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1 Bitcoin soll in fünf Jahren (unglaubliche) 100'000 Dollar Wert sein 

Goldgräberstimmung, bis die Blase platzt? Nun hat ein Harvard-Mann das Mooresche Gesetz für eine gewagte Prognose ins Spiel gebracht.

16.08.17, 06:25 16.08.17, 16:02


Bitcoin klettert von Rekord zu Rekord. Am Sonntag stieg der Wert auf diversen Handelsplattformen erstmals über 4000 Dollar. Seit Jahresbeginn habe sich der Kurs der Kryptowährung damit vervierfacht, hielt Spiegel Online fest.

Unter den Anhängern von Bitcoin, Ethereum und Co. herrscht Goldgräberstimmung – und die Euphorie wird weiter beflügelt. Etwa durch den Harvard-Wissenschaftler und Analysten Dennis Porto, der voraussagt, der Bitcoin-Kurs werde auf 100'000 Dollar steigen. Und zwar bis 2021.

Wie kommt Porto auf diese Prognose?

Er sieht Parallelen zu Moore's Law. Das ist eine vor allem Informatikern geläufige Faustregel, wonach sich die Zahl der Transistoren in einem Chip von Jahr zu Jahr verdoppelt.

Die von Intel-Mitgründer Gordon Moore 1965 formulierte Gesetzmässigkeit könne auf jede exponentiell wachsende Technologie angewendet werden, sagte Porto zu Business Insider.

Es sei das erste Mal, dass Porto Moores Gesetz auf einen Preis anwenden konnte. Seit es Bitcoin gebe, so Porto, habe die Kryptowährung ihren Preis alle acht Monate verdoppelt.

screenshot: business insider

Die Preisentwicklung der letzten sieben Jahre ist tatsächlich ziemlich beeindruckend, von 6 Cents auf 4000 Dollar ...

Porto, der selber in Bitcoin investiert, sagt jedenfalls eine rosige Zukunft voraus. Der Trend nach oben werde sich fortsetzen, bis die Kryptowährung ein Massenphänomen sei.

«Das bietet Investoren eine einzigartige Möglichkeit: Es ist ziemlich kompliziert, in Chips oder Internet-Geschwindigkeiten zu investieren, aber es ist sehr leicht, Bitcoin zu kaufen.»

Dennis Porto quelle: business insider

Solche Investments bergen beträchtliche Risiken: Eine andere Kryptowährung könnte Bitcoin überflügeln. Kritiker sprechen von einer Spekulationsblase, die unweigerlich platzen werde ...

Schlimmer Stromfresser ...

Der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler und Publizist Werner Vontobel bezeichnet Bitcoin als Schneeballsystem: Wer teilnehme setze darauf, «seine Bitcoins einem noch dümmeren verkaufen zu können». Weil die Kryptowährung auf der Blockchain-Technologie beruhe, verbrauche sie sehr viel Computerkapazität und damit auch elektrische Energie.

«Die Welt braucht keine Währung, die ihre ohnehin knappen Energieressourcen verschlingt.»

Werner Vontobel quelle: cash.ch

Die Frage sei nur, wie das Ganze enden werde: Hinterlassen die Spekulanten der Welt einen neuen Finanzcrash?

Der watson-Wirtschaftsexperte Philipp Löpfe hält jedenfalls fest, dass es «keinen Retter in letzter Instanz» gebe. Und im März berichteten wir über das Ende des mooreschen Gesetzes.

(dsc)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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40
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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • phoenix81 16.08.2017 21:53
    Highlight Wir bewegen uns mit grosser Geschwindigkeit auf eine Gesellschaft wie sie in Star Trek beschrieben wird zu. Digitalwährungen sind der letzte Schritt bevor Wertanlagen abgeschafft werden und "credits" nur noch für alltägliche Transaktionen verwendet werden:
    2 0 Melden
  • Flexon 16.08.2017 11:32
    Highlight Portos Vorhersage für 2021 (BTC = $100K) ist deutlich weniger spektakulär als eine Vorhersage von 2010 (BTC =$0.06), die den Preis 2011 bei BTC $10 sah.

    Ob es so kommt, weiss niemand. Ich halte die aktuellen Entwicklungen für den Anfang eines historischen Paradigmenwechsel, der einen Grossteil der globalen Finanzwirtschaft von analog auf digital portiert. Der gesamte Kryptomarkt inkl. Bitcoin ist in diesem Zusammenhang noch lächerlich klein. Allein der Goldmarkt beträgt ca. das 50-fache des gesamten Kryptomarktes.

    Die Zukunft ist immer spektakulär.
    6 2 Melden
  • who cares? 16.08.2017 08:38
    Highlight Jetzt habe ich mir gedacht, es wäre doch eine gute Idee, sich ein zwei Bitcoins zuzutun. Aber 1 Bitcoin = 3877 CHF :O
    Also wohl eher nicht.
    14 7 Melden
    • amazonas queen 16.08.2017 09:16
      Highlight Dann lege dir z.B 0.001 Bitcoin zu. Kostet nicht mal eine grosse Fiat-CHF-Münze.
      12 2 Melden
    • Gringoooo 16.08.2017 09:27
      Highlight Es müssen nicht ganze sein. Bitcoins lassen sich in Dezimalstellen handeln und gebrauchen (bspw können Sie auch 0.001 BTC kaufen).
      11 1 Melden
    • Tobi23 16.08.2017 10:58
      Highlight Du kannst auch Anteile an einem Bitchoin kaufen, bspw. 50mBtc.
      3 2 Melden
    • who cares? 16.08.2017 11:40
      Highlight Man kommt aber dann nicht auf die (angeblichen) 100'000.- in 5 Jahren ;)
      7 1 Melden
  • Triumvir 16.08.2017 08:03
    Highlight Was für eine lächerliche Prognose. Als ob Bitcoin die einzige Blockchain-Währung wäre. Es wird auch hier früher oder später zu einem Crash kommen. Die Tulpenmanie lässt grüssen...
    22 5 Melden
  • pd90 16.08.2017 08:02
    Highlight Da werden sich wieder viele Kleinanleger (& Investoren) die Finger verbrennen... und danach sagt wieder jeder, er habe nichts vom Risiko gewusst. 😂 Kryptowährungen die nächste Finanzblase?
    22 4 Melden
  • Ökonometriker 16.08.2017 07:57
    Highlight So lange China strenge Kapitalkontrollen hat, sind virtuelle Währungen eine der wenigen Möglichkeiten für die Chinesen, ihre Anlagen vor den Kommunisten zu schützen.
    Kein Wunder ist mehr als die Hälfte des Bitcoin-Netzes in chinesischer Hand.

    Erlaubt China wieder mehr Kapitaltransfer, bricht der Bitcoin-Wert ein. Verstärken sie die Kapitalkontrolle weiter, wird der Wert noch mehr zunehmen.
    Man wettet hier auf die Politik in China. Investoren sind daher gut beraten, das Geschehen in Beijing im Auge zu behalten.
    14 8 Melden
  • Firefly 16.08.2017 07:53
    Highlight Nehmt bitte diese Atomic Blond Werbung raus, die bringt jedes mal meinen Browser zum Absturz!
    11 5 Melden
  • JayCee 16.08.2017 07:39
    Highlight Ich bin wahrscheinlich zu dumm um zu verstehen, wo der Mehrwert in dem Ganzen ist? Es geht hier nur um Angebot und Nachfrage und die 2. ist zurzeit sehr hoch und die Preise gehen in die Höhe. Da aber keine produktive Wirtschaft oder wertgenerierende Aktivität dahintersteht, wird der Preis wieder schön nach unten kommen und viele Leute viel Geld verlieren.
    27 6 Melden
  • ujay 16.08.2017 07:32
    Highlight Aha... der Wert des Bitcoin hat sich alle 8 Monate verdoppelt und wird in 5 Jahren 100'000 USD Wert sein. Herrlich vereinfachte Vorhersage, einfach mal linear hochgerechnet 😂😂😂 Was für ein Harvard-Genie.
    55 4 Melden
    • pd90 16.08.2017 08:03
      Highlight Der will wohl seine eigenen Bitcoins pushen 😂
      25 0 Melden
    • Tilman Fliegel 16.08.2017 09:32
      Highlight Irgendwann werden dann alle Bitcoins mehr Wert sein als die ganze Welt.
      Finde den Fehler.
      5 1 Melden
  • Mone_Crack 16.08.2017 06:53
    Highlight Genau deswegen werden für uns Gamer Grafikkarten immer teurer (Mining). Für alle, die nicht wissen was Mining ist: Oft werden mehrere Grafikkarten auf einem Mainboard zusammen betrieben, um damit Bitcoins zu berechnen. (Vereinfacht gesagt). Zum Glück reagiert der Markt darauf und bringt bereits Grafikkarten ohne Videoanschlüsse raus ^^
    16 16 Melden
    • SilWayne 16.08.2017 08:46
      Highlight Bitcoins lassen sich nicht mehr mit Grafikkarten minen. Zurzeit ist ein "Overhype" auf die neue AMD Vega bzgl. Mining von Ethereum festzustellen.
      4 1 Melden
  • giguu 16.08.2017 06:46
    Highlight Interessanter Artikel. Bitcoins sind ja eine gute Sache, aber das Zeug ist sowas von nicht nachhaltig. Um einen Bitcoin zu erzeugen, werden dermassen viele kWh an Strom verbraucht... Für wen lohnt sich das noch?
    15 12 Melden
    • David Tschan 16.08.2017 07:29
      Highlight Eine auf ein Maximum limitierte Geldmenge einer "Währung", welche mit grossem Aufwand errechnet werde muss und fälschungssicher in einer Blockchain verteilt dokumentiert ist, hat ganz klar diverse Vorteile im Vergleich zu durch zentral kontrollierte und von Zentral- sowie Geschäftsbanken aus dem Nichts schöpfbare Währungen wie beispielsweise USD, EUR oder CHF...
      29 15 Melden
    • Rajasu 16.08.2017 07:50
      Highlight Was denkst du denn in welcher Form dein Geld auf deinem Konto vorhanden ist? Oder hast du alles bar in der Matratze verstaut?
      13 2 Melden
    • Tilman Fliegel 16.08.2017 07:51
      Highlight Und die Transaktionen selber verbrauchen scheinbar auch enorm Energie.
      7 2 Melden
    • Firefly 16.08.2017 07:57
      Highlight Es soll sich auch nicht lohnen, irgendwann ist Schluss und es gibt keine neuen Bitcoins mehr, nur noch deren Wert variiert je nach dem wie viel in Bitcoin gehandelt wird. Das Erzeugen und Drucken von Geld, wie es die Nationalbanken machen, soll nicht möglich sein.
      5 1 Melden
    • Taserface 16.08.2017 08:24
      Highlight Da leg ich mein Geld doch glatt lieber in Gold oder Edelsteinen an. Die sind ja einfach da und verschlingen keine Energie... Mal ganz abgesehen vom Blut.
      14 3 Melden
    • giguu 16.08.2017 09:56
      Highlight Danke für eure pros und contras. interessant zum lesen. ich hab mal 3 tage mit einer gtx 1060 gemint. dabei habe ich ein paar franken strom verbraucht und ca. 0.001 rappen bitcoins erzeugt. war ziemlich enttäuscht 😥
      5 0 Melden
    • Firefly 16.08.2017 11:41
      Highlight @giguu:
      Der Zug fürs Minen ist abgefahren, ausser du hast ne Serverfarm und ein kleines Atomkraftwerk. Aber das ist auch so vorgesehen. Tausch dir ein paar Franken in Coins und wart mal ab.

      Reich wirst du nicht werden, wenn du nicht viel Geld hast, das du auch riskieren kannst zu verlieren.
      3 0 Melden
    • giguu 16.08.2017 14:11
      Highlight @Firefly: ist auch meine Erkenntnis. Ich hab danach auch die USB Asic miners angeschaut. Die brauchen weniger Strom, aber für 1 Rappen braucht man Jahre 😂
      1 0 Melden

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