Film
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Filmfestival Locarno

Der Goldene Leopard geht an einen Film, der fünfeinhalb Stunden dauert



Der Goldene Leopard des Festival del film Locarno geht an den Film «From What Is Before» des philippinischen Regisseurs Lav Diaz. Die Schweizer Beiträge im Wettbewerb konnten nicht punkten, dafür geht der Publikumspreis an Peter Luisis «Schweizer Helden».

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Der Trailer zum Film «From What Is Before». video: world premieres film festival

In seinem Schwarzweissspielfilm lenkt Diaz seinen Blick auf die Ereignisse in einem abgelegenen philippinischen Dorf im Jahr 1972. Es ist die Zeit der Diktatur von Ferdinand Marcos. Die Kritiken zum Werk fielen trotz seiner Überlänge von fünfeinhalb Stunden fast ausschliesslich positiv aus.

Obwohl die Schweiz mit «Cure – The Life of Another» von Andrea Štaka und «L’abri» von Fernand Melgar mit zwei starken Beiträgen in den internationalen Wettbewerb trat, ging sie leer aus. 

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Der Trailer zu «Cure – The Life of Another». video: youtube/okofilm production

Glücklos blieb auch der einzige Schweizer Beitrag im Wettbewerb der Erst- und Zweitlingswerke, der Cineasti del presente: «They Chased Me Through Arizona» von Matthias Huser erhielt weder einen Preis noch eine spezielle Erwähnung der Jury.

Dafür stand die Piazza Grande im Zeichen des Schweizer Films: Nicht weniger als vier Filme mit schweizerischer Beteiligung zeigte der künstlerische Direktor Carlo Chatrian. Peter Luisis Komödie über eine Truppe Asylsuchender, die den Wilhelm Tell aufführen will, lockte das Publikum in Scharen auf die Piazza. Luisis Werk mit Esther Gemsch in einer Hauptrolle wurde denn auch mit dem «Prix du Public» der UBS ausgezeichnet.

Das 67. Filmfestival endet am Samstagabend mit der Preisübergabe und dem Film «Geronimo» auf der Piazza Grande. (lis/sda)

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