Euro
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05202796 Copies of Britain's 'The Sun' newspapers are sold at a store in London, Britain, 09 March 2016. The Sun newspaper has published a story indicating that Britain's Queen Elizabeth II was backing for a Brexit on its front page on 09 March. Buckingham palace has stated that the Queen is 'politically neutral' over the EU referendum which is scheduled to be held in Britain on 23 June 2016.  EPA/ANDY RAIN

Stellt sich gegen einen Austritt Grossbritanniens aus der EU: die Queen.
Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Referendum über EU-Verbleib: Die heisse Phase der Brexit-Abstimmung beginnt

Die britische Wahlkommission startet ihre Grosskampagne für das Brexit-Referendum: 28 Millionen britische Haushalte sind adressiert. Und die Gegner und Befürworter überbieten sich an schrillen Warnungen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Noch rund 40 Tage, dann steht das wohl wichtigste Referendum Europas der vergangenen Jahre an: die Entscheidung über den Verbleib oder das Ausscheiden Grossbritanniens aus der EU. Was bisher darüber gesagt oder geschrieben wurde, ist Kleinkram im Vergleich zu dem, was nun kommt: Die zuständige Wahlkommission macht mit dem Start ihrer riesigen Kampagne und Wählerregistrierung den Anfang für die heisse Phase der Brexit-Abstimmung. Mit 2,4 Millionen Pfund handelt es sich dem «Guardian» zufolge um die bisher teuerste Kampagne.

28 Millionen Haushalte sollen demnach ab dieser Woche mit einem grossen Werbespot, Plakaten und Broschüren adressiert und dazu aufgefordert werden, sich für das Referendum zu registrieren. «Das ist ein historisches Ereignis und wir wollen alle dabeihaben», zitiert die britische Zeitung Wahlkommissions-Chef Alex Robertson. Den Angaben zufolge sind derzeit 7,5 Millionen Menschen in Grossbritannien nicht für die Entscheidung registriert.

Der britische Premier David Cameron machte drastisch deutlich, was ein Austritt für das Land bedeuten könnte. Er warnte bei einer Veranstaltung in seinem Heimatwahlkreis in Whitney nahe Oxford vor den «furchtbaren» wirtschaftlichen Folgen, die bereits vom Internationalen Währungsfonds, der Industrieländerorganisation OECD, der Bank of England, der London School of Economics und so weiter und so fort aufgeführt worden sind. «Wenn wir am 23. Juni für den Brexit stimmen, stimmen wir für eine mögliche Rezession, und das ist, was unsere Wirtschaft am wenigsten brauchen kann», sagte Cameron.

Britische Gewerkschafter: Brexit gefährdet vier Millionen Jobs

Der Chef der konservativen Tories klingt dabei ähnlich wie die sonst von ihm eher ungeliebten Arbeitnehmerlobbyisten. So warnt der britische Gewerkschaftsbund TUC (Trades Union Congress) für den Fall eines Brexits: «Vier Millionen Jobs sind in Gefahr», sagte Owen Tudor, Leiter der Abteilung für europäische Angelegenheiten beim TUC. Es handle sich vor allem um Jobs in der Exportwirtschaft, zum Beispiel in der Auto- und Chemiebranche.

Und weiter: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Preise für britische Exportprodukte im Falle eines EU-Austritts steigen werden», sagte Tudor. Wie viele Jobs dann genau verloren gehen würden, hänge sehr stark davon ab, wie ein Handelsabkommen zwischen Grossbritannien und den verbliebenen EU-Staaten aussähe.

Weitere Jobs seien zudem in Gefahr, weil der Wirtschaftsstandort Grossbritannien durch den Verlust des Zugangs zum EU-Binnenmarkt an Attraktivität verlieren würde. «Wir gehen davon aus, dass die Investitionen aus Drittstaaten sinken werden», sagte Tudor. Die Folge könne ein Abwärtsstrudel sein, der weitere Jobs kostet.

Johnson gilt für glaubwürdiger als Cameron

So einig sich der Tory-Chef und Gewerkschaften sein mögen, innerhalb der konservativen Partei ist der Spalt denkbar gross. So äusserte sich Londons Ex-Bürgermeister und Camerons Parteifreund Boris Johnsonim «Sunday Telegraph» abfällig über die EU. Er warf der Europäischen Union vor, einen europäischen Superstaat anzustreben und denselben Weg wie Adolf Hitler und Napoleon zu verfolgen. Die EU sei zum Scheitern verurteilt, sagte Johnson. «Napoleon, Hitler, diverse Leute haben das versucht, und es endet tragisch.»

Knapp sechs Wochen vor der Volksabstimmung ist die Meinung der Briten Umfragen zufolge gespalten. Einer am Samstagabend veröffentlichten Erhebung zufolge glauben aber zweimal so viele Befragte, dass eher Johnson die Wahrheit über die EU sagt als Cameron.

yes/dpa

Das könnte dich auch interessieren:

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel

Hitzewarnung der höchsten Stufe ++ So bereitet sich die Armee auf die Hitze vor

Link zum Artikel

Das gab's noch nie: Schweizer Mathe-Genie startet als 15-Jähriger mit Master-Studium

Link zum Artikel

Fans raten GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger zu grösseren Brüsten – aber ihr Konter sitzt

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Hitzewarnung der höchsten Stufe

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Luzern ruft Klimanotstand aus

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Eurokrise und kein Ende

Wer ist der kranke Mann Europas? Nicht Italien, auch nicht Frankreich – und nein, auch nicht Deutschland!

Ein Tipp: Der Weihnachtsmann stammt aus dem gesuchten Land.

In der Eurokrise spielte bisher das Team Norden gegen das Team Süden. Die Rollenverteilung war dabei klar: Die Südländer sind die «faulen» Defizitsünder, denen man mit Strukturreformen den Tarif durchgeben muss. Die Nordländer hingegen sind die sparsamen und die fleissigen, die den Süden durchfüttern müssen. Um das zu ändern, wurde gar vorgeschlagen, die Einheitswährung in einen Nord- und einen Südeuro aufzuteilen. 

Die Finnen kämpften daher an vorderster Front gegen die angeblich trügen …

Artikel lesen
Link zum Artikel