Gesellschaft & Politik
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Designierter Präsident Béji Caïd Essebsi

Tunesiens neuer starker Mann geht auf seine Gegner zu



Tunesiens designierter Präsident Béji Caïd Essebsi will sich um einen breiten Rückhalt in dem nordafrikanischen Land bemühen. Er wolle «der Präsident aller Tunesier» sein, sagte der 88-Jährige Stunden nach der Verkündung seines Sieges bei der ersten demokratischen Präsidentenwahl in Tunesien.

Er stehe vor einer grossen Aufgabe. Aber: «Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen», sagte er in einer TV-Ansprache. Laut vorläufigem Ergebnis vom Montag kam Essebsi auf 55,68 Prozent der Stimmen.

Nidaa Tounes (Call of Tunisia) party supporters hold pictures of Beji Caid Essebi and shout slogans as they celebrate after their party's veteran Essebsi won the country's first free presidential election, in Tunis December 22, 2014. Essebsi beat rival and incumbent Moncef Marzouki with 55.68 percent of the vote against 44.32 percent in Sunday's run-off ballot between the two men, according the results released on Monday by the electoral authorities. REUTERS/Zoubeir Souissi (TUNISIA - Tags: ELECTIONS POLITICS)

Anhänger von Béji Caïd Essebsi feiern seinen Sieg.

Sein Gegner Moncef Marzouki, bisheriger Übergangspräsident, erhielt 44,32 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,11 Prozent. Das offizielle Endergebnis wird Ende des Monats erwartet. Die Wahl schliesst einen nach dem Arabischen Frühling 2011 begonnenen Demokratisierungsprozess in dem Land ab.

Marzouki gratulierte Essebsi in einem Telefonat zum Wahlsieg. Seine Anhänger rief er zur Ordnung auf. Nach der Verkündung des Ergebnisses hatten einige Anhänger Marzoukis protestiert.

Essebsi ist Chef der Allianz Nidaa Tounes, die liberale und säkulare Kräfte, jedoch auch Anhänger des 2011 gestürzten Machthabers Zine el Abidine Ben Ali vereint. Marzouki hatte auf Stimmen der Islamisten gehofft. Deren Ennahda-Partei schickte keinen Kandidaten ins Rennen. (feb/sda/dpa)

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