Forschung
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Die ersten Bilder von der Rettungsaktion. Bild: Bergwacht Bayern

«Riesending»-Höhle

Bergwacht zeigt erstmals Bilder der Rettungsaktion

Die Rettungsaktion für Höhlenforscher Johann Westhauser macht offenbar gute Fortschritte. Der Trupp mit dem Verletzten erreichte die dritte Biwak-Station. Erstmals sind auch Fotos und Videoaufnahmen der komplizierten Mission zu sehen. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Transport des verletzten Höhlenforschers aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden kommt gut voran. Das Rettungsteam erreichte mit dem verunglückten Johann Westhauser bereits Biwak 3 in rund 700 Metern Tiefe, wie die Bergwacht mitteilte. Hier solle er Zeit zur Erholung haben. 

Der Transport zu der Station habe mehr als neun Stunden gedauert, hiess es. Ursprünglich waren die Retter davon ausgegangen, dass der Weg über senkrechte, glatt geschliffene und glitschige Wände bis zu zwei Tage dauern könnte. 

Im Laufe des Tages wird laut Bergwacht ein weiterer Arzt bei Westhauser ankommen. Dessen Zustand sei weiter stabil. Die Fortsetzung des Transports sei für Montagnachmittag oder -abend geplant. Dutzende Helfer sichern inzwischen den Weg nach oben weiter ab, damit die Gruppe mit dem Verletzten besser vorankommt. 

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Bilder vom Rettungseinsatz. Video: YouTube/ARD Mittagsmagazin

An Seilzügen nach oben gehievt

Nachdem sich die Gruppe auf dem ersten, leichteren Teil der Strecke weitgehend waagerecht durch den Berg bewegt hatte, war das Teilstück bis Biwak 3 nur durch Klettern entlang der Steilwand zu erreichen. Ein österreichisches Alpinistenteam hatte diese Etappe für den Transport vorbereitet. Das Rettungsteam aus Einsatzkräften der Bergwacht sowie mehreren Ärzten musste den Verletzten in seiner Trage an Seilzügen nach oben hieven. 

Der Transport Westhausers ans Tageslicht wird voraussichtlich etwa eine Woche dauern, manche halten auch eine noch längere Zeitspanne für möglich. Nach jeder Teilstrecke wechseln die Rettungskräfte und der behandelnde Arzt, insgesamt sind etwa hundert Retter im Einsatz. 

Der erfahrene Höhlengänger Westhauser, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, hatte am 8. Juni durch einen Steinschlag in tausend Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seit 17.28 Uhr am vergangenen Freitag versuchen Retter, ihn aus der Höhle ins Freie zu schaffen. Zuvor musste der 52-Jährige fünf Tage lang am Unglücksort in der tiefsten und extremsten Höhle Deutschlands ausharren. (rls/dpa)



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