Gesellschaft & Politik
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26 Verhaftungen

Türkische Polizei geht erneut gegen Gülen-Anhänger vor



Die türkische Polizei hat einem Medienbericht zufolge am Dienstag 26 Sicherheitsbeamte festgenommen, weil sie Politiker und Geschäftsleute unerlaubt abgehört haben sollen. Die Staatsanwaltschaft in der Hafenstadt Izmir habe die Razzien veranlasst, meldete die Nachrichtenagentur Dogan am Dienstag.

Damit ging Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut gegen Anhänger des regierungskritischen Predigers Fethullah Gülen vor. Die Staatsanwaltschaft war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Erdogan beschuldigt den seit 1999 im US-Exil lebenden Gülen, einen Putsch zu betreiben. 

epa04528897 Supporters of Fethullah Gulen Movement shout slogans and hold copies of the Zaman newspaper as they take part in a demonstration outside a courthouse after Turkish police began an operation targeting the media close to the Fethullah Gülen, in Istanbul, Turkey 14 December 2014.Early 14 December police simultaneously arrested broadcasters from a television station and a former anti-terrorism chief and journalists according to local media.  EPA/TOLGA BOZOGLU

Anhängerinnen von Fetullah Gülen protestieren in Istanbul. Bild: EPA

Der Präsident wirft Anhängern seines einstigen Verbündeten in Polizei und Justiz zudem vor, Tausende Telefonate abgehört und die Aufnahmen als Teil eines gegen ihn inszenierten Korruptionsskandals lanciert zu haben. Gülen weist die Vorwürfe zurück. Die Regierung in Ankara ist in den vergangenen Monaten gegen Tausende mutmassliche Anhänger des Geistlichen in Justiz, Polizei und den Medien vorgegangen. 

Protesters clash with riot police after a court verdict on the killing of Ali Ismail Korkmaz, a 19-year-old student, by police, in Istanbul, Turkey, Wednesday, Jan. 21, 2015. (AP Photo/Emrah Gurel)

Gespannte Lage in Istanbul: Am 21. Januar kam es zu Gewaltausbrüchen, nachdem ein 19-Jähriger von Polizisten getötet worden war. Bild: AP

A protestor kicks away a gas canister as they clash with riot police after a court verdict on the killing of Ali Ismail Korkmaz, a 19-year-old student, by police, in Istanbul, Turkey, Wednesday, Jan. 21, 2015. (AP Photo/Emrah Gurel)

Bild: AP

(sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 27.01.2015 18:35
    Highlight Highlight Es war die Gülen-Bewegung, die mit ihren Staatsanwälten, Polizeichefs und Medien die Journalisten verhaften lies. Bei der Kommunalwahl und der Präsidentschaftswahl hat Erdogan bei allen Veranstaltungen versprochen, dass er gegen diese Bewegung vorgehen wird. Diese "Bewegung" in Ruhe zu lassen hiesse, den Wählerauftrag zu missachten. Erdogan hat es den Wählern versprochen und wenn man Erdogan kennt, weiss man, dass er Versprechen einhält.
    Die AKP muss sich aber vorwerfen lassen, dass sie mit dieser Bewegung paktiert und den Weg geebnet hat. Erdogan hat seinen Fehler noch rechtzeitig bemerkt.

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