Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04421656 Gay rights activists holding a rainbow flag during a gay rights rally in downtown Belgrade, Serbia, 28 September 2014. A heavily barricaded Belgrade was set to host the first gay Pride Parade in four years after a hiatus due to concerns over homophobic attacks. Police in riot gear blocked central Belgrade with barricades and armoured vehicles, and officials said mounted units were on standby in case of riots.  EPA/KOCA SULEJMANOVIC

Trotz Drohungen von Rechtsextremen demonstrieren rund tausend Schwule und Lesben in Belgrad. Der Umzug ist auch ein Test für die serbischen Bemühungen um eine EU-Mitgliedschaft. Bild: KOCA SULEJMANOVIC/EPA/KEYSTONE

Pride Parade in Belgrad

Schwule und Lesben ziehen erstmals seit 2010 wieder durch Belgrad



Zum ersten Mal seit vier Jahren sind rund tausend Schwule und Lesben am Sonntag wieder auf ihrer Belgrad Pride Parade durch die serbische Hauptstadt gezogen. Mehrere Minister der serbischen Regierung marschierten bei der von einem massiven Polizeiaufgebot abgesicherten Parade mit.

Sie wollten damit ihren Respekt für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) zeigen. Wegen Drohungen rechtsextremer Parteien war der Umzug seit 2011 nicht mehr genehmigt worden, bei der Premiere 2010 waren 150 Menschen verletzt worden.

In diesem Jahr war die Stimmung auf dem Umzug entspannt. Hunderte Teilnehmer trugen Banner und Fahnen in den Farben des Regenbogens und mit den Slogans «Stolz, Frieden, Liebe». Er sei glücklich, «frei» durch «sein» Belgrad laufen zu können, sagte ein 26-jähriger Teilnehmer, als die Parade vor dem Belgrader Rathaus endete.

Gay rights and human rights activists march during a Pride march in Belgrade, September 28, 2014. Gay rights activists in Serbia held their first Pride march in four years on Sunday, walking through Belgrade streets emptied of traffic and pedestrians by a massive security operation.  REUTERS/Djordje Kojadinovic (SERBIA - Tags: SOCIETY)

Demonstrieren für die Rechte von Schwulen und Lesben kann in Serbien ein gefährliches Unterfangen sein. Bild: DJORDJE KOJADINOVIC/REUTERS

Der Umzug war auch ein Test für die serbischen Bemühungen um eine EU-Mitgliedschaft – die Beitrittsverhandlungen haben in diesem Jahr begonnen. Der Leiter der EU-Delegation in Serbien, Michael Davenport, sprach vom «Auftakt eines effizienten Kampfes zum Schutz fundamentaler Rechte». 

Trotz der abermaligen Drohungen mehrerer rechtsextremer Gruppierungen blieb die LGBT-Gemeinschaft am Sonntag unbehelligt, im Stadtzentrum waren nur wenige Ultranationalisten zu sehen. Erst vor zwei Wochen war in Belgrad ein deutscher Schwulen-Aktivist zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden, nachdem er an einer LGBT-Konferenz teilgenommen hatte. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Warum wir dringend über den indirekten Impfzwang reden müssen

Bis zum Sommer sollen alle Impfwilligen ihre Dosis erhalten haben. Doch die Frage nach dem indirekten Impfzwang darf nicht erst dann diskutiert werden.

Die Schweiz steht mit der Impfung zwar noch ganz am Anfang. Gemäss den Experten des Bundes sollten aber bis zum Sommer alle Impfwilligen ihre Dosen erhalten haben.

Gemäss einer repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gehören zu den Impfwilligen rund 49 Prozent der Schweizer Bevölkerung. 25 Prozent wollen sich gar nicht impfen lassen, 26 Prozent sind noch unschlüssig.

Obwohl noch gar nicht klar ist, wie sich das unschlüssige Viertel entscheiden wird, wird den Impfskeptikern …

Artikel lesen
Link zum Artikel