Gesellschaft & Politik
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epa04214674 A picture made available on 19 May 2014 shows residents of Obrenovac before evacuation in helicopters in Obrenovac, Serbia, 17 May 2014. The death toll from flooding in the Balkans rose to 40 on 19 May as emergency services in Bosnia, Croatia and Serbia struggled to house those displaced, reinforce dykes on swollen rivers and begin a massive clean-up operation. In Serbia, more casualties were confirmed since 14 May. Thirteen of the 20 victims drowned in Obrenovac, a Belgrade borough that has been hardest-hit over the last week. The Serbian Interior Ministry ordered a full evacuation of Obrenovac as the level of the river Sava is expected to rise. Emergency Situations Ministry and fire services evacuated hundreds of residents by helicopter, trucks, bulldozers and boat from Obrenovac.  EPA/SRDJAN ILIC

Einwohner von Obrenovac müssen ihre Häuser verlassen. Bild: EPA/FOTO TANJUG

Jahrhundertflut

Keine Atempause im Flutgebiet auf dem Balkan: Tausende auf der Flucht

In der Nacht mussten Tausende Menschen in den Überschwemmungsgebieten in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien ihre Häuser verlassen. Helfer befürchten weitere Überschwemmungen, wenn die Flutwelle der Save die Donau erreicht.



Seit Tagen kämpfen die Menschen auf dem Balkan gegen das verheerende Hochwasser. Alllein in Bosnien sind mehr als eine Million Menschen von der Jahrhundertflut betroffen. Insgesamt kamen bislang in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien etwa 40 Menschen ums Leben. Einige werden noch vermisst.

In der Nacht zum Dienstag mussten erneut Tausende Menschen ihre Häuser verlassen. In Kroatien überschwemmte der Fluss Save mehrere Dörfer, in Bosnien-Herzegowina mussten etwa 11'000 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden. Etwa ein Viertel der 3,8 Millionen Einwohner des Landes ist Behördenangaben zufolge von den Überschwemmungen betroffen. Hunderte Erdrutsche sorgten für zusätzliche Zerstörung. 

epa04213943 People are evacuated from the homes in the bucket of a tractor in  the town of Bosanski Samac northern part of Bosnia and Herzegovina, 250 km from the capital of Bosnia, Sarajevo after the floods, 19 May 2014. A state of emergency has been declared in Bosnia and Herzegovina due to severe floods caused by rain falling for several days. The heavy flooding and landslides in Bosnia, Croatia and Serbia that have destroyed homes and killed a number of people over the past week may, experts warn, have another potentially deadly effect - spreading landmines. Mine actions centres (MAC) in the three countries are working on a joint team to assess the threat the flooding may have on the hundreds of thousands of landmines planted 20 years ago during wars in the former Yugoslavia.  EPA/FEHIM DEMIR

Mit einer Baggerschaufel werden Bewohner der bosnischen Stadt Samac evakuiert. Bild: EPA

Etwa 10'000 Bewohner der besonders stark betroffenen serbischen Kleinstadt Obrenovac mussten ihre Häuser verlassen. Serbische Helfer befürchten weitere Überschwemmungen, wenn die Flutwelle der Save die Donau erreicht.

Glückskette sammelt für Überschwemmungsopfer

Mit Blick auf die verheerenden Unwetter im Balkan hat die Glückskette ihr Spendenkonto «Überschwemmungen Europa» reaktiviert. Die Stiftung nimmt Spenden online und auf dem Postkonto 10-15000-6 entgegen. Die Partner-Hilfswerke der Glückskette ADRA, Caritas und das Schweizerische Rote Kreuz unterstützen die rund eine Million betroffenen Menschen in Bosnien, Serbien und Kroatien über ihre lokalen Partnernetzwerke. Dies teilte die Glückskette am Montag mit.

epa04214037 Flood water in the town of Bosanski Samac northern part of Bosnia and Herzegovina, 250 km from the capital of Bosnia, Sarajevo, 19 May 2014. A state of emergency has been declared in Bosnia and Herzegovina due to severe floods caused by rain falling for several days. The heavy flooding and landslides in Bosnia, Croatia and Serbia that have destroyed homes and killed a number of people over the past week may, experts warn, have another potentially deadly effect - spreading landmines. Mine actions centres (MAC) in the three countries are working on a joint team to assess the threat the flooding may have on the hundreds of thousands of landmines planted 20 years ago during wars in the former Yugoslavia.  EPA/FEHIM DEMIR

In Samac bleiben leere Gebäude und überschwemmte Strassen zurück. Bild: EPA

Zwei grosse Spenden aus der Schweiz stehen bereits fest. Sowohl Migros als auch Coop spenden je eine halbe Million Franken an das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). 

Die Überschwemmungen im Balkan haben mit Kalesija auch eine Partnerstadt der Stadt Zug in Mitleidenschaft gezogen. Mit Unterstützung des Zuger Stadtrats startet der Verein Zug-Kalesija eine Hilfsaktion. Der Stadtrat will am Dienstag einen Kredit in der Höhe von rund 20'000 Franken für die Nothilfe im Ausland sprechen. 

epaselect epa04213773 People who were evacuated from the town of Obrenovac take refuge in a shelter for flood victims in Belgrade, Serbia, 19 May 2014. The town of Obrenovac 30km south-west of Belgrade has been evacuated since the 90 per cent of town has been flooded. A state of emergency has been declared in Serbia due to severe floods. Serbia has been hit by a massive disaster, one of the severest floods in the recorded history of Europe. This serious hardship has affected many areas in Serbia where over one million people have been directly afflicted with huge material destruction. So far, more than 20 000 people have been evacuated from their flooded homes.  EPA/IVAN MILUTINOVIC

In Obrenovac übernachteten die Menschen in einer Turnhalle. Bild: EPA

Die Situation in Bosnien-Herzegowina sowie in Serbien sei nach wie vor prekär, schreibt das SRK. Zehntausende Menschen sind demnach in Schulen, Sporthallen und Gemeinschaftszentren untergekommen, wo sie unter anderem vom Roten Kreuz unterstützt werden. (whr/sda)

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