Gesellschaft & Politik
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Wieder Tote

Mit Gewehren, Granaten und Macheten – Gräueltaten in Zentralafrika gehen weiter

"Die Menschenrechtslage in der Zentralafrikanischen Republik hat sich verschlimmert", sagte Keita Bocoum vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf. Sie habe auf ihrer zehntägigen Mission im März grausame Menschenrechtsverletzungen gegen wehrlose Zivilisten beobachtet.

Diese Gräueltaten des kollektiven Hasses seien meist von christlichen Anti-Balaka-Milizen verübt worden, sagte die UNO-Expertin. Die Anstifter der Gewalt kämen meist ungestraft davon.

"Die internationale Gemeinschaft kann solche Taten nicht akzeptieren", so Keita Bocoum. Sie forderte deshalb eine mit genügend Mitteln ausgestattete Friedenstruppe.

FILE - In this file photo taken on Wednesday, Jan. 22, 2014, Anti-Balaka Christan youth loot the Muslim market in the PK13 district of Bangui, Central African Republic. The U.N.'s top human rights official warned Thursday that the hatred between Christian and Muslim communities in Central African Republic is

Bild: AP/AP

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte unterdessen mit, seine Präsenz in der Zentralafrikanischen Republik verstärken zu wollen. Zur Zeit beschäftigt die Hilfsorganisation fast 400 Mitarbeiter im Land. Am Mittwoch begann IKRK-Präsident Peter Maurer einen dreitägigen Besuch in Krisengebiet.

Bei neuen Kämpfen in der Zentralafrikanischen Republik wurden nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 16 Menschen getötet. Viele weitere seien teils schwer verletzt worden, als Soldaten der afrikanischen Friedensmission MISCA in den vergangenen Tagen versucht hätten, christliche Bürgermilizen zu entwaffnen.

«Diese Angriffe zeigen, dass die Gewalt in Bangui noch nicht vorbei ist, trotz der Anwesenheit internationaler Truppen»

Bei den Gefechten in der Hauptstadt Bangui seien Maschinengewehre und Granaten eingesetzt worden, hiess es am Mittwoch. "Diese Angriffe zeigen, dass die Gewalt in Bangui noch nicht vorbei ist, trotz der Anwesenheit internationaler Truppen", sagte Hakim Chkam, der örtliche Einsatzleiter der NGO "Ärzte ohne Grenzen".

Seine Mitarbeiter haben alleine in Bangui in den vergangenen Tagen 38 Verletzte behandelt. "Die meisten erlitten Verletzungen durch Kugeln, Granatsplitter und Macheten", sagte Chkam.

A prison guard patrols within the central prison in the district of Wango, in the capital Bangui, March 21, 2014. Hatred between Christians and Muslims in Central African Republic has reached a

Bild: Reuters

Im Krisenland tobt ein blutiger Konflikt zwischen Muslimen und Christen, seit muslimische Séléka-Rebellen im März vergangenen Jahres die Macht an sich gerissen hatten. In Zentralafrika sind derzeit vor allem Muslime Opfer der schweren Gewalt.

Fast alle der 4,6 Millionen Bürger benötigen mittlerweile humanitäre Hilfe. Rund eine Million Menschen wurde vertrieben. (aeg/sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 26.03.2014 19:20
    Highlight Highlight Soviel zur Islamisierung. Und auch zum Zitat von Jesus, dass durch das Schwert umkommen wird, wer das Schwert benutzt. Viel interessanter als die oberflächlichen Krisenberichte und die Menschenrechtsverletzungen, wäre eine fundierte Recherche über die afrikanischen Bodenschätze und den Abbau oder Aufkauf derselben durch europäische Konzerne für den boomenden Handy- und Tabletverkauf... so wie die Facts aussehen, sind nicht nur die Blutdiamanten der Reichen die Triebfeder für diese Konflikte. Vielmehr ist das bewusste Aufrechterhalten dieser Konflikte in Afrika eine Strategie zur indirekten oder illegalen Ausbeutung dieses Kontinents, seiner Bodenschätze und deren Bevölkerung. ut(dp)

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