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Bild: screenshot / youtube

An alle Frauen, die behaupten «keine Feministin» zu sein: Schaut euch besser zuerst dieses Video an!

Feminismus – seit seiner Entstehung wird das Phänomen heiss und kontrovers diskutiert. Aktuelle Überlegungen beleuchten es nun von einer neuen Seite. Zwei Feministinnen decken in einem Video Vorurteile auf und rufen zu mehr Selbstreflexion auf.  
17.10.2015, 19:5820.10.2015, 07:49
Noëmi Laux
Noëmi Laux
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Selbst im 21. Jahrhundert ist es noch keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit erwarten können. In den Chefetagen des Big-Business und in den Korridoren der Macht sind Frauen nach wie vor chronisch unterbesetzt. Weiterhin wird in weiten Teilen der Gesellschaft erwartet, dass die Frau die Hausfrauenrolle übernimmt. Es liessen sich zahllose weitere Beispiele auflisten – und dennoch gibt es immer mehr Frauen, die sich gegen Feminismus aussprechen. Oder zumindest gegen das, was ihrer Meinung nach Feminismus darstellen soll.

«Männerhass und Feminismus haben absolut nichts miteinander zu tun.»

Diverse Prominente wie zum Beispiel Shailene Woodley oder Marion Cotillard betonen lauthals, keine Feministinnen zu sein. Ausgehend von solchen Persönlichkeiten entsteht ein regelrechter Trend mit mehr und mehr Anhängern und vor allem Anhängerinnen.

Doch was meinen diese Frauen mit der Aussage, «Ich bin keine Feministin» wirklich? Dieser Frage geht der gegenwärtige virale Renner – das YouTube-Video «What Saying 'I'm Not A Feminist' Really Means» von The Huff Post – nach.

Viele Anti-Feministinnen wüssten gar nicht , was sie mit ihrer Feminismus-Abneigung bewirken, so die Erzählerinnen im Clip, geschweige denn, was wirklich hinter dem Wort Feminismus stecke. Feministinnen gelten als uncool und grobschlächtig. Auf die Frage, warum Frauen gegen Feminismus seien, kommen immer wieder die gleichen Antworten:

Antwort #1: 

«Ich glaube nicht, dass Frauen besser sind als Männer.»<br data-editable="remove">
«Ich glaube nicht, dass Frauen besser sind als Männer.»
bild: screenshot/youtube

Antwort #2:

«Ich hasse Männer nicht.»<br data-editable="remove">
«Ich hasse Männer nicht.»
bild: screenshot/youtube

Antwort #3:

«Ich bin eine coole Frau.»<br data-editable="remove">
«Ich bin eine coole Frau.»
bild: screenshot/youtube

Falsch! Nein, Feministinnen haben kein grundsätzliches Problem mit Männern, sie sind auch nicht uncool und wollen keinen Geschlechterkampf schüren. Im Prinzip verfolgen sie nur ein Ziel: Gleichberechtigung, oder anders gesagt – Gerechtigkeit.

Gerechtigkeit im Job, Gerechtigkeit in der Gesellschaft und Gerechtigkeit beim Lohn. Männer seien in der Gesellschaft aufgrund ihres Geschlechts nie benachteiligt – Frauen teilweise schon. Und genau hier setzen Feministinnen an. Solche Ungleichheiten und viele weitere müssen verschwinden, indem mehr Frauen Regierungsposten oder Führungspositionen übernehmen und Verantwortung tragen.

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Frohes Locken
17.10.2015 21:09registriert September 2014
Nur ein paar Stichworte und Links, wieso sich manche Frauen wohl nicht mehr mit Feminismus identifizieren:

Emma Sulkowicz, welche in ihrer Abschlussarbeit eine angebliche Vergewaltigung inszenieren durfte, während dazu ein aktives verfahren lief, währenddessen Paul Nungesser durch die einseitige Berichterstattung praktisch mundtot gemacht wurde.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42729/Nachtschatten

Domestic Violence Hotlines, welche Männer die ausrufen auslachen, oder als Täter betrachten.

"Feministinnen", welche die Einrichtung von "Männerhäusern" verhindern.
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Tropfnase
17.10.2015 22:51registriert Juni 2015
Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.

Doris Lessing
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Karl33
18.10.2015 10:41registriert April 2015
Feminismus setzt sich ausschliesslich für Frauenanliegen ein. Maskulinismus ausschliesslich für Männeranliegen.
Deshalb hat man in der Schweiz die öffentlich finanzierten Frauenbüros in Gleichstellungsbüros umbenannt, es soll Gleichstellung geschaffen werden, und nicht ein einzelnes Geschlecht privilegiert werden.
Der Feminismus ist tot. Es lebe die Chancengleichheit, die Gleichstellung beider Geschlechter!
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