Frankreich
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Campingplatz in Südfrankreich

Flut reisst fünf Menschen in den Tod

18.09.14, 09:26 18.09.14, 15:34
A man walks in a flooded street on September 18, 2014, in Lamalou-les-Bains, southern France. Four people died when storms turned a peaceful river that bordered their camping site in southern France into a raging torrent that swept them away, rescue workers said on September 18. The site in Lamalou-les-Bains was devastated by the flood overnight as storms that had already killed an elderly lady in the nearby region of Aveyron also left a person missing in another neighbouring department.  AFP PHOTO / PASCAL GUYOT

Nach der Überschwemmung hat das grosse Aufräumen begonnen Bild: AFP

Nach heftigen Gewittern hat in Südfrankreich ein Fluss einen Campingplatz überschwemmt. Mindestens fünf Menschen wurden in den Tod gerissen. Vier Camper und ein Spaziergänger starben, als eine mehr als zwei Meter hohe Flutwelle in der Nacht zum Donnerstag den Zeltplatz in der Gemeinde Lamalou-les-Bains verwüstete.

Auf dem Campingplatz in dem Thermalort im Département Hérault spielten sich dramatische Szenen ab. Ein Familienvater wollte eine Frau retten, die von den Fluten mitgerissen wurde, wie Gemeindepräsident Philippe Tailland berichtete. «Er hat sie an der Hand gehalten. Leider musste er die Frau dann loslassen, und als er sich umdrehte, hat er gesehen, wie sein Campingwagen fortgerissen wurde, mit seiner Frau und seiner 34-jährigen Tochter.»

Das Wohnmobil der Familie wurde von dem Fluss an eine Brücke getrieben und blieb dort hängen. Im Inneren des Fahrzeugs wurde die Leiche der Ehefrau gefunden. «Bei der 34-jährigen Tochter wissen wir nicht, ob sie in dem Campingwagen blockiert ist oder vom Wasser fortgerissen wurde», sagte der Bürgermeister. 

This picture taken on September 18, 2014, in Lamalou-les-Bains, southern France, shows a part of the town's camping site. Four people died when storms turned a peaceful river that bordered their camping site in southern France into a raging torrent that swept them away, rescue workers said on September 18. The site in Lamalou-les-Bains was devastated by the flood overnight as storms that had already killed an elderly lady in the nearby region of Aveyron also left a person missing in another neighbouring department.  AFP PHOTO / PASCAL GUYOT

Eine 34-jährige Frau, die sich auf dem Campingplatz befand, ist nach wie vor vermisst Bild: AFP

Der normalerweise kleine Fluss Bitoulet, der durch Lamalou-les-Bains fliesst, war nach heftigen Regenfällen stark angeschwollen. Als kurz vor Mitternacht plötzlich eine natürliche Barriere aus Pflanzen und angeschwemmtem Treibgut wegbrach, verwandelte sich der Fluss in eine tödliche Flutwelle. Die Wassermassen schwemmten Wohnmobile und andere Autos weg.

Rettungskräfte fanden in mehreren Campingwagen die Leichen von vier Menschen. Bei einem weiteren Todesopfer handelt es sich um einen Fussgänger.

This picture taken on September 18, 2014, in Lamalou-les-Bains, southern France, shows wood pieces and cars stuck under a bridge over the Bitoulet river. Five people died when storms turned a peaceful river that bordered their camping site in southern France into a raging torrent that swept them away, rescue workers said on September 18. The site in Lamalou-les-Bains was devastated by the flood overnight as storms that had already killed an elderly lady in the nearby region of Aveyron also left a person missing in another neighbouring department.  AFP PHOTO / PASCAL GUYOT

Der Bitoulet ist normalerweise ein kleiner Strom, an Überschwemmungen in diesem Ausmass kann sich niemand erinnern Bild: AFP

 Über 250 Feuerwehrleute im Einsatz 

«So etwas hat es hier noch nie gegeben», sagte die entsetzte Anwohnerin Anne Cotte. «Es gab hier vor 20 Jahren schon einmal Überschwemmungen, aber nicht von diesem Ausmass.» 

Mehr als 250 Feuerwehrleute waren in dem Département Hérault im Einsatz. Wegen der Überschwemmungen wurden eine Autobahn und mehrere Landstrassen gesperrt. Premierminister Manuel Valls sprach den Familien der Todesopfer sein Beileid aus und lobte den Einsatz der Rettungskräfte. Innenminister Bernard Cazeneuve wollte noch am Donnerstag in das rund 35 Kilometer nördlich von Béziers gelegene Lamalou-les-Bains reisen, um sich ein Bild von den Verwüstungen zu machen.

Eine Entspannung der Lage war allerdings nicht in Sicht: Für den Nachmittag und bis in die Nacht wurden neue Unwetter vorhergesagt. Im Nachbar-Département Aveyron war bereits am Mittwoch eine 76-jährige Frau ertrunken. Im Département Gard wurde ein alter Mann vermisst, nachdem eine Flutwelle durch ein Dorf in den Cevennen gerauscht war. Wegen der Gewitter waren in der Region tausende Haushalte zwischenzeitlich ohne Strom. (sda/afp/wst) 



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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