Gesellschaft & Politik
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In letzter Minute

Tourists stand beneath a huge Greek flag in front of a broken ancient marble column at the Acropolis hill, in Athens, on Tuesday, Feb. 17, 2015. Greek shares led a European retreat Tuesday as investors reacted negatively to the breakdown in talks between Greece and its creditors in the 19-nation eurozone over the country's attempt to renegotiate its financial bailout. (AP Photo/Petros Giannakouris)

Tage der Entscheidung: Was passiert mit Griechenland? Bild: Petros Giannakouris/AP/KEYSTONE

Griechenlands Regierung will das Hilfsprogramm nun doch verlängern



Im griechischen Schuldendrama deutet sich in letzter Minute ein Kurswechsel der neuen Regierung in Athen an. Die griechische Regierung hat bekräftigt, dass sie noch heute eine Verlängerung des Hilfsprogramms beantragen wird. «Wir werden heute den Brief schicken», kündigte Regierungssprecher Gavriil Sakellarides im griechischen Fernsehen an. 

Das Schreiben geht an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Zum genauen Inhalt wollte sich Sakellarides allerdings nicht äussern und verwies auf das Finanzministerium. 

Damit blieb die entscheidende Frage zunächst offen, ob Athen nun auch bereit ist, die bisher vereinbarten Auflagen der internationalen Geldgeber zu akzeptieren.

Spiel auf Zeit?

Griechischen Medien zufolge strebt Athen eine Verlängerung um sechs Monate an, also bis Ende August. Ein Sprecher des Athener Finanzministeriums wollte die Berichte am Dienstagabend auf Anfrage der dpa weder bestätigen noch dementieren. Regierungskreise schlossen eine neue Sitzung der Eurogruppe nicht aus.

Wie die griechischen Medien weiter berichteten, wird Athen den Europartnern versprechen, keine Massnahmen zu treffen, die zu zusätzlichen Defiziten führen. Athen sei zudem offen, weitere Zugeständnisse zu machen.

Die Euroländer fordern die Regierung in Athen auf, bis diesen Freitag eine Verlängerung zu beantragen. Dies lehnte das Links-Rechts-Bündnis unter Ministerpräsident Alexis Tsipras bisher strikt ab. Athen macht das bisherige Programm der Europartner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Misere in Griechenland verantwortlich.

Ohne eine rasche Einigung droht Griechenland eine dramatische Verschlechterung seiner Finanzlage bis hin zur Staatspleite. Eine wichtige Entscheidung steht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Sie berät darüber, ob sie die Notfallkredite von bisher 65 Milliarden Euro für die griechischen Banken weiter bewilligt. (kad/sda/dpa)

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