Gesellschaft & Politik
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A carved elephant tusk, center, lies among about 698 elephant tusks, before being crushed into dust, at the foot of the Eiffel Tower in Paris, Thursday Feb. 6, 2014. France is crushing more than 3 tons of illegal ivory in Europe's first destruction of a stockpile of the banned elephant tusks. Thursday's pulverization is intended to send a message to poachers and traffickers that preservationists hope will help stem the illicit trade that endangers the species' survival. (AP Photo/Remy de la Mauviniere)

Ein Zeichen gegen Elfenbein: Frankreich setzt sich ein im Kampf gegen die Jagd auf Elefanten. Bild: AP/AP

Symbolträchtige Zermalmung in Paris

Frankreich zerstört drei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein

Am Fusse des Eiffelturms sagt Frankreich Wilderern und Schmugglern den Kampf an: Mehr als drei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein wird öffentlich zermalmt. 



Obwohl der Handel mit Elfenbein schon seit 1989 weltweit verboten ist, floriert er im Dunkeln weiter. Frankreich ist das erste europäische Land, das sich nun der Kampagne zur öffentlichen Zerstörung von Elfenbein angeschlossen hat. Danach soll das Material in einem Zementwerk verbrannt werden. 

Umweltschutzorganisationen fordern systematische Zerstörung

Bisher hatte Frankreich ebenso wie viele andere Länder das beschlagnahmte Elfenbein in Zolllagern, Museen oder Gerichtsräumen aufbewahrt. Umweltschutzorganisationen wie Robin Wood fordern seit langem die systematische Zerstörung von beschlagnahmtem Elfenbein, auch um zu verhindern, dass ein Teil davon heimlich wieder aus den Lagern verschwindet und zurück auf den Schwarzmarkt gelangt.

Nachfrage nach Elfenbein in Asien am grössten

«Die Zerstörung der Lagerbestände wird nicht allein das Massaker an den Elefanten beenden», sagt Jacky Bonnemains von Robin Wood. Dies sollte aber Teil eines koordinierten Plans mit verschärften Strafen und Polizeikooperation sein. Hinzu müsse eine Sensibilisierung der Verbraucher kommen, denn vor allem in Asien boome die Nachfrage nach Elfenbein als Schmuck oder Dekoration, fügt Stéphane Ringuet vom Netzwerk zur Überwachung des Handels mit Wildtieren hinzu.

Erst Anfang Januar hatte China, wo die Nachfrage nach Elfenbein weltweit am grössten ist, sechs Tonnen zerstört. Hongkong will dem Beispiel 2014 folgen. Zuvor hatten bereits die Philippinen, ein indischer Bundesstaat, Gabun, Kenia und die USA solche Schritte unternommen.

Afrikanische Wilderer machen immer noch Jagd auf Elefanten

Allein im Jahr 2012 wurden etwa 22'000 afrikanische Elefanten illegal getötet, wie aus einem Bericht der Internationalen Vereinigung für die Bewahrung der Natur vom vergangenen Jahr hervorging. Die noch rund 500'000 afrikanischen Elefanten – etwa die Hälfte der Population von 1980 - seien «in ihrer Heimat vom Aussterben» bedroht, wenn das Töten der Dickhäuter so weitergehe wie bisher.

Frankreich will mit seiner Aktion eine «Botschaft der Härte» an Wilderer und Schmuggler aussenden, wie das französische Umweltministerium hervorhob. Zudem solle so Solidarität mit den Ländern Afrikas demonstriert werden, von denen mehrere ihren Kampf gegen den Schmuggel verstärkt haben.

Eine Million Euro zermalmt

Der Handel mit Elfenbein ist nur noch für Kunst-, Möbel-, Musik- oder Schmuckobjekte erlaubt, die aus der Zeit vor 1947 stammen, sowie für Stosszähne und Objekte, die nachweisbar vor 1990 in die EU importiert wurden.

In Frankreich sollen laut Robin Wood über die Jahre insgesamt rund 17 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt worden sein. Die drei Tonnen, die nun vor so spektakulärer Kulisse zerstört wurden, hatten einen geschätzten Handelswert von einer Million Euro. (rar/sda)

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