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Forscher sagt, das Gift seines Konzerns sei voll easy. Dann bietet der TV-Reporter ihm ein Glas an



Sie versprechen, dass weniger Pestizide eingesetzt würden. Sie versprechen, dass die Ernte höher ausfalle. Und sie versprechen, dass genmanipulierte Pflanzen eines schönen Tages den Hunger von der Weltkarte tilgen würden. Doch wer diesen Argumenten glaubt, müsste sich konsequenterweise auch wundern, warum der Weihnachtsmann all jenen hungernden Menschen in Afrika noch nicht geholfen hat ... 

In Tat und Wahrheit ist genverändertes Saatgut eine Geissel für die meisten Bauern, die es benutzen. Die daraus hervorgehende Pflanze wurde in der Regel gegen ein Gift resistent gemacht, das von derselben Firma kommt. Die Bauern besprühen ihre Felder grosszügig mit dem entsprechenden Gift, das alles ausser ihre Feldfrucht tötet. Das böse Erwachen kommt später, wenn nach der Pflanze auch Schädlinge eine Resistenz gegen das Pestizid entwickeln. Der Ertrag sinkt dann, während die Farmer deutlich mehr Gift in die Hand nehmen, um den Rest der Ernte zu sichern.

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Hintergrundinfos zum künstlich veränderten Saatgut lieferte 2014 die ARD-Dokumentation «Die Propagandaschlacht um die Gentechnik». Sie thematisiert auch die signifikant gestiegene Zahl der Krebserkrankungen und Missgeburten in Ländern, die dieses Saatgut einsetzen. Dauer: 28 Minuten. video: youtube/ard

Es ist ungefährlich. Aber trinken? Bin doch nicht blöd!

Wie es um die Ehrlichkeit der Konzerne bestellt ist, die in diesem Bereich tätig sind, verdeutlicht nun ein nur 45 Sekunden langer Clip. Der französische Sender «Canal+» interviewt Dr. Patrick Moore, der für «Ecosense Environmental» arbeitet. Der Name hört sich toll an, doch hinter der Firma steckt der Biotechnologie-Konzern «Monsanto». Der Reporter spricht den Wissenschaftler auf die Zahl von Krebserkrankungen an, die in grossen Anbaugebieten in Ländern wie Brasilien und Argentinien explodiert ist. 

Moore behauptet, das Produkt Glyphosat sei völlig harmlos, man könne es sogar trinken. Und zwar bedenkenlos. Der Journalist sagt, man habe zufällig etwas von dem Zeug da. Ob er es nicht trinken wolle?

Moore: «Nein. Ich bin doch nicht blöd.»

Canal+: «Also ist es doch gefährlich?»

Moore: «Nein, Leute versuchen oft, damit Selbstmord zu begehen und scheitern regelmässig.»

Canal+: «Sagen Sie die Wahrheit! Es ist gefährlich.»

Moore: «Es ist nicht gefährlich für Menschen.»

Canal+: «Sie sind also bereit, ein Glas zu trinken?»

Es ist der Moment, in dem der Wissenschaftler das Interview abbricht – nachdem er den Journalisten beschimpft hat. 

Vielleicht bestätigt er am Ende aber auch nur eine alte Bauernweisheit: Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln. 

1.Wo wird weltweit das meiste Gemüse produziert?
indien landesflagge
Indien
Brasilien
Brasilien
Landesflaggen: Russische Flagge
Russland
China
China
2.Und wie sieht es mit der Selbstversorgung in Sachen Gemüse in der Schweiz aus?
THEMENBILD --- Polnische Gastarbeiter von  ernten auf einem Feld im Seeland bei Kerzers am 21. Mai 2014 biologisch angebauter Salat. Der Nationalrat hat am Dienstag, 25. November 2014 die Beratung des Budgets 2015 in Angriff genommen. Umstritten sind insbesondere die vom Bundesrat vorgeschlagenen Sparmassnahmen bei der Landwirtschaft sowie Kürzungen bei der Entwicklungshilfe. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
1 Viertel Eigenproduktion, 3 Viertel importiertes Gemüse
1 Drittel Eigenproduktion, 2 Drittel importiertes Gemüse
1 Hälfte Eigenproduktion, 1 Hälfte importiertes Gemüse
3 Viertel Eigenproduktion, 1 Viertel importiertes Gemüse
3.Du möchtest gerne Bohnen kaufen und dabei die Umwelt schonen. Keine schlechte Idee. Doch welche der folgenden vier Formen belastet unsere Umwelt am wenigsten?
Bohnen stehen am Freitag, 17. Aug. 2007, auf einem oekologisch bewirtschafteten Feld bei Wurzen in Sachsen. Das Gemuese wird in der Firma Frosta in Lommatzsch zu Bio-Tiefkuehlprodukten weiterverarbeitet. Die Produkte werden groesstenteils von Feldern in einem Umkreis von 15 Kilometern zum Werk geerntet. (AP Photo/Matthias Rietschel) --String beans are photographed Friday Aug. 17, 2007 on a field in Wurzen, eastern Germany, where they are grown in organic agriculture. (AP Photo/Matthias Rietschel)
AP
Gedörrte Bohnen aus China
Tiefgekühlte Bohnen aus der Schweiz
Frische Bohnen aus Spanien
Bohnen aus einem geheizten Treibhaus in der Schweiz
4.Mandarinen und Orangen sind - wenn sie gepflückt werden - häufig noch grün. Landen sie bei uns im Laden, sind sie orange. Was ist in der Zwischenzeit passiert?
mandarinen
shutterstock
Die Früchte werden unreif gepflückt und reifen auf dem Weg zu uns nach.
Erst wenn die Früchte nach der Ernte einmal schockgefroren und anschliessend wieder aufgetaut werden, entwickeln sie ihren intensiven Geschmack und ihr schönes Orange.
Die Früchte ändern ihre Farbe, weil sie in der Zwischenzeit für einige Zeit im Dunkeln gelagert werden.
Die noch grünen - aber bereits reifen - Früchte werden in einem Ausfärberaum behandelt, damit alle schön gleichmässig orange sind.
5.Neben dem Ausfärben werden bei Zitrusfrüchten und auch bei anderem Obst noch weitere Nachbehandlungen vorgenommen. Beispielsweise werden manche mit einer Wachsschicht überzogen. Was ist das absurde daran?
früchte wachs
shutterstock
Die Frucht produziert selber einen Wachs, der jedoch abgewaschen wird, bevor ein künstlicher aufgetragen wird.
Der Wachs lässt das Obst zwar glänzen, sorgt aber auch dafür, dass es schneller fault.
Der Wachs entzieht den Früchten Wasser, sodass sie schneller vertrocknen.
Der Wachs soll das Obst länger haltbar machen, löst sich jedoch spätestens nach zwei Tagen auf.
6.In was für einer Anlage wird heutzutage in Zürich gefeiert und getanzt?
Tomatoes are seen growing in a green house in Ried near Kerzers, Western Switzerland, Mai 21, 2014. The tomatoes are grown in soilless culture.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)   Toamten wachsen am 21. Mai 2014 in einem Gewaechshaus in Ried bei Kerzers. Im Gewaechshaus von Gutknecht-Gemuese werden Toamten bodenunabhaengig, Hors Sol auf der Grundlage einer erdlosen Substratkultur, angebaut. Das Gemuese wird in erdfreiem Material aus Kokosfasern unter genau definierter Naehrstoff- und Wasserversorgung produziert. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
In einem ehemaligen Tomaten-Gewächshaus
Fair Trade-Bananen von Max Havelaar, aufgenommen im Coop Suedpark in Basel am 03. April 2013. Die Coop-Filiale im Suedpark wurde im Juni 2011 eroeffnet. (KEYSTONE/Christian Beutler)
KEYSTONE
In einer ehemaligen Bananen-Reiferei
epa04487644 (01/13) Children press grapes to produce wine in the old traditional way in a winery, in Attica prefecture, 60km north of Athens, Greece, 08 October 2014. The Greeks learned the cultivation and production of wine from the Egyptians and Phoenicians and later developed a trading network in all countries of the Mediterranean where wine was exchanged among others items for cereals and gold from Egypt, copper from Syria, ivory from Africa. In ancient Greece the ships transporting Greek wines were also transferring the Greek culture; nowadays, the Greek wine can help to promote and showcase the Greek brand name.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU  PLEASE REFER TO ADVISORY NOTICE (epa04487643) FOR FULL FEATURE TEXT
EPA
In einer ehemaligen Trauben-Pressanlage
orangen
shutterstock
In einer ehemaligen Orangen-Spritzerei
7.In manchen Bananen-Reifereien kommt Ethylen-Gas zum Einsatz. Wozu?
Organic bananas hang from a round stand, pictured on March 5, 2013, at the Migros branch in Baden, Switzerland. Migros is Switzerland's the largest retail company. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Bio-Bananen haengen am Staender, aufgenommen am 5. Maerz 2013 in der Migros-Filiale in Baden. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
Es «weckt» die Bananen auf, damit sie ihren Reifeprozess starten.
Es sorgt dafür, dass die Bananen nicht zu schnell reifen.
Es sorgt dafür, dass die Bananen ein kräftigeres Gelb bekommen.
Es sorgt dafür, dass die Bananen nicht austrocknen.
8.Wie sieht‘s eigentlich mit gentechnisch manipulierten Lebensmitteln in der Schweiz aus: Werden uns solche aufgetischt?
Maiskolben liegen am Freitag, 25. Jan. 2008, auf der Gruenen Woche 2008 in Berlin an einem Stand. Auf der internationalen Leistungsschau praesentieren 1.610 Aussteller aus 52 Laendern bis zum 27. Januar ihre Produkte aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernaehrung und Gartenbau. (AP Photo/Michael Sohn) --- Corn cobs are seen at a stand at the agricultural fair 'International Green Week 2008' in Berlin, Germany, Friday, Jan. 25, 2008. (AP Photo/Michael Sohn)
AP
Ja, zahlreiche solcher Lebensmittel werden hier her importiert und auch angebaut.
Ja, es gibt genau vier solcher Lebensmittelsorten, die hier her importiert werden. Der Anbau ist jedoch verboten.
Ja, es werden einzelne solcher Lebensmittel in der Schweiz angebaut. Der Import ist jedoch verboten.
Nein, weder Import noch Anbau sind erlaubt.
9.Die absoluten Meister in Sachen Gen-Manipulation sind Argentinien, Paraguay und die USA. Betrachtet man den gesamten Ackerbau der Vereinigten Staaten: Wie hoch ist der Anteil, der mit gentechnisch veränderter Saat beackert ist?
A farmer dumps corn in a grain trailer as he harvests a field, Monday, Oct. 7, 2013, near Clear Lake, Iowa.  Farmers and livestock producers use the reports put out by the National Agriculture Statistics Service to make decisions — such as how to price crops, which commodities to grow and when to sell them — as well as track cattle auction prices.  Not only has the NASS stopped putting out new reports about demand and supply, exports and prices, but all websites with past information have been taken down.  (AP Photo/Charlie Neibergall)
AP
Rund 10 Prozent
Rund 20 Prozent
Rund 30 Prozent
Rund 40 Prozent
10.Die Schweizer Firma Syngenta ist weltweit einer der grössten Konzerne im Agrargeschäft, produziert werden Pflanzenschutzmittel und Saatgut. Welche der folgenden vier Aussagen trifft NICHT zu?
Hauptsitz der Syngenta in Basel, fotografiert am Montag, 24. November 2014. Syngenta hat ein Massnahmenpaket zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz
KEYSTONE
Das Unternehmen engagiert sich aktiv im Gebiet der Gentechnik.
Das Unternehmen soll durch den Verkauf eines bestimmten Pflanzenschutzmittels vergiftungs- und Todesfälle von Landarbeitern in Kauf genommen haben.
Der Konzern wurde im Jahr 2012 für den Public Eye Award nominiert.
Das Unternehmen geniesst in- und ausserhalb der Branche einen besonders guten Ruf.

(phi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • blueberry muffin 31.03.2015 02:02
    Highlight Highlight Die Gefährlichkeit des Giftes kommt auf die Konzentration an. Manchmal fragt man sich schon wie Reporter es durchs Studium geschafft haben.

    Wenn ihr die Wissenschaft schon kritisiert, hört wenigstens auf Computer und Smartphones zu verwenden und baut euch eine Holzhütte im Wald.
    • Kastigator 31.03.2015 10:27
      Highlight Highlight Du verwechselst da einiges, keiner kritisiert die Wissenschaft per se. Man übt aber zu Recht Kritik daran, wie die Ergebnisse der Forschung von den Konzernen umgesetzt werden - und letztendlich auch daran, dass - aufgrund der kaputtgesparten öffentlichen Kassen - ebendiese Konzerne mit ihren Sponsoringgeldern immer mehr die Agenda der universitären Forschung diktieren. Oder ist das dir tatsächlich schon zu viel - bist zu naiv? Wissenschaft setzt im Fall einen kritischen Geist voraus - vielleicht solltest also eher du dich um eine Holzhütte bemühen. Und wir bleiben kritisch, wie es sich gehört.
    • Nick Name 31.03.2015 10:59
      Highlight Highlight 1. Woher wissen Sie, dass der "Reporter" studiert hat?
      2. Weiss er das mit der Konzentration vermutlich auch - zumindest hat er nichts Gegenteiliges behauptet.
      3. Ja, genau. Wenn kein Mensch die Wissenschaft kritisch anschauen würde, wäre die Menschheit noch viel weiter als jetzt. (Oder ist Kritik vilechöppe sogar Teil der Wissenschaft?)
  • manhunt 30.03.2015 22:25
    Highlight Highlight bevor man hier voreilig schlüsse zieht, sollte man sich einmal mit der geschäftspolitik des mutterkonzerns monsanto auseinandersetzen. darüber wird meines erachtens viel zu wenig berichtet. gentechnik per se zu verteufeln ist sicherlich unangebracht. es darf aber auf keinen fall ausser acht gelassen werden, welche möglichkeiten für produzenten solcher produkte bestehen, abnehmer wie auch deren anreiner, in eine schädliche abhängigkeit zu treiben.
    • Dewar 30.03.2015 23:10
      Highlight Highlight Ganz meine Meinung! Wie mit allen neuen Technologien ist die Frage wie man mit dem Wissen umgeht: Ob man es benutzt, um etwas Gemeinnütziges zu erschaffen oder ob man damit nur die Profitgier einiger weniger stillt. Eine kritische Einstellung finde ich nicht per se schlecht, solange sie differenziert und fundiert begründet wird. Einige Einschränkungen sollte es natürlich geben, so finde ich beispielsweise, dass es auch in Zukunft verboten gehört, z.B. die Augenfarbe, Hautfarbe etc. von Babies gentechnisch zu beeinflussen.
  • Sloth 30.03.2015 18:54
    Highlight Highlight Die Wirkung von Glyphosat auf Nichtzielorganismen wurde umfangreich untersucht, unter anderem durch die EPA, die WHO, die EU. Es gobt unzählige Unabhängig Publikationen die dies bestätigen. Jeder der hier eine Verschwörung sieht sollte vielleicht mal den Hut aus Aluminiumfolie ausziehen und sich richtig bilden.

    Geringe Toxizität und "angehnem zu trinek" sond zwei unterschiedliche Sachen. Der Stoff weisst einen LD50 Wert in der Grössenordnung von Kochsalz auf. Will man deshalb einen Löffel Kochsalz essen? Die Interviewer hätten sich mal was zu journalistischer Qualität überlegen sollen, bevor sie den unebgründeten Hass gegen alles Chemische für ihre Quoten ausnutzen.
    • Fabian Schmid (3) 30.03.2015 20:08
      Highlight Highlight "Alles Chemische" und "Aluhut"? Das sind doch mal die richtigen Argumente um Meinung zu machen.
      Und der "unbegründete Hass" kommt von... was, der WHO? Sowas aber auch.
      WHO Einstufung als krebserregend: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18709-2015-03-26.html
      Autismusrisiko um 2/3 höher:
      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17694-2014-06-23.html
    • Bowell 30.03.2015 20:41
      Highlight Highlight @ sloth: stimme auf ganzer Linie zu!
      Aber ich frage mich auch grundsätzlich, warum keiner anderen Technologie mit derselben unbegründeten Skepsis entgegen getreten wird/wurde, wie der Gentechnik. Wem haben wir das zu Verdanken? Gruppierungen wie Greenpeace, die kritisieren, dass gentechnisch veränderte Pflanzen zu wenig erforscht sind um dann im gleichen Atemzug Versuchsfelder zu zerstören.
    • Dewar 30.03.2015 20:48
      Highlight Highlight Glyphosat ist strukturell ähnlich wie einige Biomoleküle (deswegen auch die Toxizität) und hat eine terminale Phosphatgruppe. Solche Eigenschaften sind für die negativen Auswirkungen der meisten karzinogenen Stoffe verantwortlich, weswegen die Vermutung bei Glyphosat naheliegt.
      Fabian Schmid: In Ihrem Artikel wird aber auch erwähnt, dass die Meinungen unter Experten gespalten und die Studien teils widersprüchlich sind und die Überschrift ist als Frage formuliert. Ich finde den Artikel gut und differenziert geschrieben, aber er macht keine eindeutige Aussage über die Karzinogenität.
  • Dewar 30.03.2015 17:30
    Highlight Highlight Auch ein häufiges Problem bei Gentech-Pflanzen: Sie sind oft nur beschränkt fortpflanzungsfähig, mit dem Resultat dass ein Bauer von der Herstellerfirma abhängig wird und jährlich für viel Geld neues Saatgut kaufen muss. Gerade in Entwicklungsländern ist das ein grosses Problem, wenn den Bauern zuvor das Blaue vom Himmel versprochen wurde. Aber: Ich möchte trotzdem eine Lanze für Gentech brechen. Das Ganze wird zwar aus guten Gründen kritisch betrachtet, aber wenn verantwortungsbewusst damit umgegangen würde, wäre es tatsächlich eine Chance, die Landwirtschaft im positiven zu beeinflussen.
    • Alnothur 30.03.2015 18:37
      Highlight Highlight "Auch ein häufiges Problem bei Gentech-Pflanzen: Sie sind oft nur beschränkt fortpflanzungsfähig" das hat nichts damit zu tun, dass sie gentechnisch verändert sind, sondern damit, dass die Pflanzen absichtlich vom verkaufenden Konzern unfruchtbar gemacht werden.
    • Dewar 30.03.2015 20:19
      Highlight Highlight Ja, ich dachte das hätte ich in meinem Kommentar impliziert, indem ich die Abhängigkeit der Bauern erwähnte. Bei genetischer Veränderung kontrolliert man, welche Bereich des Erbguts angepeilt wird.
  • Angelika 30.03.2015 17:17
    Highlight Highlight Monsanto war mir schon immer suspekt. Nur schon, dass die auch Saatgut "gratis" abgeben, das dann gewachsen samenlos ist und die Bauern also abhängig werden, weil sie selbst kein Saatgut mehr produzieren. (Quelle: We feed the world, Dokfilm)
    Sonst bin ich eigentlich nicht dagegen dass z.B. der genamanipulierte Golden Rice mal in grösserem Rahmen angebaut wird, der ist nämlich wirklich eine gute Sache (mehr Vitamin A drin, damit die Menschen, die sich hauptsächlich von Reis ernähren, keinen Mangel mehr haben).
  • Bowell 30.03.2015 16:13
    Highlight Highlight Ich finde genmanipulierte Pflanzen und Tiere sowieso suspekt. Da hats DNA drin, sowas ess' ich doch nicht! [ironie off]

Jetzt wird das Laborfleisch dem Bundesrat aufgetischt

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Fleisch essen, ohne dass ein Tier dafür gelitten hat? Das könnte in Zukunft möglich sein – mithilfe von Laborfleisch. Dazu entnehmen Forscher Rindern, Enten oder Hühnern Stammzellen. Aus den Zellen wird in einer Nährlösung künstliches Muskel- und Fleischgewerbe gezüchtet. Nach vier bis sechs Wochen kann das künstliche Fleisch «geerntet» werden. 

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