Gesellschaft & Politik
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epa04938170 Visitors pose with the first beer mugs handed out in a beer tent at the 182nd Oktoberfest in Munich, Germany, 19 September 2015. Oktoberfest, Germany's annual 16-day extravaganza of heavy drinking and eating, opened 19 September and run through 04 October. Munich's mayor is to hammer the first tap into a barrel of beer Saturday midday, officially opening the event which attracts 6 million revellers every year.  EPA/SVEN HOPPE

Auf der Wiesn wird wieder «g'suffa».
Bild: EPA/DPA

Bier, Bier, Bier – das Oktoberfest hat begonnen



Mit viel Bier und reichlich Promis hat in München das Oktoberfest begonnen. Eine Million Million Besucher feierten weitestgehend friedlich. Sie tranken nach ersten Schätzungen der Wirte etwa eine Million Mass Bier und verspeisten zehn Ochsen.

Auch ein kräftiger Regenguss am Eröffnungsabend minderte die gute Stimmung nicht. An den Eingängen der Bierzelte bildeten sich immer wieder Schlangen. Zeitweise mussten sie wegen Überfüllung geschlossen werden. Bis zum 4. Oktober werden gut sechs Millionen Besucher erwartet. Sie müssen für die Mass Bier überall mehr als zehn Euro zahlen.

epa04940658 People wearing traditional Bavarian costumes enjoy themselves in a beer tent at the 182nd Oktoberfest in Munich, Germany, 20 September 2015. Germany's annual beer-drinking and sausage-eating Oktoberfest kicked off the day before on 19 September and is expected to draw six million visitors over its 16 days. The world's largest folk and beer festival runs from 19 September to 04 October.  EPA/KARL-JOSEF HILDENBRAND

Schon am ersten Wochenende kamen hundertausende Bierliebhaber zum Oktoberfest.
Bild: EPA/DPA

Farbenfroh, festlich und sehr traditionell präsentierten sich die Menschen in Trachten bei ihrem Umzug zur Wiesn. In historischen Gewändern zogen etwa 9000 Trachtentragende und Schützen aus mehreren europäischen Ländern quer durch München zur Festwiese. Schaulustige säumten die Strassen - es ist einer der grössten und schönsten Trachtenumzüge der Welt.

Gruppen aus ganz Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Serbien und Polen reihten sich in den sieben Kilometer langen Festzug ein. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) fuhren in blumengeschmückten Kutschen mit. Reiter hatte am Samstag um Punkt 12.00 Uhr das erste Fass Bier mit nur zwei Schlägen angezapft und das grösste Volksfest der Welt mit den Worten: «O'zapft is! Auf eine friedliche Wiesn.» Die erste Mass reichte er Seehofer.

Keine anderthalb Stunden später mussten Sanitäter den ersten Volltrunkenen versorgen. Ein etwa 50-Jähriger wurde am Samstag um 13.20 Uhr mit einer Alkoholvergiftung zu den Helfern gebracht. Im vergangenen Jahr war das erste Alkoholopfer erst um 14.05 Uhr registriert worden.

Viele Verletzte

Die Helfer des Roten Kreuzes hatten gut zu tun, sie versorgten am ersten Tag mehr als 500 Patienten, mehrere Menschen kamen ins Krankenhaus: Ein 22-Jähriger stürzte von der Empore eines Festzeltes fünf Meter in die Tiefe, eine junge Frau kippte aus dem Fenster - und bei einer Messerstecherei wurde ein 33-Jähriger schwer verletzt. Taschendiebe versuchten im Gedränge ihr Glück - die Polizei nahm mehrere fest.

epa04938584 A female visitor poses with her beer mug at the 182nd annual Oktoberfest in Munich, Germany, 19 September 2015. The world's largest folk and beer festival runs from 19 September to 04 October.  EPA/FELIX HOERHAGER

Das 182. Oktoberfest dauert bis am 4. Oktober.
Bild: EPA/DPA

Unter den Gästen waren viele Prominente: Gleich am ersten Tag dabei waren die französische Sängerin Mireille Mathieu und der Sänger Florian Silbereisen, die Schauspielerinnen Christine Neubauer, Lisa Martinek und Simone Thomalla, der Schauspieler Hardy Krüger jr., die Unternehmerin Dana Schweiger und ihre Tochter Emma Schweiger («Honig im Kopf»), DJ Ötzi, der Schlagerkomponist Ralph Siegel oder auch die Politiker Markus Söder und Claudia Roth.

Bayern-Fussballtrainer Pep Guardiola war am Freitag auf Distanz zu den Ein-Liter-Masskrügen auf dem Oktoberfest gegangen: «Ich mag kleine, kalte Biere. Ein grosses ist nach drei Minuten nicht mehr kalt. Und wenn das Bier nicht kalt ist, ist es nicht gut.»

Am Münchner Hauptbahnhof blieben laut Bundespolizei Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Flüchtlingsankünften aus. Es kamen nur wenige Asylsuchende an. Bereits in den vergangenen Tagen hatte sich die Lage dort entspannt. (sda/dpa)

Oktoberfest 2015

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