Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Niger

Frauen von hohen Politikern in Babyhandel verwickelt

Wegen des mutmasslichen Handels mit Babys sind im westafrikanischen Niger mehr als 20 Verdächtige festgenommen worden, darunter die Ehefrauen zweier ranghoher Politiker.

Im Zuge internationaler Ermittlungen wegen Babyhandels ist die Ehefrau des ehemaligen Premierministers des Niger und jetzigen Parlamentspräsidenten, Hama Amadou, verhaftet worden. Dieser gilt als möglicher Herausforderer von Staatschef Mahamadou Issoufoui bei der Präsidentschaftswahl 2016.

Auch die Ehefrau von Landwirtschaftsminister Abdou Labo wurde demnach festgenommen. Unter den Festgenommenen seien zudem Mitarbeiter von Kliniken und von Behörden, die Geburten registrieren. Den Angaben zufolge werden zahlreiche Verdächtige beschuldigt, Frauen als Mütter fremder Kinder deklariert zu haben.

«Baby-Fabriken»

Die Babys sollen von Nigeria über Benin in den Niger verschleppt worden sein. «Das Netzwerk wird überwiegend von Paaren genutzt, die keine Kinder bekommen konnten», hiess es in Ermittlerkreisen. Im Nachbarland Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, werden regelmässig «Baby-Fabriken» aufgedeckt – Privatkliniken, in denen junge Mädchen oder Frauen ihre Babys zur Welt bringen und anschliessend an kinderlose Paare verkaufen.

Einige der Mütter sind durch Vergewaltigung schwanger geworden, meist handelt es sich aber um andere ungewollte Schwangerschaften. Während kinderlose Paare mehrere tausend Euro für ein Baby zahlen, bekommen die leiblichen Mütter lediglich rund 150 Euro. (whr/sda/afp)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Tausende junge Schweizer fordern besseren Klimaschutz – doch wie grün sind sie wirklich?

Die Klimastreik-Bewegung wächst: In 14 Schweizer Städten haben am Samstag Tausende Schülerinnen und Schüler für einen besseren Klimaschutz und die Ausrufung des Klima-Notstands demonstriert.

Nach Angaben der Polizei und Schätzungen von Reportern der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beteiligten sich landesweit mehr als 38'000 Personen an den Demonstrationen. Laut den Organisatoren waren es sogar 65'000.

Auf Transparenten waren Forderungen zu lesen wie «Bäume statt Autos» oder «Wäre die Welt …

Artikel lesen
Link zum Artikel