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Ecclestone droht in dem bis September terminierten Prozess eine mehrjährige Haftstrafe.  Bild: Getty Images Europe

Korruptionsprozess

Formel-1-Chef Ecclestone weist sämtliche Vorwürfe zurück

In Deutschland hat am Donnerstag der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone begonnen. Dieser liess den gegen ihn von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf zurückweisen.



Vor dem Landgericht München I hat am Donnerstag der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Briten einen schweren Fall von Bestechung sowie Anstiftung zur Untreue vor.

MUNICH, GERMANY - APRIL 24:  Bernie Ecclestone (R), the 83-year-old controlling business magnate in Formula One racing, and prosecutor Christian Weiss (C) wait for the first day of Ecclestones trial for bribery on April 24, 2014 in Munich, Germany (in front og him is a paper which he carried during he arrived at court). Ecclestone is accused of bribing BayernLB bank employee Gerhard Gribkowsky to ensure the sale of SLEC Holdings, the parent company of Formula One, to private equity firm CVC.  (Photo by Joerg Koch/Getty Images)

Der 83-Jährige hat sich dem Vorwurf der Bestechung zu stellen. Bild: Getty Images Europe

Der 83-Jährige soll dem ehemaligen Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, 44 Millionen US-Dollar Schmiergeld gezahlt haben, damit die Bank – wie dann tatsächlich geschehen – ihre Formel-1-Anteile an einen von Ecclestone bevorzugten Investor verkauft.

Verteidigung: Vorwürde sind: «unzutreffend, irreführend und unschlüssig»

«Die behauptete Bestechung gab es nicht», teilten seine Verteidiger am Donnerstag in einer Medienerklärung am Rande des Prozessbeginns gegen den Briten vor dem Landgericht München I mit. 

MUNICH, GERMANY - APRIL 24:  Bernie Ecclestone (R), the 83-year-old controlling business magnate in Formula One racing, and his lawyers Andreas Weitzell (L) and Norbert Scharf (C) and a translator wait for the first day of his trial for bribery on April 24, 2014 in Munich, Germany. Ecclestone is accused of bribing BayernLB bank employee Gerhard Gribkowsky to ensure the sale of SLEC Holdings, the parent company of Formula One, to private equity firm CVC.  (Photo by Joerg Koch/Getty Images)

Verteidigung verwirft sämtliche Vorwürfe. Bild: Getty Images Europe

Die Verteidiger Ecclestones erklärten, die Anklagevorwürfe beruhten nur auf den Aussagen Gribkowskys. Diese seien aber «unzutreffend, irreführend und unschlüssig». 

Sie berücksichtigten nicht den für die angeklagten Taten relevanten tatsächlichen Verlauf der Jahre 2005 und 2006 in der Formel 1 und im Leben Ecclestones. Deshalb sollten Zeitpunkt, Inhalt und Umstände der «vielfältigen Aussagen» Gribkowskys in dem Prozess hinterfragt werden. 

Die Verteidiger kündigten in dem Zusammenhang zudem an, neue Dokumente vorzulegen. Diese würden Gribkowskys Äusserungen entgegenstehen.

Ecclestone droht in dem bis September terminierten Prozess eine mehrjährige Haftstrafe. (rar/sda/afp)

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