Gesellschaft & Politik
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Bei Obama-Besuch enthüllt

Über diese Bilder staunen die Saudis: So schön-kitschig wohnt König Abdullah



Wann immer der US-Präsident eine Reise tut, wird er von einem Medientross begleitet. So auch am vergangenen Freitag, als Barack Obama dem König von Saudi-Arabien einen Besuch abstattete. Was die US-Journalisten dort zu sehen bekamen und twitterten, ist eine kleine Sensation: Die saudischen Untertanen erhalten eine Vorstellung, wie es hinter den Mauern der prunkvollen Königspaläste aussieht – derlei Bilder werden von den saudischen Behörden sonst streng kontrolliert. Den angereisten US-Medien wurden offenbar mehr Freiheiten eingeräumt.

König Abdullahs Wüstenpalast Rawdat Khuraim ausserhalb von Riad

Bild: Reuters

Die Aussicht ins Grüne ist bemerkenswert – der Palast steht mitten in der Wüste. 

Wie gross das Interesse an den Fotos aus der sonst abgeschotteten Welt der saudischen Royals ist, zeigt eine Aussage von Carrie Budoff Brown. Die White-House-Korrespondentin vom Politportal «Politico» generierte innerhalb von fünf Stunden 7000 neue Follower, nachdem sie ein Bild aus König Abdullahs Gemächern getwittert hatte.

Sprachlosigkeit über den Teppich 

Bild: EPA/SPA

Nicht alle finden die Einrichtung einem König angemessen. Twitter-User @RFatani etwa nahm Anstoss am Teppich: «Vielleicht braucht der Hof einen neuen Innenarchitekten ... Teppich-spachlos.»

Zur Verteidigung der königlichen Innenausstatter ist zu sagen, dass die in repräsentativen Räumlichkeiten sonst vorherrschenden Perserteppiche in Saudiarabien keine Option sind. Zu gross ist die geopolitische Rivalität mit dem schiitischen Iran.

Den Besuchern aus den USA fielen auch die zahlreichen Pferdebilder an der Wand auf (siehe auch die Bilder oben). 

Auf grosses Interesse stiess zudem eine Nahaufnahme von König Abdullah, auf der klar zu sehen ist, dass das saudische Staatsoberhaupt einen Sauerstoffschlauch im Gesicht trägt. 

König Abdullah mit Atemgerät

Bild: AP

Saudische Fotografen schossen ihre Bilder hingegen aus grösserer Entfernung, so dass die Atemhilfe nicht sichtbar wird. Staatliche saudische Medien berichten nur selten über den Gesundheitszustand des 89-jährigen Monarchen.

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