DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04045923 Ousted Egyptian President Mohammed Morsi talks from a cage in a makeshift courtroom inside a police academy in Cairo, Egypt, 28 January 2014. Egypt's ousted Islamist president Mohammed Morsi appeared before court to hear prosecutors accuse him of conspiring with Islamist groups Hamas and Hezbollah to escape from prison in 2011 and 'bring down the Egyptian state.'  EPA/ALMASRY ALYOUM EGYPT OUT

Bild: EPA/ALMASRY ALYOUM

Ägyptens Ex-Präsident dreht durch: Mursi schreit aus seinem Käfig den Richter an

Der tiefe Fall Mohammed Mursis wurde bei seinem zweiten Gerichtstermin offensichtlich. Das Staatsfernsehen zeigte den gestürzten ägyptischen Präsidenten, wie er in seinem Käfig wild gestikulierte und um sich schrie.



Der zweite Gerichtstermin des gestürzten ägyptischen Präsidenten unterschied sich vom ersten in mehrerlei Hinsicht: Mohammed Mursi trug keinen Anzug, sondern gewöhnliche Sträflingskleidung. Und sein Käfig war mit Glaswänden ausgekleidet, um störende Zwischenrufe oder auch unliebsame Bemerkungen seinerseits durch Mikrofonabschaltung unhörbar machen zu können. 

Das funktionierte aber nur bedingt: «Wer sind Sie? Ich kenne Sie nicht», schrie Mursi den Richter wild gestikulierend an. Dieser entgegnete: «Ich bin der Präsident des Kairoer Strafgerichts.» Daraufhin Mursi: «Ich bin der legitime Präsident des Landes.»

Mursi verliert die Fassung

Video: Youtube/watson

Anschliessend verlas der Staatsanwalt die Anklage. Demnach sollen Mursi und die anderen sich mit der palästinensischen Hamas- und der libanesischen Hisbollah-Bewegung verschworen haben, um aus dem Gefängnis Wadi Natrun im Nildelta auszubrechen. Sie waren dort im Januar 2011 ohne Anklage inhaftiert.

Mursi, den das Militär im vergangenen Juli nach Massenprotesten gegen seine Herrschaft gestürzt hatte, steht auch schon seit vergangenem November wegen der angeblichen Tötung von Demonstranten vor Gericht. Weitere Prozesse - darunter einer wegen Spionage und Terrorismus - sind in Vorbereitung. Experten halten die meisten dieser Anklagen für politisch motiviert. (kri/sda)

watson auf Facebook und Twitter

Sie wollen keine spannende Story von watson verpassen?
Liken Sie unsere Facebook-Seiten:
watson.news, watsonSport und watson - Shebbegeil.

Und folgen Sie uns auf Twitter:
@watson_news und @watson_sport

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Delta-Variante ist auf dem Vormarsch – wir beantworten die wichtigsten Fragen

Die Delta-Variante beunruhigt die Welt. Ansteckender, gefährlicher, impfstoffresistent – läutet sie in der Schweiz gar die nächste Corona-Welle ein? Pauline Vetter, leitende Ärztin der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Genf, beantwortet die neun wichtigsten Fragen.

Pauline Vetter: Das Auftreten einer Variante ist das Ergebnis der natürlichen Evolution eines Virus im Laufe der Zeit, wobei sich mit jeder Vermehrung Mutationen ansammeln. Die Delta-Variante ist eine von vier Varianten, die als besorgniserregend angesehen werden, da sie mit einem lokalen Anstieg von Covid-19-Fällen verbunden sind.

Sie ist übertragbarer als die anderen Varianten, die zuvor im Umlauf waren. Epidemiologische Daten aus England deuten darauf hin, dass sie etwa 50-60% ansteckender …

Artikel lesen
Link zum Artikel