Film
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Die Blondie-Sängerin Debbie Harry 1981 bei der Anprobe von Gigers Stirnband. Es erscheint im Videoclip zu «Backfired» und auf dem Plattencover ihres ersten Soloalbums «KooKoo». bild: h.r. giger

Die letzten H.R.-Giger-Publikationen

H.R. Giger fotografierte Debbie Harry als Weihnachtsengel und beschwerte sich über sein «scheiss ALIEN» 

Kurz vor seinem Tod hat er das fertige Magazin in seinen Händen gehalten und abgesegnet, er hatte die Bilder darin selbst ausgesucht. Sie wirken jetzt, wo H.R. Giger gegangen ist, wie ein heiterer, frivoler Abschiedsgruss. «Polaroids» heisst das von einem Fankollektiv angefertigte Fotoalbum, und wie auch der von Martin Jaeggi und Patrick Frey edierte Prachtband «Alien. Diaries 7/8» stammt er aus Gigers Arbeitsmaterialien. Die Tagebücher entstanden zwischen Februar 1978 und Februar 1979, als H.R. Giger für Ridley Scott seine «Alien»-Welt baute. «Polaroids» wirft einen Blick in Gigers 80er- und frühen 90er-Jahre.

Auch in den Tagebüchern finden sich viele Polaroids, diese analogen Vorgänger der digitalen Instant-Fotografie, sie dienten Giger genauso wie die diversen Zeichenstifte als Gedächtnisträger, als Kreativstützen. Giger liebte Bücher von und über sich selbst und die akribische Dokumentation seines Werks. Wenn er erzählte, so war ihm das Entstehen eines Monsters oder einer Vision stets lieber als das Resultat. Die Tagebücher und die Polaroids nehmen uns noch einmal mit in seine Welt voll abgründiger Wunder. (sme)

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So bös war er im echten Leben nie: 1986 malträtierte Giger eine Reihe von Selbstporträt-Polaroids. bild: h.r. giger

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Dieses Model trägt 1981 einen Giger-Bodysuit. bild: h.r. giger

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Keine Ahnung, was ursprünglich auf diesem Polaroid von 1986 war, nach Gigers Attacke ist es eine abstrakte Symphonie in Schwarz auf Gelb.   bild: h.r. giger



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Hinter Gigers Kratzspuren verbirgt sich seine Skulpur «Logo für eine Geheimloge» von 1967. bild: h.r. giger

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Und auch hier wird der Künstler zum Dämon seiner selbst (1986). bild: h.r. giger

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Giger liebte Sarkophage seit seiner Kindheit, diesen hier designte er 1981 ebenfalls für Debbie Harrys «Backfired»-Video. bild: h.r. giger

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Tod, Gewalt und irgendwie Technik: Gigers Lieblingsthemen vereint in einem Schablonenbild (1981). bild: h.r. giger

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Zwar sind die Leute bei den Arbeiten an «Alien» «sehr liebenswürdig», trotzdem hat Giger das Ausseridischen-Theater satt und will endlich wieder nach Hause und etwas Richtiges essen. Tagebucheintrag von 1978. bild: h.r. giger/ edition patrick frey

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So viel Ärger! Irgendeine Patty kümmert sich nicht um Gigers Anweisungen, und eine Joe «hat versehentlich Alien 3 mit weissem statt transp. Latex überzogen». bild: h.r. giger/ edition patrick frey

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Giger wird «für alle Illustrierten dieser Welt» fotografiert und zeigt Regisseur Ridley Scott seine Eier... bild: h.r. giger/ edition patrick frey

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... nämlich diese hier. Scott mag sie. Und Giger mag Scott. bild: h.r. giger/ edition patrick frey

H.R. Gigers Alien-Buch und seine Polaroids

Polaroids. Zürich 2014. ISBN 978-3-906011-10-3. 53 S., ca. 26 Fr.

Alien. Diaries 7/8. Herausgegeben von Martin Jaeggi und Patrick Frey. Edition Patrick Frey, Zürich 2013. 660 S., ca. 120 Fr.

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