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Wenn das nicht eine grossartige Hommage an Conchita Wurst ist! David LaChapelles Plakat für den Wiener Life Ball am letzten Wochenende. Bild: via lifeball.org/ David LaChapelle

Was soll die Zensur der sozialen Medien?

50 Shades of Scham: Keine Demokratie ist prüder als Amerika. Und Facebook macht uns alle zu Amerikanern  



Wissen Sie eigentlich, was Sie tun? Wenn Sie zum Beispiel auf Facebook sind im guten Gefühl, zur Masse der durchglobalisierten, sozial kompetenten Kommunikationsspezialisten zu gehören? Oder wenn Sie denken, dass der Informationsfluss der sozialen Medien vertauenswürdiger sei als anderswo? Wenn Sie schon längst die herkömmliche Presse aufgegeben haben zugunsten eines scheinbar frei fliessenden News-Flusses? Oder wenn endlich der Tag gekommen ist und Apple Ihre neue Spitzen-App zu Ende kontrolliert und ebenfalls für Spitze befunden hat? Wissen Sie es? Nein? 

Sie sind dann zwar alles, wofür sie sich halten – frei, sozial, globalisiert, informiert, akzeptiert – aber nur in einem ganz bestimmten Rahmen. In einem amerikanischen nämlich. Google, Apple, Facebook, Twitter, alle kommen aus Amerika, unser ganzer digitaler Alltag ist amerikanisch, es ist der pure Kulturimperialismus, dem wir uns begeistert unterwerfen. Haben wir das nötig? Ja. Denn wir haben keine andere Wahl.

SM steht für Social Media und Sado-Maso

Auch wir von watson brauchen Facebook und Twitter dringend als Vertriebskanäle, Sie kennen das. Wir müssen uns dabei zusammenreissen. Als unser Redaktor Philipp Meier einmal ein Bild von einem Penis und von einem VW-Käfer, dessen Motorhaube mit einem weiblichen Geschlechtsteil bemalt war, postete, sperrte Facebook sein Konto für immer. Hätte er nur den Link gepostet statt des Bildes, wäre nichts passiert. 

Denn Facebook hat zwar überall Augen, kann aber zum Glück nicht lesen. Sonst würde es zum Beispiel auch das Konto des grossartigen österreichischen Schriftstellers Clemens Setz sperren, der für seine Recherchen in den schwärzesten Tiefen unterhalb des gemeinhin zugänglichen Netzes bekannt ist und darüber auch in vielen unabhängig gebliebenen, klassischen Medien wie etwa der «Zeit» schreibt. Es gibt diese Dinge, also reden wir doch darüber! Das grosse SM, das sich erst seit einigen Jahren auch als Kürzel für Social Media lesen lässt, kehrt über Verteiler wie Setz ganz schnell und ungeniert zu seiner ursprünglichen Bedeutung zurück. Und dorthin, wo nun mal einfach der Nährboden neuer Medien ist.

Ein für Amerika verboten heisses Plakat: Heidi Klum als Dominatrix nackter Nähsklaven. Bild: Lifetime

Die Rede ist hier nicht von den Klassikern der Elektro-Szene, also von Radio und Fernsehen, aber von medialen Verbreitungsmöglichkeiten wie VHS, DVD und Internet. Deren stabile Geschäftsbasis war immer schon die Pornografie, die halbwegs anständige, wo Löhne bezahlt werden und Gesundheitskontrollen stattfinden, aber auch die kriminelle, die Snuff-Movies, die Kinderpornos. Natürlich ist es vollkommen richtig, Kinder- und Gewaltpornografie im Internet zu verfolgen. Aber man kann dem mündigen Menschen nicht die kosten- und grenzenlose Freiheit und Selbstverwirklichung versprechen, und dann die Geissel der amerikanischen Prüderie schwingen.

**ADVANCE FOR WEEKEND FEB. 24-25** Facebook.com's mastermind, Mark Zuckerberg smiles at his office in Palo Alto, Calif., Monday, Feb. 5, 2007.  He is sitting on a potential gold mine that could make him the next Silicon Valley whiz kid to strike it rich. But the 22-year-old founder of the Internet's second largest social-networking site also could turn into the next poster boy for missed opportunities if he waits too long to cash in on Facebook Inc., which is expected to generate revenue of more than $100 million this year. The bright outlook is one reason Zuckerberg felt justified spurning several takeover bids last year, including a $1 billion offer from Yahoo Inc. (AP Photo/Paul Sakuma)

Marc Zuckerberg 22-jährig, 2007. Bild: AP

Nun lässt sich Marc Zuckerbergs Facebook schönreden und verherrlichen und zum Hilfswerk für politische Krisenlagen zurecht stilisieren. Aber rein zufälligerweise werden soziale Medien wie Twitter oder Facebook immer in politischen Systemen wichtig, die der amerikanischen Aussenpolitik zuwider sind. Zweitens wurde Facebook einst von Zuckerberg als Abrechnung mit den Mädchen gegründet, die ihn alle nicht wollten, als Entfesselung seiner Rachegelüste, als Befreiung einer Macker-Seele im Körper eines Nerds.

Europa, der kranke Kontinent

Je reicher Zuckerberg wurde, desto mehr krebste er zurück. Desto mehr wurde aus dem Netz-Anarchisten ein Mainstream-König. 1,28 Milliarden Menschen sind heute auf Facebook, erst 255 Millionen auf Twitter. Das «F» von Facebook steht schon lange nicht mehr für frei. Auf Twitter dürfen die Menschen momentan noch so nackt herumspazieren, wie ihnen die Schamgrenzen gerade gewachsen sind. Doch es bleibt abzuwarten, ob der kleine blaue Vogel in ein paar Jahren auch noch so unbeschwert vor sich hin zwitschern wird. 

Auch Instagram gehört Facebook, zusammen machen die beiden etwa 55 Prozent aller Fotosharing-Seiten aus, es geht also um einen Marktmehrheitsanteil. Und die amerikanische Mehrheit ist prüde. Also sexprüde, nicht gewaltprüde. Gewalt darf überall gezeigt werden: In den normalen Medien, den sozialen Medien, es dürfen erschossene, gesteinigte, zerquetschte Menschen gezeigt werden, jedenfalls, so lange ihre Innereien nicht zu sehen sind, die Innereien berühren offenbar wieder so einen seltsamen Intimbereich, der von uns aus nur schwer nachvollziehbar ist. 

Bild

Europa war ja von Amerika aus gesehen schon immer der physisch wie moralisch kranke Kontinent. Da gibt es alles, was es in Amerika in anonymen Therapiegruppen und in der Rehab zu kurieren gilt: Sexsucht, Alkoholismus, ungebremstes Karnivoren- und Kalorienvertilgertum, Zigarettenabhängigkeit. Wahrscheinlich ist die einzige Sucht, die Amerika von sich aus zugeben würde, die Tablettensucht, aber dabei handelt es sich ja schliesslich nicht in erster Linie um eine genusssüchtige Entgleisung, sondern bloss um eine leicht entgleiste medizinische Massnahme. Dass nun Facebook alle Brustwarzen, Penisse und Vaginalzonen mit einem Bann belegt und dass wiederum zeigefreudige Prominente wie die Bruce-Willis-Tochter Scout und Rihanna auf dem Facebook-Konkurrenten Twitter dagegen protestieren, ist bloss amerikanisch konsequent.

Die Zeichensprache des Anstosses

Auch ein Plakat wie das vom Wiener Life Ball vom letzten Mai-Wochenende, das einen Hermaphroditen in der kulturhistorisch etablierten Umgebung von Hieronymus Boschs Triptychon «Garten der Lüste» zeigt, dürfte in Amerika keineswegs in den Strassen hängen. Im letzten Sommer wurde dort eine nur halb so explizite Plakatwerbung für Heidi Klums «Project Runway» verboten. Und eine Galerie in Atlanta musste in einer Ausstellung von nackten Trans-Menschen die Geschlechtsteile mit schwarzem Papier überkleben. Nacktorgien im amerikanischen Bezahlfernsehen, in Serien wie «Game of Thrones» oder «Masters of Sex», sind omnipräsent und gehören zu den primären Verkaufsmerkmalen, aber in der frei zugänglichen Öffentlichkeit haben sie nichts zu suchen.

Dieses Video war noch nie ein Problem

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video:youtube/mileycyrusvevo

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Dieses Bild war das Ende von Rihannas Instagram-Account. bild: lui

Aber wieso durfte eigentlich Miley Cyrus nackt auf ihrer Abrissbirne rumreiten, während Rihannas Bilder für das französische Männermagazin «Lui» dazu führten, dass ihr Instagram-Account gelöscht wurde? Die Antwort ist ebenso einfach wie doof: Weil bei Miley keine sogenannt primären Geschlechtsmerkmale zu sehen waren, während uns Rihanna direkt mit ihren Brustwarzen ins Gesicht blickte. Was sich auf dem Kunst-Körper des Wiener Hermaphroditen, der zuerst noch eine Frau ist, so schön zeigt, quasi die beiden Punkte und der kleinere oder grössere Strich, das ist für Facebook und Instagram die definitionsmächtige Zeichensprache des äussersten Anstosses. Das «rien ne va» plus in einem Reich des «anything goes».

Brauchen wir das? Die verklemmte Halb-Selbst-Zensur einer Miley Cyrus? Die Verdrängung von Sexualität ins Darknet und die kleinteiligen Bereiche bezahlter TV-Sender – was sind schon 90 Millionen HBO-Abonnenten gegen die 1,28 Milliarden von Facebook? Die Furcht vor klaren, wahren Bildern? Die mediale Stigmatisierung und daraus folgende Skandalisierung der Sexualität? Die unfreiwillige Selbstkontrolle? Natürlich bräuchten wir letztere nicht. Weil wir sie als mündige Netzweltbürger tatsächlich freiwillig ausüben würden. Aber die amerikanischen Super-Unternehmen nehmen uns dies gerne ab. Und nehmen uns dabei nicht ernst. Wollen wir das? Wir haben wohl einfach keine Wahl. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 22.06.2014 10:17
    Highlight Highlight Ich fordere alle dazu auf, eine Internet-Petition einzureichen, gegen diese US-Bigotterie; mir der Forderung nach Einführung von europäischen Regeln!
    Das heisst Einführung eines Familienknopfs (gibt es ja bereits teilweise) und eine freie Entscheidung was die Nutzer asehen oder nicht sehen wollen.
    Und die TOTALE Abschaffung von Zensurfiltern in diesen Social-Medien
    • Alnothur 29.11.2014 23:41
      Highlight Highlight Die Lösung ist doch ganz einfach: Ein anderes Produkt nutzen.
  • Adonis 13.06.2014 11:15
    Highlight Highlight "Kurligi Sache" Auf der einen Strassenseite produzieren die Amis Pornofilme und auf der anderen Strassenseite beten die Quaker... Was ist das für ein Land? Warum findet unsere Jugend alles so "doll" was aus Amerika kommt? !!Achtung!! Ich möchte selbstverständlich ebenfalls nichts von den Russen/Chinesen etc übernommen haben. Hatt unsere Jugend ein Idenditätsproblem?
  • Juice 07.06.2014 16:42
    Highlight Highlight So amerikanisiert können wir gar noch nicht sein, wenn man in Züri am Nachmittag ins Kino muss, um einen Blockbuster auf Englisch zu sehen, weil die lieben Mitmenschen der Sprache nicht Herr und daher auf die synchronisierte Fassung angewiesen sind. Eine sehr ärgerliche Entwicklung.
    • Zappenduster 09.06.2014 09:00
      Highlight Highlight Ist das nicht anders rum? Sag mir einen Blockbuster der zur "Prime-Time" nicht in englisch läuft?! Aber hauptsache zuu cool um eine synchronisierte Fassung zu schauen, gäll......
    • Pano 09.06.2014 16:22
      Highlight Highlight Gehört zwar nicht in diesen Thread, aber ich bin völlig einverstanden! An Zappenduster: Es gibt Leute, die es vorziehen, einen Schauspieler in seiner eigenen, charakteristischen Sprache zu sehen/hören, statt sich die mit schnoddrigen Deutsch übertünchte Version anzutun. (Dies gilt übrigens nicht nur für US Filme, sondern auch für gute F. und I.-Streifen)
  • Severin Bischof 07.06.2014 15:10
    Highlight Highlight Ist ja schon beängstigend...
    Play Icon
  • elivi 07.06.2014 13:15
    Highlight Highlight facebook is eh irgnedwie der platz der internet trolle/ärsche ... hab schon gehört das facebook kunst sperrte weil es zu nackig war ... aber ein bild in dem die vergewaltigung von frauen hochgejubelt wird lassen sie stehen ... (obwohl gemeldet wurde!).
    klar gibts leute die das nicht sehn wollen, allerdings is es technisch möglich ne einstellung zu haben für nippel on/off.
    • Michèle Seiler 07.06.2014 18:27
      Highlight Highlight Ja, dass die so einseitig urteilen, finde ich auch ätzend.

      Und wenn man individuell einstellen kann, ob man sowas sehen kann oder nicht, hätte ich auch nichts dagegen, wenn man die Regeln lockern würde.
  • Michèle Seiler 07.06.2014 12:11
    Highlight Highlight Ich bin ja früh darum, dass es Orte gibt, an denen ich mich bewegen kann, ohne, dass mir Geschlechtsteile oder deren Abbild ins Auge springen.

    Man könnte sich umgekehrt auch fragen, woher dieses Bedürfnis kommt, der Öffentlichkeit den nackten Körper zu präsentieren.

    Mich stört's nur, dass die "Zensur" unverhältnismäßig ist.
    • Michèle Seiler 07.06.2014 13:18
      Highlight Highlight Froh darum, natürlich ... Ich habe keine Ahnung, woher die Tippfehler in meinen Texten kommen.
    • ekriemler 10.11.2014 20:00
      Highlight Highlight Siegmund Freu(n)d?? ggg
    • ekriemler 10.11.2014 20:56
      Highlight Highlight Muss natürlich Sigmund heissen, sorry.
      Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung, die mittlerweile omnipräsente Nacktheit geht mir ebenfalls auf den Geist.
      Vielleicht "ich zeige also bin ich" man will wargenommen werden?
  • The Destiny // Team Telegram 07.06.2014 11:54
    Highlight Highlight Was ich verstehen kann sind heteros und homosexuelle, was ich nicht verstehe ist wie man diese shemales auch noch Lobbyiert ala ist ganz normal. Denn wenn man solche pornografischen Inhalte konsumiert könnte das die sexuelle Ausrichtung Jugendlicher nachhaltig verwirren.
    • Statler 07.06.2014 14:19
      Highlight Highlight Die Begriffe «Normal» (also, der Norm entsprechend) und «Natürlich» (also, in der Natur vorkommend) scheinen gewisse Leute einfach nicht auseinanderhalten zu können.
      Die «Norm» wird von der Gesellschaft, resp. einer Mehrheit derselben definiert. Sie kann aber niemals definieren, was natürlich ist, weil ihr dazu schlicht die Deutungshoheit fehlt.
      «Shemales» a.k.a. «Hermaphroditen» kommen in der Natur vor. Das kann man mögen oder nicht, wegdiskutieren lassen sie sich aber nicht. Dasselbe gilt auch für die Homosexualität.
      Interessanterweise fürchten sich vor allem Leute vor diesen Dingen, die sonst «die Schöpfung» und deren «Schöpfer» für das Tollste überhaupt halten. Man könnte zum Schluss kommen, dass der Konsum von religiösen Schriften die Konsumenten derselbigen nachhaltig verwirrt… ;)
  • Statler 07.06.2014 11:32
    Highlight Highlight Wahrnehmung und Realität klaffen oft weit auseinander. Bei uns sieht man an jeder Ecke «Titten und Ärsche», jedoch scheint mir, dass danach nicht mehr viel geht. Sex gilt - auch bei uns - immer noch als etwas Schmutziges, das man zwar tut, aber möglichst nur unter der Bettdecke. Und dabei ja nicht zu laut sein, sonst bekommt man Ärger mit den Nachbarn (interessanterweise: wenn sich ein Paar bei offenem Fenster lautstark streitet, ruft dies keine Empörung hervor - hört man aber das lustvolle Stöhnen während eines Liebesaktes, ist die Empörung gross).
    In den USA hingegen, ist die Oberfläche zwar «sauber», kratzt man aber an selbiger, geht es ganz schön rund. Es wird geflirtet und gevögelt, dass es dem Durchschnittseuropäer die Schamesröte in's Gesicht treibt. Und das mit einer Selbstverständlichkeit, die man hierzulande vergeblich sucht. Lächelt man in den USA eine Frau an, bekommt man (meistens) ein Lächeln zurück - hierzulande muss man mit einer Anzeige wegen sexueller Belästigung rechnen.
    Diese vielgerühmte Freiheit der Europäer ist keine solche. Sie wird zwar gerne plakativ ausgestellt, gelebt wird sie aber nicht.
    Und ganz ehrlich: ich brauche auf FB keine Möpse von Celebs, genausowenig wie ich sie auf Plakaten und in der Werbung brauche.
    Noch eine Anekdote: Ich sass in einer Bar in den USA und der Typ neben mir bekommt mit, dass ich aus Europa bin. «Boah, cool! You guys are so lucky, the women are sunbathing topless over there» - «Yeah, but you're not supposed to watch» - «You're not? why are they showing their boobs then?» - «You got a point there…» (und in meinem Kopf summte ich leise vor mich hin «jetzt luege mir doch höchschtens chli uf d'Bei - wil mier Hemmige hei…»)
  • kEINKOmmEnTAR 07.06.2014 10:56
    Highlight Highlight Ich hoffe sehr dass Twitter in den nächsten Jahren nicht in den MainStream verkommt
  • Zeit_Genosse 07.06.2014 09:50
    Highlight Highlight Ich teile die Feststellung im Artikel. Die US-PR-Maschine überrollt die Welt und will uns sagen was gut und böse ist. Gewalt ist gut und Sex ist böse. Wie konnte das nur soweit kommen. Die Politik wird vom Kapital christlich-fundamentalistischer Kreise und der Waffenlobby, sowie vom konservativen industriellen Komplex finanziert und von deren Anhängern mit Mehrheiten bedient und gewählt. Das Resultat sind diese Paradoxien. Gleichzeitig ist die USA davon beseelt, die ganze Welt so zu sehen und wo es nicht so ist, umzugestalten. Sie verhalten sich exessiv global und verbreiten ihre Kultur bis in den letzten Winkel dieser Erde. Sie tun das weil sie es als einzige können. Und das ganz selbstverständlich. Wir sprechen englich nich wegen England, sondern den USA, wir hören US Musik und schauen US Filme und Serien. Wir essen Fast Food bei uns um die Ecke, benutzen das Internet, GPS und kommunizieren mit SoMe, wobei facebook, twitter, google, youtube, usw. nur die Spitze des Eisbergs ist. Wir nehmen alle Trends von dort auf. Unsere Jugend ist mehr US als einheimisch im Denken (und fühlen?). Wir sind selber schuld und machen alles freiwillig mit. Wer jetzt auf die USA böse sein will, benutze einen Spiegel und sehe darin, wie schwach er ist, nicht konsequent zu sein. Niemand muss diesem US-Diktat folgen. Ich mache es, weil ich Land bereist und länger dort gelebt habe. Die Menschen sind ok und eben auch nicht perfekt wie anderswo. Und sie können es einfach nicht besser. Dich wir könnten unser Verhältnis zu ihnen klären und ihre Kultur mit unserer Kultur vermischen. Viele junge US-Bürger kommen gerne nach Europa und die Schweiz wegen unserer Freiheiten und der Anderstartikeit. Das ist unsere Chance. Nicht der Mainstream zu importieren, sondern die Diversität in die USA zu bringen.
  • MediaEye 07.06.2014 09:00
    Highlight Highlight Leider Gottes bewegen wir uns auch mit Riesenschritten in diese Richtung. Ich erinnere an die jährliche Diskussion um die Kleidung von Schülern, Anstossnahme an Nacktheit von Kleinkindern, lächerliche Politvorstössen um im Gespräch zu bleiben, Verdrängung von Nudisten aus ihren Bereichen usw. usf. Islamischer Einfluss? Nein, wir sind selber so bigott und verklemmt!
    Hat denn die 68-er Revolution rein gar nichts bewirkt ????
  • Jonasn 07.06.2014 08:37
    Highlight Highlight Das Plakat vom Wiener Life Ball hätte in der Schweiz mindestens einen genauso grossen Aufschrei ausgelöst. Ach nee, das wäre gar nicht erst aufgehängt worden. Das ist keine Eigenschaft, die exklusiv den bösen Amis vorbehalten ist, ich glaube, diese Doppelmoral ist durchaus ein Phänomen unabhängig von Facebook oder Staaten.
  • Romeo 07.06.2014 08:19
    Highlight Highlight Falsche Moral der US Amerikaner. Tot soll gut sein und Sex nicht ? Die sind verwirrt !

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