DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04316162 (FILE) A file picture dated 15 May 2014 shows British Foreign Secretary William Hague during a press conference at the Foreign Office in London, Britain. According to news reports on 14 July 2014, Hague has resigned as British Foreign Secretary, as part of a major reshuffle of British Prime Minister David Cameron's cabinet.  EPA/ANDY RAIN *** Local Caption *** 51367629

William Hague. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Grosse Kabinetts-Rochade

Britischer Aussenminister Hague tritt überraschend zurück



Es war eine Überraschung, was die Downing Street am späten Montagabend in London bekannt gab: Der britische Aussenminister William Hague sei von seinem Amt zurückgetreten. 

Sein Abgang ist Teil einer gross angelegten Kabinettsumbildung in der Regierung von Premierminister David Cameron. Zuvor hatte mit Ken Clarke als Minister ohne Portfolio ein Westminster-Urgestein seinen Rückzug bekanntgegeben. 

Der 53-jährige Hague soll bis zur Parlamentswahl im kommenden Mai als «Leader of the House of Commons» fungieren und den Wahlkampf für die Konservative Partei in wichtigen Wahlkreisen organisieren. Der Vorsitzende des britischen House of Commons hat Ministerstatus und gehört somit der Regierung an. 

Nachfolger Hagues als Aussenminister soll der bisherige Verteidigungsminister, der 58-jährige Philip Hammond werden, berichtete der britische Sender BBC unter Berufung auf Regierungsquellen. In seiner neuen Funktion wird Hague Andrew Lansley ersetzen. Er wird als neuer EU-Kommissar Grossbritanniens gehandelt. 

Hague kündigte via Twitter an, er werde bei der Wahl 2015 nach 25 Jahren als Abgeordneter nicht mehr für das Unterhaus kandidieren. «Von Mai 2015 an, nach solch einer langen Zeit in der Politik, möchte ich mich auf viele andere Dinge konzentrieren, die ich immer schon tun wollte», schrieb er. 

Initiative mit Angelina Jolie 

Cameron beschrieb Hague als ein «führendes Licht» über eine gesamte Generation. «Er ist nicht nur ein erstklassiger Aussenminister gewesen, sondern auch ein enger Vertrauter, ein kluger Berater und ein grossartiger Freund», betonte Cameron. 

LONDON, ENGLAND - JUNE 19:  Britain's Prime Minister David Cameron and NATO Secretary-General Anders Fogh Rasmussen (not pictured) hold a joint news conference in Downing Street on June 19, 2014 in London, England.  During his visit to the United Kingdom the Secretary General will meet with British Prime Minister David Cameron, British Foreign Secretary William Hague and British Defence Secretary Philip Hammond in preparation for the 2014 NATO Summit in Wales.  (Photo by Luke MacGregor/WPA Pool/Getty Images)

Er war ein führendes «Licht über eine gesamte Generation», sagt Premier David Cameron. Bild: Getty Images Europe

Hague hatte sich in den vier Jahren als Aussenminister seit 2010 zuletzt vor allem für Frauenrechte in Kriegsgebieten eingesetzt. Hierzu hatte er gemeinsam mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie eine vielbeachtete Initiative gestartet. 

In seine Amtszeit fielen auch die Krise mit einem britischen Militäreinsatz in Libyen sowie die Schliessung der britischen Botschaft in Teheran, die nun vor der Wiedereröffnung steht. Hague war international das Gesicht Grossbritanniens bei Krisen wie in Syrien und zuletzt in der Ukraine

Cameron steht unter dem Druck des EU-kritischen Parteiflügels. Der Premierminister versprach seinen Landsleuten, im Jahr 2017 ein Referendum über den Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union abzuhalten, sollten die Tories die Wahl im kommenden Jahr gewinnen. Bis dahin will Cameron die Stellung des Königreichs in der EU von Grund auf neu verhandeln. (rey/sda/dpa/afp) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Offen gesagt

«Lieber Herr Brotz, das ist ein Tanz auf der Rasierklinge ...»

Die publikumsstärksten Debattenformate von SRF wollen eine «Spaltung» der Schweiz ob der Corona-Politik verhindern. Mittels Diskurs unter Einbezug aller Lager. Kann das funktionieren? Eigentlich nicht.

Lieber Herr Brotz

Sie mussten sich jeweils einiges anhören, auch von uns, weil Sie in «Club» und «Arena» coronamassnahmenkritischen Leuten eine Plattform geboten hatten, die teils äusserst fragwürdiges, gefährliches und unwahres Zeug erzählten.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Im Nachgang erwidern Sie Kritik an dieser «False Balance», also der Überrepräsentation von Minderheitsmeinungen gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen und Exponenten, jeweils sofort: Sie wollten Dialog …

Artikel lesen
Link zum Artikel