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Wahlen in Frankreich

Trotz lokalen Triumphen – ultrarechter Front National holt in Frankreich weniger als fünf Prozent der Stimmen



Marine Le Pen, France's far-right National Front political party leader, gestures as she delivers a speech after the first round mayoral election in Nanterre, March 23, 2014. France's far-right National Front (FN) made gains in a number of towns in the first round of local elections on Sunday, early exit polls showed. REUTERS/Benoit Tessier (FRANCE - Tags: POLITICS ELECTIONS TPX IMAGES OF THE DAY)

Marine Le Pen, Parteichefin des Front National. Bild: Reuters

Bei den Kommunalwahlen in Frankreich hat die rechtsextreme Partei Front National (FN) trotz lokal grosser Gewinne landesweit weniger als fünf Prozent der Stimmen erhalten. Das geht aus den vorläufigen amtlichen Ergebnissen der ersten Runde hervor. 

Nach den Resultaten, die Innenminister Manuel Valls in der Nacht zum Montag im Fernsehen bekannt gab, vereinte der FN bei dem Urnengang am Sonntag 4,65 Prozent der Stimmen auf sich. Die konservativen Parteien erhielten total 46,54 Prozent der Stimmen, die linken Parteien mussten mit 37,7 Prozent eine deutliche Schlappe hinnehmen. 

Zuvor hatten Umfragen den Front National landesweit bei sieben Prozent der Stimmen gesehen. In der ersten Runde der Kommunalwahlen 2008 war der FN nur auf 0,9 Prozent gekommen. 

Am Sonntag eroberte der FN-Kandidat gleich im ersten Wahlgang das Rathaus der nordostfranzösischen Stadt Hénin-Beaumont. Die Partei von Marine Le Pen landete in weiteren Städten an der Spitze, verfehlte aber die absolute Mehrheit und muss in die Stichwahl ziehen. 

Beteiligung bei 64 Prozent

Valls sagte in seiner Stellungnahme kurz nach Mitternacht im Fernsehen, die Wahlbeteiligung habe bei 64,13 Prozent gelegen. Dies seien gut zwei Prozent weniger als bei der Wahl 2008. Die Zahl der Nichtwähler sei «zu hoch», sagte Valls. 

«Dies ist zweifellos eine Botschaft unserer Bürger. Man muss sie hören. Alle öffentlichen, politischen Verantwortlichen müssen sie hören.» Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für Präsident François Hollande. Die zweite Runde der Kommunalwahlen findet am kommenden Sonntag statt. (rey/sda/afp) 

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