Frankreich
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epa05024871 Policemen patrol around the Eiffel tower in Paris, France, 14 November 2015. The French government declared a state of emergency, tightened border controls and mobilized 1,500 soldiers in consequence to the 13 November Paris attacks. At least 120 people have been killed in a series of attacks in Paris on 13 November, according to French officials. Eight assailants were killed, seven when they detonated their explosive belts, and one when he was shot by officers, police said.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Hohe Sicherheitsvorkehrungen: Paris ist im Ausnahmezustand.
Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

Kontrolle an den Grenzen und eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Darauf müssen sich Paris-Reisende jetzt einstellen

Notstand und dreitägige Staatstrauer in Frankreich: Nach den Terrorangriffen in Paris stellen sich für Touristen und Pendler neue Fragen. 

14.11.15, 18:39 15.11.15, 10:00


Sind die Grenzen zu Frankreich nun offen oder geschlossen?

Die Grenzen sind offen. Während der Anschlagsserie hatte Staatspräsident François Hollande zunächst erklärt, er habe die Schliessung der Grenzen angeordnet. Das Aussenministerium stellte wenig später aber klar, dass es sich um Grenzkontrollen an Strassen, Zuglinien, Häfen und Flughäfen handele.

Der Schweizerische Grenzwachtkorps ist in erhöhter Alarmbereitschaft. «Die Grenzen sind nach wie vor passierbar, es finden jedoch Kontrollen statt», sagt der Sprecher der Eidgenössischen Zolldirektion. Frankreich habe diese allerdings schon vorher im Zusammenhang mit dem Klimagipfel in Paris wieder eingeführt. 

Ist es gefährlich jetzt nach Paris zu reisen?

Noch am Vormittag erklärte die französische Polizei, dass nicht ausgeschlosssen werden könne, dass weitere Angreifer auf der Flucht sind. Die französische Regierung hat die Einwohner Paris' dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat Paris-Reisende aufgefordert, die Anweisungen der Polizei zu befolgen und sich per Medien auf dem Laufenden zu halten.

Zug, Flugzeug, Auto – womit kann ich nach Paris reisen?

Die TGV-Züge aus Zürich über Basel nach Paris fahren plangemäss weiter. «Die SBB Transportpolizei steht im engen Kontakt mit den kantonalen Polizeikorps und verfolgt die Situation», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli. Wenige hätten ihre Paris-Reise bis anhin storniert.

Auch die meisten Fluggesellschaften, darunter die Swiss, führen ihre Flüge in die französische Grossstadt plangemäss durch. Wer die Grenze per Auto passiert, muss mit verschärften Kontrollen an der Grenze rechnen.

Was ist die Situation vor Ort?

Gemäss des staatlichen Betreibers des öffentlichen Personen-Nahverkehrs RATP haben inzwischen alle Busse, Metros und Schnell-Bahnen ihren normalen Betrieb aufgenommen. Sämtliche Stationen sind wieder geöffnet.

Die Situation im Strassenverkehr gestaltet sich wie folgt: Alle Bereiche, an denen es am Freitagabend zu Anschlägen gekommen ist, sind abgesperrt. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Auch der Boulevard Périphérique, welcher den Innestadtkern von Paris umschliesst, ist wieder befahrbar.

Kulturelle Einrichtungen sowie diverse Sportanlagen bleiben auch am Sonntag weiterhin geschlossen. Gleiches gilt für den Freizeitpark Disneyland Paris.

Was bedeutet der «Plan Rouge» für Touristen?

Der Notfallplan des französisches Staates im Falle einer Häufung von Verletzten und Toten in einer bestimmten Region zielt darauf ab, vorhandene Erst- und Nothilfemassnahmen und Verletztentransporte effizient zu koordinieren. Etliche Strassenzüge sind gesperrt. Vermutlich bleiben etliche Einrichtungen – auch Museen – vorübergehend geschlossen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 15.11.2015 11:34
    Highlight Ich hoffe, ich kann im Januar meine Reise nach Paris antreten ohne Gefahr.

    Ich lass mich ungern von Terrorismus in der Freiheit einschränken... Das wäre falsch!
    3 1 Melden
    • 7immi 15.11.2015 16:11
      Highlight entweder man kontrolliert die grenzen sauber, oder aber im inland, was jedoch deutlich teurer und aufwändiger ist und den datenschutz verletzt... da stehe ich lieber 20 min am zoll an als dass mein telefon überwacht wird und meine daten gesammelt werden. aber jedem das seine.
      1 0 Melden

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