Gesellschaft & Politik
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Mit tieferen Medikamentenpreisen

Einsparungen von 400 Millionen Franken möglich



Nikolai Dittli, neuer CEO des zusammengeschlossenen Krankenversicherungskonzern von KPT und Concordia, spricht an der Medienkonferenz am Donnerstag, 8. Juni 2006 in Zuerich. Die Krankenversicherer Concordia und KPT haben einen Schulterschluss vereinbart. Sie wollen unter dem Dach einer Holdinggesellschaft gemeinsam als drittgrösster Krankenversicherer der Schweiz auftreten. Die rund eine Million Versicherten werden aber weiterhin unter den angestammten Markennamen betreut werden. (KEYSTONE/ Sigi Tischler)

Nikolai Dittli, CEO der Krankenversicherung Concordia. Bild: KEYSTONE

Nikolai Dittli, CEO der Krankenversicherung Concordia, fordert einen runden Tisch aller relevanten Akteure, um die steigenden Kosten im Gesundheitsbereich in den Griff zu kriegen. Einsparungspotenzial sieht er bei den Medikamentenpreisen und den Spitälern: «Wenn dies so weitergeht, laufen wir Gefahr, dass unser heutiges Versicherungssystem von der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert wird», erklärte Dittli in einem Interview mit der Zeitung «Zentralschweiz am Sonntag». 

Die Kostenentwicklung werde für die Bevölkerung zunehmend zum Problem. Neben den Versicherern sieht der Chef von Concordia die Kantone und Leistungserbringer wie Spitäler oder Pharmakonzerne in der Verantwortung. Insbesondere bei den Medikamentenpreisen könnte weiter Geld gespart werden. «Wir schätzen, dass noch weitere 300 bis 400 Millionen Franken an Einsparungen drinliegen, wenn noch konsequenter Generika verschrieben würden», sagte Dittli. Daneben liesse sich bei den Handelsmargen noch einmal eine halbe Milliarde Franken einsparen.

Als weiteren Ansatzpunkt sieht Dittli die Spitäler: «Wir haben noch zu viele Spitalbetten.» Dennoch sei die Schliessung von Spitälern ausgeschlossen. Stattdessen müssten Kompetenzzentren gebildet werden, so der Chef von Concordia. Fehlanreize ortet Dittli bei der Spitalfinanzierung. Immer öfter würden Vor- und Nachbehandlungen in den ambulanten Bereich verschoben, um die Einnahmen der Spitäler zu optimieren, kritisierte er. Dies führe zu höheren Prämien. (sza/sda)

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