Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Experiment in Schweden

Ein Mann droht im Lift seiner Freundin mit dem Tod. Wie viele Leute wegschauen, ist unfassbar

Zugegeben: Schon oft haben Videos beleuchtet, wie die Gesellschaft in Extrem-Situationen reagiert. Aber dieser Clip von einem neuen sozialen Experiment macht seine Zuschauer sprachlos.

Der Versuchsaufbau ist dabei denkbar einfach: Ein junger Mann bedrängt in einem Fahrstuhl ein Mädchen. Der Kerl macht vermeintlich Druck wegen eines Nebenbuhlers, bedroht seine «Freundin» massiv («Ich werde dich verdammt nochmal umbringen») und wird handgreiflich.

«Lasst mich erst raus!»

Trotz der räumlichen Enge im Fahrstuhl schaffen es die Zaungäste dieser Szene, das Geschehen völlig auszublenden: Sie greifen nicht ein, sondern schauen weg. Eine Frau sagt sogar: «Ich bin auch noch da. Lasst mich erst raus!» 

Das Experiment wurde 53 Mal versucht, und nur eine einzige Frau hatte den Mumm, sich dem Aggressiven entgegenzustellen.

Natürlich kann man Zivilcourage nicht verordnen und Angst ist etwas Menschliches, aber dieses Ergebnis ist dennoch ernüchternd. Alle 20 Minuten wird in Schweden eine Frau Opfer von Missbrauch, erklärt der Clip am Ende. Es bleibt zu hoffen, dass der kleine Film dafür sorgen kann, dass sich dieser Intervall vergrössert.

(phi, via Guardian)



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Richtich oder valsch? «Schreiben nach Gehör» steht in mehreren Kantonen auf der Kippe 

In vielen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Kanton Nidwalden ist vorgeprescht und verbannt das lautgetreue Schreiben neu ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern. Das will nun auch der Zuger Bildungsrat prüfen. 

«Mein Nahme ist Lena und ich besize eine Kaze»: Sätze wie diesen schreibt so mancher Primarschüler in sein Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept aus dem Lehrplan 21 – und es ist umstritten. Der Kanton Nidwalden wird das lautgetreue Schreiben nun ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern verbannen, wie die NZZ berichtet. 

Der Widerstand wächst …

Artikel lesen
Link to Article