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Epidemie

Mehr als 10'000 Ebola-Fälle registriert - wachsende Angst in Mali



Die Zahl der registrierten Ebola-Fälle in Westafrika ist laut WHO-Angaben auf mehr als 10'000 gestiegen. Derweil wächst in Mali nach dem Tod der ersten Ebola-Patientin in dem westafrikanischen Land die Sorge vor einer Ausbreitung des gefährlichen Virus.

«Wir tun alles, um eine Panik und eine Psychose zu verhindern», sagte Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keita am Samstag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor einer erhöhten Ebola-Gefahr, da das Mädchen während einer stundenlangen Busfahrt möglicherweise andere Menschen angesteckt habe.

Mali habe seit dem Ausbruch der Epidemie alle nötigen Sicherheitsmassnahmen getroffen, sagte Keita in einem Gespräch mit dem französischen Radiosender RFI und der Tageszeitung «Le Monde». Er verwies auf verstärkte Kontrollen an Flughäfen.

Über 50 Menschen unter Quarantäne

Das zweijährige Mädchen aus Mali hatte sich in Guinea mit Ebola infiziert. Mehr als 50 Menschen aus ihrem Umfeld wurden inzwischen unter Quarantäne gestellt.

43 Kontaktpersonen, unter ihnen acht Spitalmitarbeiter, stünden in Kayes im Südwesten des Landes unter medizinischer Beobachtung, teilte das Gesundheitsministerium mit. Dort war die kleine Patientin am Freitag gestorben.

Etwa zehn Menschen wurden in der Hauptstadt Bamako unter Quarantäne gestellt. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben des Ministeriums um Angehörige einer Familie, bei der sich das Mädchen und ihre Grossmutter nach ihrer Rückkehr aus Guinea kurzzeitig aufhielten, bevor sie weiter in ihren Heimatort reisten. 

Massnahmen in New York und New Jersey 

Auch in den USA wurden inzwischen mehrere Ebola-Fälle registriert. In New York war am Donnerstag ein Arzt positiv auf das Virus getestet worden. Der 33-jährige Mediziner war kürzlich in Westafrika im Einsatz. Er wird in einem Spital in New York behandelt, sein Zustand war am Freitag stabil.

Als Reaktion auf den ersten Ebola-Fall in New York verschärften die Bundesstaaten New York und New Jersey ihre Sicherheitsvorkehrungen. Wer in Westafrika mit Ebola-Patienten in Kontakt gekommen sei, müsse bei der Wiedereinreise in die USA künftig für bis zu 21 Tage in Quarantäne, teilten die Bundesstaaten mit. 

Zwei US-Krankenschwestern, die sich in Texas bei der Pflege eines inzwischen verstorbenen Patienten mit Ebola angesteckt hatten, haben die Erkrankung indes überwunden. 

Massenimpfungen geplant

Ebola ist ansteckend, sobald Patienten Symptome der Krankheit wie Fieber, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall zeigen. Das Virus wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

Nach jüngsten Zahlen der WHO vom Samstag haben sich inzwischen 10'141 Menschen mit Ebola infiziert, 4922 davon sind gestorben, die meisten von ihnen in Liberia, Sierra Leone und Guinea. Experten gehen weiterhin von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die WHO will spätestens in der ersten Hälfte 2015 mit Massenimpfungen die Wende im Kampf gegen Ebola schaffen. Die Tests für die Kampagne in Westafrika sollen im Dezember starten. (sda/afp/dpa)

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