DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04940876 A handout picture provided by Turkish President Press office shows thousands of people waving Turkish flags during a rally against what they claim is 'PKK terror' in Istanbul, Turkey, 20 September 2015. Violence has escalated between the banned Kurdish Workers Party PKK and Turkey since a ceasefire broke down in July 2015. The Turkish air force has also attacked PKK targets within its borders.  EPA/TURKISH PRES. PRESS OFFICE / HANDOUT

Die Kundgebung fand auf dem grossen Platz des Yenikapi-Viertels statt.
Bild: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE

Zehntausende bei Kundgebung gegen «Terrorismus» in Istanbul



Mehr als 100'000 Menschen haben am in Istanbul an einer Kundgebung gegen «Terrorismus» durch die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) teilgenommen. In einer Ansprache sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, Türken und Kurden seien Brüder.

«Diejenigen, die sie spalten wollen, sind Verräter», sagte Davutoglu am Sonntag. Er bekräftige die Entschlossenheit seiner Regierung, den Kampf gegen die PKK fortzusetzen, bis diese ihre Waffen niederlege. Später sollte auch Präsident Recep Tayyip Erdogan zu den Demonstranten sprechen.

Zu der Kundgebung auf dem grossen Platz des Yenikapi-Viertels, den Erdogans islamisch-konservative AKP gern für Massenveranstaltungen nutzt, hatte ein Bündnis mehrerer Nichtregierungsorganisationen aufgerufen.

Das Bündnis stand auch hinter einem «Marsch gegen den Terrorismus», an dem sich tausende Menschen am Donnerstag in der Hauptstadt Ankara beteiligt hatten. Obwohl die Demonstranten am Sonntag nur türkische Fahnen und keine politischen Symbole schwenken durften, machten viele von ihnen keinen Hehl aus ihrer Unterstützung für Erdogan und seine AKP.

In der Türkei war zuletzt der bewaffnete Konflikt zwischen Sicherheitskräften und der PKK wieder eskaliert. Zusätzlich erschwert wird die politische Lage durch den aktuellen Wahlkampf. Nachdem die bis dahin allein regierende AKP im Juni ihre Mehrheit verlor, soll es am 1. November Neuwahlen geben. Koalitionsgespräche scheiterten zuletzt.

Kritiker vermuten, dass Erdogan die Gespräche bewusst hintertrieb und den Konflikt mit der PKK anheizt, um doch wieder die absolute Mehrheit zu erreichen.

Bei den Wahlen im Juni hatte vor allem die prokurdische HDP der AKP Stimmen abgejagt und war erstmals mit 13 Prozent der Stimmen ins Parlament eingezogen. Die Regierung wirft der HDP nun vor, politischer Arm der PKK zu sein, was die Partei, die nicht nur von Kurden unterstützt wird, vehement zurückweist. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

SBB greifen durch: Keine Verwaltungsratsposten mehr für Topmanager

Kaderangestellte der Bahn sind wegen lukrativer Nebenjobs in die Kritik geraten. Jetzt verschärfen die SBB ihre Regeln: Vorerst werden keine neuen Verwaltungsratsmandate mehr genehmigt. Personalchef Markus Jordi gibt einen heiklen Posten ab.

Sie gaben zuletzt gleich mehrfach zu reden: die Verwaltungsratsposten von SBB-Topmanagern. Für Unmut sorgte etwa Markus Jordi. Er ist Mitglied der SBB-Konzernleitung – und sitzt zugleich im Verwaltungsrat der Informatikfirma TI&M, die von den Bundesbahnen Aufträge in der Höhe von dutzenden Millionen Franken bekommt. Als CH Media den Fall im Februar thematisierte, äusserten Mitbewerber aus dem IT-Sektor ihren Unmut über Jordis Verbandelung.

Nun reagieren die SBB – und zwar scharf. Der bundesnahe …

Artikel lesen
Link zum Artikel