Film
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Ich war so naiv» – Weinsteins Noch-Ehefrau tritt erstmals an die Öffentlichkeit



Sieben Monate nach Bekanntwerden der ersten Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Hollywood-Mogul Harvey Weinstein hat seine Noch-Ehefrau ihr Schweigen gebrochen: Sie habe Weinstein niemals verdächtigt, sagte Georgina Chapman dem Magazin «Vogue».

Sie sei «so naiv» gewesen, sagte die 42-Jährige in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Zeitschrift.

«Da war ein Teil von mir, der schrecklich naiv war - ganz klar, so naiv», sagte Chapman. Sie habe geglaubt, eine «sehr glückliche Ehe» zu führen. «Ich liebte mein Leben», sagte sie. Auf die Frage, ob sie jemals Verdacht geschöpft habe, sagte Chapman: «Absolut nicht, niemals.»

Chapman ist die Mitbegründerin des Modelabels Marchesa. Sie heiratete Weinstein 2007. Das Paar hat zwei Kinder. Chapman verliess ihren Mann kurz nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfe gegen ihn und lässt sich derzeit scheiden.

FILE - In this Feb. 26, 2017 file photo, fashion designer Georgina Chapman arrives at the Vanity Fair Oscar Party in Beverly Hills, Calif. Chapman, Harvey Weinstein’s estranged wife, has given a tearful interview in Vogue magazine which she says she never knew of her husband’s misconduct. The interview comes a day after Wintour came out in support of Chapman on Stephen Colbert’s late-night show,

Georgina Chapman Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Rückzug auf Bauernhof

«Ich habe fünf Kilo in fünf Tagen verloren», sagte Chapman über die Zeit nach Bekanntwerden des Skandals. Sie sei fünf Monate lang nicht mehr ausgegangen. Sie sei «beschämt und gebrochen» gewesen. Chapman sagte in dem Interview zudem, sie sehe sich selbst nicht als Opfer, brach aber in Tränen aus, als sie über ihren Sohn und ihre Tochter sprach. «Wie wird ihr Leben aussehen?», fragte sie. Chapman will mit den Kindern nun auf einen Bauernhof im Bundesstaat New York ziehen.

Mehr als hundert Frauen, darunter zahlreiche Stars, werfen Weinstein vor, sie sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt zu haben. Weinsteins Karriere ist am Ende, seine Filmproduktionsfirma Weinstein Company meldete Konkurs an. Der Skandal löste die #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe aus.

Scarlett Johansson attends The Metropolitan Museum of Art's Costume Institute benefit gala celebrating the opening of the Heavenly Bodies: Fashion and the Catholic Imagination exhibition on Monday, May 7, 2018, in New York. (Photo by Charles Sykes/Invision/AP)

Scarlett Johansson in einem Marchesa-Kleid an der Met-Gala in New York. Bild: Charles Sykes/Invision/AP/Invision

Es gibt Spekulationen, dass auch Chapmans Label Marchesa nicht überleben wird. Chapman sagte der «Vogue», sie habe aber noch loyale Unterstützer. Bei der Met Gala in New York – einem gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres – trug Hollywoodstar Scarlett Johansson am Montag demonstrativ ein Marchesa-Kleid. (sda/afp)

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

abspielen

Video: Angelina Graf

Das könnte dich auch interessieren:

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • el heinzo 11.05.2018 09:39
    Highlight Highlight „Sie habe geglaubt, eine «sehr glückliche Ehe» zu führen. «Ich liebte mein Leben», sagte sie. Auf die Frage, ob sie jemals Verdacht geschöpft habe, sagte Chapman: «Absolut nicht, niemals.»“

    Na also: „Ich liebte mein Leben.“ Kein Wort darüber, ob sie auch ihren Harvey liebte, oder gar nähere Hinweise, was denn an ihrem Harvey so liebenswert war. Und die Naivitätsnummer ist doch einfach absolut unglaubwürdig. Es wurden seit Jahren Witze über die sexuelle Selbstbedienungsmentalität des Mr. Weinstein gemacht, sogar bei den Oscars (Seth McFarlane)! Aber seine Ehefrau will von nichts gewusst haben.
  • welefant 11.05.2018 07:01
    Highlight Highlight & sie war wieso genau mit ihm zusammen 🤭?
    • HeforShe 11.05.2018 08:53
      Highlight Highlight Geld und weil er Schauspielerinnen und Models dazu gedrängt hat, ihre Kleider zu tragen. Marchesa ist kein sonderlich hochwertiges Label oder mit hochstehenden Designs.

      Sie ist nicht für die Fehler ihres Mannes verantwortlich, aber sie hat ihr Label darauf aufgebaut, dass er die Frauen dazu zwingt ihre Kleider zu tragen.

      Aber Naivität klingt einfach schöner als Ignoranz.
    • Echo der Zeit 11.05.2018 10:02
      Highlight Highlight Natürlich wegen seinem Aussehen und seinem Charme.
    • Nelson Muntz 11.05.2018 11:23
      Highlight Highlight aus reiner Liebe, Geld und Macht bedeuten ihr nichts. Sie hätte ihn auch genommen, wenn er obdachlos gewesen wäre.
    Weitere Antworten anzeigen

«Der König der Löwen» kommt als Realfilm – einen ersten Eindruck gibt's im neuen Teaser

25 Jahre nach dem legendären Trickfilm «Der König der Löwen» wird Disney die Geschichte als Realfilm erneut in die Kinos bringen. Nun hat der Mauskonzern den ersten Teaser zum 2019 erscheinenden Megablockbuster veröffentlicht. Darin dürfen wir nicht nur einen ersten Blick auf Rafiki und Simba werfen, sondern auch auf die beeindruckende, computergenerierte Tierwelt Afrikas.

Interessant ist, dass Disney sich beim Teaser des Realfilms fast eins zu eins am Teaser des Trickfilms von 1994 orientiert …

Artikel lesen
Link zum Artikel