Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A forest fire burns in Valparaiso city, northwest of Santiago, April 12, 2014. More than 50 homes were burned due to the forest fire but there have been no reports of death or injuries, local authorities said. REUTERS/Cesar Pincheira (CHILE - Tags: DISASTER ENVIRONMENT)

Schaurig-schöner Anblick: Feuer in Valparaíso  Bild: Reuters

Hunderte Häuser zerstört

Grossbrand in Valparaíso – mindestens 16 Tote



Eine Feuersbrunst hat am Wochenende die chilenische Hafenstadt Valparaíso heimgesucht: Mindestens 16 Menschen starben, Hunderte Häuser wurden zerstört und Tausende Menschen in Sicherheit gebracht, während sich die Flammen vom Stadtrand in Richtung Zentrum vorfrassen. 

Nach Angaben von Bürgermeister Jorge Castro brach der Brand am Samstagabend aus zunächst ungeklärter Ursache in einem Waldgebiet unweit von Valparaíso aus. Hitze und Wind fachten ihn rasch an, binnen kurzer Zeit erfasste das Feuer rund 40 Hügel an den Randgebieten und drang dann weiter Richtung Stadtmitte vor.

Bild: EPA/EFE

Bis zum frühen Morgen brannte es in zwölf Stadtteilen, sagte Castro. Rund tausend Häuser wurden zerstört, mindestens 3000 Menschen in Sicherheit gebracht. Wegen des dichten Rauchs wurde das Frauengefängnis der Ortschaft Quillota evakuiert. In zahlreichen Teilen der 270'000 Einwohner zählenden Stadt fielen Strom und Wasser aus. 

«Das ist die schlimmste Katastrophe, die ich in Valparaíso je erlebt habe.»

Feuerwehrchef Ricardo Bravo

Soldaten abkommandiert

Präsidentin Michelle Bachelet erklärte die zum Weltkulturerbe gehörende Stadt zum Katastrophengebiet. Dies erlaubt den Einsatz der Streitkräfte zur Evakuierung der betroffenen Gebiete. Sie wollte sich im Laufe des Tages vor Ort ein Bild von der Lage verschaffen. Die Marine stellte Tausende Soldaten für den Einsatz ab. «Das ist die schlimmste Katastrophe, die ich in Valparaíso je erlebt habe», sagte der Feuerwehrchef Ricardo Bravo. 

Bild: EPA/EFE

Der Feuerwehr aus Valparaíso und umliegenden Städten gelang es zunächst nicht, die gigantischen Brände unter Kontrolle zu bringen. Mit Hilfe von Verstärkung aus der 120 Kilometer entfernten Hauptstadt Santiago de Chile versuchten die Brandbekämpfer verzweifelt, wenigstens zu verhindern, dass die Flammen auf das Zentrum und den Hafen übergriffen.

Beliebtes Touristenziel

In der ganzen Stadt wurden Auffanglager für die Evakuierten eingerichtet. Hunderte Einwohner liefen auf der Flucht vor dem immer dichter werdenden Rauch in Richtung Meer. Andere beobachteten von Aussichtsplattformen aus das nächtliche Höllenspektakel, während die Flammen ein Haus nach dem anderen erfassten.

Bild: AP/AP

In Chiles Landesinnern kommt es immer wieder zu schweren Bränden, vor allem während der Hitzewellen im Sommer. Vor gut einem Jahr waren bereits bei einem Grossfeuer in Valparaíso mehr als hundert Häuser zerstört worden. Die Hafenstadt gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe und wird jährlich von tausenden chilenischen und ausländischen Touristen besucht.  (dhr/rey/sda/Reuters) 

Bild: AP/AP

Bild: EPA/EFE

Bild: EPA/EFE

Bild: EPA/EFE

Bild: EPA/EFE

Bild: EPA/EFE

Bild: EPA/EFE

Bild: X01494

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Titanenkampf in Peking: Xi gegen Ma

Peking sagt im letzten Moment den Börsengang seines Vorzeige-Finanzunternehmens ab.

In den letzten Tagen hätte der grösste Börsengang aller Zeiten über die Bühne gehen sollen. Die chinesische Finanzgruppe Ant wollte sich dem Publikum öffnen und dabei rund 37 Milliarden Dollar frisches Kapital aufnehmen. Daraus wurde nichts. Im letzten Moment hat die chinesische Regierung das Unterfangen gestoppt.

Auf den ersten Blick scheint das Vorgehen Pekings unverständlich. Der Börsengang der Ant Group wäre ein grosser Triumph der chinesischen Wirtschaft gewesen. Er hätte der gesamten …

Artikel lesen
Link zum Artikel