eigenes OS zu verkaufen versuchen.
  • Chrigu BE 02.09.2019 18:02
    Highlight Highlight Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Aber nur für Manche. Die Bloat-, Tracking- und Spyware von Google loszuwerden, kostet viel Arbeit.
    Für Technikaffine wird so ein clean Android auf sicherlich einer der besten und neuesten Hardware angeboten. Zu einem vermutlich - nach kurzer Zeit - sehr attraktiven Preis, weil in Europa Verkaufsförderung nötig werden könnte.
    Alle Google Apps kann sich jeder selbst installieren, der Stolperstein wird für Normaluser der Play Store sein. Auch den kann man manuell installieren (ab dann alles wie gewohnt), nur muss man wissen, wie.
    • Sarkasmusdetektor 03.09.2019 15:00
      Highlight Highlight Ein "clean" Android ist wohl kaum, was Huawei liefern wird. Es ist vielleicht Google-frei, aber deswegen immer noch customized und wahrscheinlich auch mit einer Menge anderer vorinstallierter Apps, die man nicht braucht.
  • sweeneytodd 02.09.2019 17:55
    Highlight Highlight Das Problem für Huawei wird nicht die Software sein, diese ist leicht zu ersetzen. Auch das Downloadverbot von Google Apps kann Alphabet Inc. umgehen. Kristisch wird es jedoch bei der Chiparchitektur. Entweder man bleibt bei der aktuellen und büsst dabei Geschwindigkeit ein, oder man entwickelt eine neue. Dies dürfte sich aber als schwierig erweisen und würde Jahre in Anspruch nehmen.

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