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Liberia / Nigeria

Liberias Präsidentin feuert abwesende Minister in Ebola-Krise

27.08.2014, 06:0827.08.2014, 10:04
Kein Erbarmen mit kneifenden Ministern: Ellen Johnson Sirleaf. 
Kein Erbarmen mit kneifenden Ministern: Ellen Johnson Sirleaf. Bild: Abbas Dulleh/AP/KEYSTONE

Inmitten der Ebola-Krise hat Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf mehrere abwesende Minister und leitende Beamte gefeuert. Dies teilte ihr Büro am Dienstag mit, ohne jedoch Angaben zur Zahl oder der Identität der Betroffenen zu machen.

Sirleaf hatte am 6. August alle Minister und hohen Beamten aufgerufen, die sich gerade im Ausland befanden, binnen einer Woche ins Land zurückzukehren, um bei der Bekämpfung der verheerenden Ebola-Epidemie mitzuhelfen. Wer dieser Aufforderung bis zum Dienstag nicht nachgekommen war, wurde entlassen.

Die Lage ist nach wie vor bedrohlich.
Die Lage ist nach wie vor bedrohlich.Bild: AFP

Aus Regierungskreisen liess man verlauten, von der Entlassung seien nur Staatssekretäre, nicht aber amtierende Minister betroffen. Bei den hohen Beamten, die nicht zurückgekehrt seien, würde das Gehalt bis zu ihrer Rückkehr einbehalten, teilte das Präsidentenbüro mit. 

Schulstart um einen Monat verschoben

Indessen hat Nigeria wegen Ebola den anstehenden Schulstart um einen Monat verschoben. Der Unterricht werde statt Mitte September erst Mitte Oktober wieder aufgenommen, erklärte Bildungsminister Ibrahim Shekarau am Dienstag.

«Alle öffentlichen und privaten Schulen bleiben bis zum 13. Oktober geschlossen.» In der gewonnenen Zeit sollten «Vorsichtsmassnahmen» ergriffen werden, um die Schüler vor Ebola zu schützen. 

Bereits 1400 Tote seit Anfang Jahr

In Westafrika wütet derzeit eine Ebola-Epidemie. Die Ausbreitung des tödlichen Virus' konnte bisher nicht gestoppt werden. Der Erreger löst hämorrhagisches Fieber aus, das in vielen Fällen zum Tod führt. In Nigeria wurden 13 Fälle der Krankheit bestätigt.

Insgesamt starben seit Beginn des Jahres in Nigeria, Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 1400 Menschen an dem Virus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die Epidemie inzwischen zum Gesundheitsnotfall und liess den Einsatz noch nicht erprobter Medikamente und Impfstoffe in den betroffenen Ländern zu. (sda/afp)

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