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Dave Grohl trollt Schwulen-Hasser – und Rick Astley hilft dabei



Bild

Screenshot: YouTube

Dass die Westboro Baptist Church aus den USA in Sachen Toleranz keine Gefangenen macht, weisst du wahrscheinlich schon: Die radikalen Christen stören beispielsweise Beerdigungen von US-Soldaten, weil diese in ihren Augen für ein Land in den Krieg ziehen, das Homosexualität zulässt. Nun haben sich Kreuzritter mit den Foo Fighters angelegt, aber sie haben die Rechnung ohne Rick Astley gemacht.

«We're no strangers to love / You know the rules and so do I.»

Text von «Never Gonna Give You Up» quelle

«Rick Wer?» Rick Astley, das ist ein verschupfter Pop-Traum aus den späten 80ern, der Anfang der 90er auch schon wieder ausgeträumt war. Ein rothaariger Engländer hatte sich vom Kirchenchor in die Charts gesungen, bevor er dem Showgeschäft entnervt wieder «Ade» sagte. Sein grösster Hit «Never Gonna Give You Up» ist bei Homosexuellen beliebt, aber der heute 49-Jährige selbst ist mit einer Frau verheiratet und hat eine Tochter.

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Das nannte man noch tanzen! Rick Astleys Video «Never Gonna Give You Up». YouTube/RickAstleyVEVO

«A full commitment's what I'm thinking of / You wouldn't get this from any other guy.»

Nun richtete sich der heilige Hass der Westboro Baptist Church am 22. August in Kansas City, Missouri, aber nicht gegen Rick Astley, sondern gegen die Foo Fighters: Die Band um Frontmann Dave Grohl macht regelmässig Front gegen Intoleranz – und «leben und leben lassen» ist nun mal nicht das Motto der christlichen Fanatiker (siehe Artikel «Gott hasst die Schweiz»). Die andere Backe hinhalten, das tun ja nur die gottlosen Gönner gleichgeschlechtlicher Liebe.

«I just wanna tell you how I'm feeling / Gotta make you understand.»

Dumm nur, dass die Foo Fighters von dem «Protest» Wind bekommen hatten – und den Radikalen einen Besuch abstatteten. Im Schlepptau: Rick Astleys «Never Gonna Give You Up», das immer wieder bei spontanen Versammlungen gespielt wird, die übere Social Media anberaumt werden. Das Phänomen nennt sich «Rickrolling». 

«Never gonna give you up / Never gonna let you down / Never gonna run around and desert you.»

«Never gonna make you cry / Never gonna say goodbye / Never gonna tell a lie and hurt you.»

Die Visite der Band erregte deutlich mehr Aufmerksamkeit als die Demonstration selbst. Der Clip dazu wurde in fünf Tagen knapp sieben Millionen Mal angeschaut, und aus der Aktion selbst lassen sich auch einige Lehren ziehen. Wir fassen zusammen: 

  1. Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr Grohl.
  2. Sie säen Wind und werden einen Rickroll-Sturm ernten.
  3. Wer unter euch einen Radikalen sieht, werfe als Erster einen Stein!

Amen!

(phi)

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