Frankreich
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24-stündiges Ultimatum

Islamisten drohen Hollande: «Gehen Luftangriffe weiter, töten wir französische Geisel»



epa04406164 French President Francois Hollande speaks during his biannual press conference at the Elysee Palace in Paris, France, 18 September 2014. Hollande said France has decided to join the US-led aerial campaign against the Islamic State (IS) group in Iraq.  EPA/IAN LANGSDON

Die Islamisten stellen François Hollande ein Ultimatum. Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Ein in Algerien entführter französischer Tourist befindet sich in den Händen einer Splittergruppe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das Aussenministerium in Paris bestätigte am Montagabend die Existenz eines Videos der Islamisten. 

Darin droht eine Jund al-Khilafa genannte Gruppe, die Geisel binnen 24 Stunden zu töten, wenn Frankreich nicht seine Militärschläge gegen die IS-Miliz im Irak einstelle. Laut Ministerium zeigen die Drohungen der Terroristen die Grausamkeit der IS-Miliz. 

Appell an den Präsidenten

Auf dem bei YouTube veröffentlichten Video ist der auf dem Boden kauernde weisshaarige Franzose zu sehen. Er wendet sich direkt an den französischen Präsidenten François Hollande und bittet ihn um Hilfe. Neben ihm stehen zwei vermummte Männer mit Kalaschnikow-Sturmgewehren. 

Der Franzose, der laut Nachrichtenagentur Reuters Herve Gourdel heisst, appelliert an Hollande, alles zu tun, um ihn aus dieser Situation zu befreien. «Ich bin in der Hand von Jund al-Khilafa, einer algerischen bewaffneten Gruppierung. Sie halten mich als Geisel.» 

Kurdish Peshmerga fighters hold a position on the front line in the Gwer district, 40 kilometres south of Arbil, the capital of the Kurdish autonomous region in northern Iraq, on September 18, 2014. France said that it will follow the United States in launching air strikes against the Islamic State group in Iraq, as the jihadists posted their latest video of a Western hostage. AFP PHOTO / SAFIN HAMED

Kurdische Kämpfer stellen sich im Nordirak dem IS. Frankreich fliegt seit Freitag Lufteinsätze gegen die Extremisten. Bild: AFP

Französische Luftangriffe seit Freitag

Der 55-Jährige soll am Sonntag in einer bergigen Region bei Tizi Ouzou etwa 110 Kilometer östlich von Algier gekidnappt worden sein. Es werde alles getan, um den Franzosen zu finden, hiess es in Paris. Am Abend sicherte Präsident François Hollande dem algerischen Premierminister Abdelmalek Sellal volle Unterstützung zu. 

Im Namen der IS-Terrormiliz waren bereits zwei US-Journalisten und ein britischer Entwicklungshelfer ermordet worden. Davon stellten die Terroristen Videos mit Enthauptungsszenen ins Internet. 

Der IS hat zum Mord an Menschen aus Ländern aufgerufen, die im Irak militärisch gegen die Miliz vorgehen. Frankreich fliegt seit Freitag Lufteinsätze gegen Stellungen der Extremisten in dem Land. (spon/sda/dpa) 

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