Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04790823 Visitors look at the art installation 'Dirty Corner' by Indian-born British sculptor Anish Kapoor, displayed in the gardens of the Palace of Versailles near Paris, France, 09 June 2015. The extramural art exhibition runs from 09 June to 01 November 2015.  EPA/ETIENNE LAURENT

Geriet bereits zum zweiten Mal ins Visier von Sprayern, die neonazistische Sprüche hinterliessen: «Dirty Corner».
Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

«Vagina»-Skulptur beim Schloss von Versailles erneut von Unbekannten eingefärbt



Im Schlosspark von Versailles ist am Wochenende erneut eine Farbattacke auf eine Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor verübt worden. Das umstrittene Stahl-Kunstwerk weckt Assoziationen an eine Vagina.

A sculpture entitled

Wirre antisemitische Phrasen: «Die zweite Vergewaltigung der Nation durch den abnormalen jüdischen Aktivismus.»
Bild: Christophe Ena/AP/KEYSTONE

Wie die Leiterin des Schlosses, Catherine Pégard, mitteilte, beschmierten Unbekannte am Sonntagmorgen die Skulptur «Dirty Corner». Bereits im Juni hatte es eine Farbattacke auf das umstrittene Kunstwerk gegeben.

«Abnormaler jüdischer Aktivismus»

Mit weisser Farbe schmierten die Unbekannten am Sonntag mehrere Sprüche auf die Skulptur: «Die geopferte Königin, zwei Mal beleidigt» und «Die zweite Vergewaltigung der Nation durch den abnormalen jüdischen Aktivismus». Zudem standen die Buchstaben «SS» neben den französischen Worten «Sacrifice Sanglant» (blutiges Opfer).

Sie sei «entsetzt», dass jemand mit solchen Worten «einen internationalen Künstler und darüber hinaus das Schloss von Versailles und die Kunst angreift», sagte Pégard. Dieser «nicht hinnehmbare Gewaltakt gegen das Werk eines internationalen Künstler schockiert mich und macht mich traurig.»

Chateau de Versailles workers clean the sculpture

Weisse und gelbe Farbe: Impression von der ersten Attacke im Juni.
Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Die Ausstellung der gigantischen Skulptur im Schlosspark hatte für eine heftige Kontroverse gesorgt: Das hornförmige, 60 Meter lange und zehn Meter hohe Kunstwerk aus rostigem Stahl und schweren Steinen erinnert an ein weibliches Geschlechtsteil.

Der Künstler Kapoor bestreitet zwar, das Werk als «Vagina der Königin» bezeichnet zu haben, wie ihn eine Zeitung zitierte. Dass das Werk aber «sehr sexuell» sei, sieht auch der Künstler so. (tat/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Stabilere Fallzahlen bei uns, doch die Kurven unserer Nachbarn zeigen steil nach oben

An der Pressekonferenz vom Dienstag sprach das BAG davon, dass man «vorsichtig optimistisch» sei, was die Entwicklung der Fallzahlen angeht. Unterdessen verbreitet sich Corona in unseren Nachbarländern so schnell wie nie zuvor.

Auch wenn die Fallzahlen nicht mehr so schnell ansteigen wie noch vor einigen Tagen, bleibt die Situation in vielen Schweizer Spitälern kritisch. Doch die neusten Entwicklungen stimmen Stefan Kuster, Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit, optimistisch.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Während es scheint, dass die Massnahmen hierzulande Früchte tragen, zeigen die Trends im anliegenden Ausland ohne Ausnahme nach oben. Zwar bewegen sich bisher …

Artikel lesen
Link zum Artikel