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Slowakei

Einschränkung von Homosexuellenrechte scheitert an Stimmbeteiligung



Eine Abstimmung über ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in der Slowakei ist wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Nach vorläufigen Ergebnissen nahmen knapp 20 Prozent der Stimmberechtigten teil. Nötig wären 50 Prozent gewesen.

Allerdings stimmten mehr als 90 Prozent derjenigen Slowaken, die an die Urnen gingen, gegen Homosexuellenrechte wie gleichgeschlechtliche Partnerschaften, wie aus Angaben der nationalen Statistikbehörde hervorgeht. Zum Referendum aufgerufen hatte die konservative Vereinigung Allianz für die Familie.

Befürworter der Homo-Ehe hatten dagegen zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Ohnehin hatte das Referendum eher symbolische Bedeutung, da eingetragene Partnerschaften oder Ehen homosexueller Paare in der Slowakei nicht erlaubt sind. Der Hauptzweck sollte darin liegen, die Einführung von Homosexuellenrechte durch die EU zu verhindern.

Im vergangenen Sommer hatte das Parlament die Ehe als Verbindung «ausschliesslich zwischen Mann und Frau» in der Verfassung festschreiben lassen. Menschenrechtler sehen in dem Referendum einen Beweis für Vorbehalte und einen latenten Hass auf Homosexuelle in dem Balkanstaat. 

Mehr als 400'000 Menschen hatten im Sommer die Petition für ein Referendum unterschrieben und die Volksabstimmung damit erzwungen. Mehr als 80 Prozent der 5,4 Millionen Slowaken sind Christen, die meisten davon Katholiken. (feb/sda/afp/dpa)

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