Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Wall Street Journal»

FBI und US-Steuerfahnder ermitteln wieder gegen die UBS



A tram drives past the building of Swiss bank UBS at the Paradeplatz in Zurich January 15, 2015. The Swiss National Bank (SNB) shocked financial markets on Thursday by scrapping a three-year-old cap on the franc, sending the safe-haven currency soaring against the euro and stocks plunging amid fears for the export-reliant Swiss economy. Banks UBS and Credit Suisse were both down over 10 percent at 1315 GMT, while Richemont, which owns luxury watchmaker Cartier, and Swatch were the biggest losers, down roughly 15 percent. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS TRANSPORT)

UBS-Hauptsitz am Zürcher Paradeplatz: Droht der Grossbank neues Ungemach aus den USA? Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Das US-Justizdepartement hat offenbar erneut eine Untersuchung gegen die UBS eröffnet. Dies berichtet das Wall Street Journal. Ermittelt wird wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung, wie die US-Wirtschaftszeitung schreibt. 

Angeblich soll es um Transaktionen von Inhaberobligationen gehen, die zum Zweck hatten, Vermögenswerte von wohlhabenden Kunden vor dem US-Fiskus zu verheimlichen. Diese sogenannten Bearer Securities oder Bearer Bonds werden nicht auf die Namen der Inhaber registriert, können formlos verschoben werden und eignen sich so, um Vermögenswerte zu verstecken. Die Schweizer Grossbank habe deswegen bereits eine Vorladung bekommen. 

Besonders heikel ist nach Angaben des «Wall Street Journal», dass gewisse der untersuchten Praktiken in die Zeit nach dem Deal von 2009 zwischen der UBS mit den USA fallen könnten. Damals hatte die Schweizer Grossbank eine reduzierte Busse erhalten, aber nur unter der Voraussetzung, dass innerhalb der ersten 18 Monate nach Abschluss des Deals keine neuen Verfehlungen begangen würden.

Weder die UBS noch das Justizdepartment wollten den Bericht des «Wall Street Journal» kommentieren, welches sich auf «mehrere mit der Untersuchung vertraute Insider» beruft. 

Offenbar ist bereits das FBI eingeschaltet

Beamte des US-Justizdepartements sowie des FBI seien nach London geflogen. Dort wollten sie Zeugen vernehmen, so das «Wall Street Journal» weiter.

Bekanntlich gingen die US-Behörden bereits im Jahr 2009 auf die UBS los, sie musste schliesslich eine Busse von 780 Millionen Dollar zahlen. Zudem forderten die USA, dass die Schweizer Bank die Namen vieler Kunden bekanntgibt. Dies tat die UBS, um den Rechtsstreit zu beenden. Nun scheint die Angelegenheit in die nächste Runde zu gehen. 

Die UBS ist nicht die einzige Schweizer Bank, die bestraft wurde. Letztes Jahr musste die Credit Suisse den USA eine Strafe von 2,6 Milliarden Dollar zahlen. (feb) 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Smaili 05.02.2015 13:02
    Highlight Highlight Wie wir ja alle wissen ist die USA schon lange bankrot und der Dollar sein Papier nicht mehr wert auf dem er gedruckt ist. Deshalb lenkt die USA immer wieder mit scheinheiligen Untersuchungen von ihren eigenen Problemen ab. Im Westen nichts neues.
  • Zeit_Genosse 05.02.2015 09:07
    Highlight Highlight Der systematische Angriff der US-Justiz auf Banken sollte selbst Untersuchungsgegenstand sein. Und dass man die UBS, CS und Co. eng beobachten muss, steht ausser Frage. Ihr selbstherrliches Tun hat hat zu Mistrauen und Reputationsschaden an der Schweiz geführt. Ihre riskanten Machenschaften sollten ausgelagert werden, damit es nicht auf die Schweiz zurückfällt. Zudem wäre zu prüfen, ob Firmen, die einem Land (Schweiz) schaden, im Namen "Schweiz" tragen dürfen.
    • Zeit_Genosse 05.02.2015 17:57
      Highlight Highlight @David Müller
      "..es wäre zu prüfen.." als Anregung. Ich habe mich damit nicht selbst ins Spiel gebracht :)
      Und wenn sie meinen ersten Satz gelesen haben, gehe ich mit beiden Parteien hart ins Gericht.

      Stolz auf "unsere" Weltbanken (?!). Die Schweizer stellen zwar 89% der Aktionäre, die UBS gehört aber nur zu 24% der Schweiz. Bei CS sind es 91% zu 19%. Nichts mit "unsere", wie auch die Swiss mit Schweizerkreuz für die Lufthansa fliegt, die einen guten Job macht. Worauf sind sie bei den erwähnten ausländischen Geldinstituten stolz? Angefangen vom Judengold bis heute nur rufschädigende Skandale ohne Ende mit Reputationsschaden der Schweiz im Ausland. Wenn sie dort ihre Brötchen verdienen verstehe ich Ihre persönliche Intention. Doch wer sich hinter to-big-to-fail versteckt, gleichzeitig abzockt und betrügt, gehört nicht in mein liberales Wirtschafts-Weltbild, das Nachhaltigkeit beinhaltet. Die Politik kuscht wegen den Jobs und den Steuern, ansonsten sind die Banken politisch ein Klotz am Bein.
  • Gantii 05.02.2015 09:07
    Highlight Highlight Desshalb hätte man nie eine Abmachung mit den USA machen sollen.
    Kein Cent mehr für den Bankrottstaat #1
  • TomBenZeen 05.02.2015 08:35
    Highlight Highlight Die USA und Ihre Notenbank gehört hinter Gitter. Das sind die wahren Verbrecher

Afghanische Friedensverhandlungen in Katar fortgesetzt

Einen Tag nach dem historischen Beginn der innerafghanischen Friedensverhandlungen haben kleine Gruppen der Taliban und Regierungsseite die Gespräche fortgesetzt. Gesprochen wurde über Verhaltensregeln und Zeitpläne der Verhandlungen in der katarischen Hauptstadt Doha, wie das Team der afghanischen Republik am Sonntag auf Twitter bekanntgab. Die militant-islamistischen Taliban bestätigten das Treffen. (sda/dpa)

Artikel lesen
Link zum Artikel