Film
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Filmfest Cannes

Nach elf Jahren kämpft wieder ein Schweizer Film um die Goldene Palme 



epa04169897 (FILE) The file picture dated 13 November 2013 shows French-Swiss director Jean-Luc Godard attending the award ceremony of the 'Prix et Bourses culturels Leenaards 2013' in Lausanne, Switzerland. His movie 'Goodbye to Language' will be presented in the official competition at the 67th annual Cannes Film Festival it was announced on 17 April 2014.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT *** Local Caption *** 51101565

Jean-Luc Godard. Bild: EPA/KEYSTONE

Mit Jean-Luc Godards «Adieu au langage» startet erstmals seit elf Jahren wieder ein Schweizer Film im Hauptwettbewerb in Cannes. Und mit «Sils Maria» von Oliver Assayas ist ausserdem eine Schweizer Koproduktion ebenfalls im Rennen um die Goldene Palme, jener Film also, in dem wir Juliette Binoche und Kristen Stewart nackt in einem Engadiner See sehen werden. Die Filme konkurrieren unter anderem gegen Beiträge der belgischen Gebrüder Dardenne und der Briten Mike Leigh und Ken Loach und gegen «Maps to the Stars» des Kanadiers David Cronenberg mit Stewarts Ex-Freund Robert Pattinson in der Hauptrolle.

Der Trailer von «Adieu au langage». Video: YouTube/MTrailer Box

Insgesamt laufen an den 67. Filmfestspielen von Cannes 18 Filme im Wettbewerb. Für das am 15. Mai beginnende Festival wurden 1800 Spielfilme eingereicht, berichtete der künstlerische Leiter Thierry Fremaux am Donnerstag bei der Bekanntgabe des Programms. Der letzte Schweizer Beitrag im Hauptwettbewerb war 2003 die französisch-chilenisch-schweizerische Koproduktion «Ce jour-là» von Raoul Ruiz, die grösstenteils im Waadtland gedreht worden war.

Kann nicht kommen wegen Lustlosigkeit

watson in Cannes

Die Filmfestspiele in Cannes laufen vom 14. bis 25. Mai. watson wird vor Ort sein und Sie mit dem Neuesten von der legendären Croisette versorgen.

Jean-Luc Godard, der als Sohn von Schweizer Eltern in Paris geboren und 1953 in Gland VD eingebürgert wurde, war 2010 mit «Film socialisme» in die zweitwichtigste Wettbewerbssektion «Un certain regard» eingeladen. Der damals knapp 80-Jährige verweigerte allerdings sein persönliches Erscheinen. Als Grund nannte er «die Strapazen und eine gewisse Lustlosigkeit». 

Für ihn war und ist Cannes ja alles andere als Neuland. 2001 ging er mit «Eloge d'amour» ins Rennen und 1990 mit «Nouvelle vague». Die Goldene Palme blieb ihm verwehrt, ebenso wie zuvor seinen Filmen «Sauve qui peut (la vie)» (1980), «Passion» (1982) und «Détéctive» (1985). 

Eine Goldene Palme in Cannes gab es für die Schweiz zwar noch nie, dafür eine Handvoll anderer Preise: 1946 den Grossen Preis für «The Last Chance» von Leopold Lindtberg, 1958 einen Spezialpreis für «Bronze Faces» von Bernhard Taisant, 1973 den Preis der Jury für «L'invitation» von Claude Goretta und 1981 denselben für «Light Years Away» von Alain Tanner. 

Die Kandidaten für die Goldene Palme

«Sils Maria» von Olivier Assayas (Frankreich/Deutschland/Schweiz)
«Saint Laurent» von Bertrand Bonello (Frankreich)
«Kis Uykusu» von Nuri Bilge Ceylan (Türkei)
«Maps to the Stars» von David Cronenberg (Kanada/USA/Frankreich/Deutschland)
«Deux Jours, Une Nuit» von Jean-Pierre und Luc Dardenne (Belgien)
«Mommy» von Xavier Dolan (Kanada/Frankreich)
«Captives» von Atom Egoyan (Kanada)
«Adieu au langage» von Jean-Luc Godard (Schweiz)
«The Search» von Michel Hazanavicius (Frankreich)
«The Homesman» von Tommy Lee Jones (USA)
«Futatsume no mado» von Naomi Kawase (Japan)
«Mr. Turner» von Mike Leigh (Grossbritannien)
«Jimmy's Hall» von Ken Loach (Grossbritannien)
«Foxcatcher» von Bennett Miller (USA)
«Le meraviglie» von Alice Rohwacher (Italien)
«Relatos Salvajes» von Damian Szifron (Argentinien)
«Leviathan» von Andrei Zvyagintsev (Russland)
«Timbuktu» von Abderrahmane Sissako (Mauretanien)
Ausser Konkurrenz:
«How to Train Your Dragon 2» von Dean DeBlois
«Gui Lai» von Zhang Yimou 

(phi/sme/sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

25 Filmklassiker, die zu gut sind, um sie nur vom Hörensagen zu kennen

Es herrscht ein Missstand in unserer Gesellschaft: Grandiose Filmklassiker, die zwar fast alle kennen, aber von den meisten nie geschaut wurden. Ein Plädoyer für den guten alten Film.

Zeit ist knapp. Nachvollziehbar deshalb, dass das Schauen von Filmen in unserer chronisch verplanten Gesellschaft in den Hintergrund rückt. Darum gibt's viel zu viele Filmklassiker, «die man halt so kennt» und bei denen man mitdiskutieren kann – ohne sie gesehen zu haben. Ein Schelm aber, wer denkt, dass sich das tatsächliche Visionieren dieser Klassiker nicht lohnt. Ich erkläre euch anhand der folgenden Beispiele wieso!

Das Offensichtliche vorweg: Schwarz-Weiss. Liebesromanze. Halt! Filmisch …

Artikel lesen
Link zum Artikel