Gesellschaft & Politik
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«Jeder für alle»: Unter diesem Motto wollen sich die Pariser gegenseitig helfen. bild: le carillon

«Chacun pour tous»: Mit dieser schönen Idee versuchen die Pariser den Obdachlosen zu helfen



Was fällt dir ein, wenn du an Paris denkst? Die schönen historischen Bauten, der Eiffelturm, das unverwechselbare Flair oder der Begriff «Stadt der Liebe»? Dann geht es dir so wie den meisten Menschen, doch Frankreichs Hauptstadt hat auch seine Schattenseiten.

Angesichts der Wirtschaftsmisere, die das ganze Land fest im Griff hat, steigt die Zahl der Obdachlosen immer weiter an. Um den Menschen, denen es an so gut wie allem fehlt, etwas unter die Arme greifen zu können, wurde das Projekt «Le Carillon – chacun pour tous» ins Leben gerufen.

Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von Geschäften und Privatpersonen, die beschlossen haben, den Obdachlosen von Paris gemeinsam zu helfen. Das Prinzip ist ganz einfach: Jeder, der mitmachen will, klebt in sein Fenster das Logo des Projektes und dazu die entsprechenden Sticker, die anzeigen, was den Obdachlosen gratis angeboten wird.

Und das kann alles Mögliche sein: Von einer Mahlzeit über eine Ladestation fürs Handy bis hin zu einer warmen Dusche – die Palette der Angebote ist breit gefächert. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Geschäfte, die mitmachen. Neben vielen Cafés machen zum Beispiel auch Apotheken, Coiffeur-Läden und kleine Supermärkte mit.

Hier bekommen Obdachlose einen Gratis-Haarschnitt verpasst:

So sieht das Sticker-Set aus, das die Teilnehmer bei den Projekt-Leitern bestellen können:

Dieser Vintage-Mode-Laden ist auch dabei:

Genau wie dieser iPhone-Reparatur-Laden:

Ins Leben gerufen wurde das Projekt im November letzten Jahres. Und während in Paris immer mehr Geschäfte mitmachen, erreichen Louis-Xavier Leca, den Gründer von «Le Carillon», immer mehr Anfragen aus anderen französischen Städten. So könnte es sein, dass die Idee demnächst auch anderswo umgesetzt wird. Leca selbst möchte das Projekt nun vorerst in Paris vorantreiben, bisher konzentriert es sich nämlich vor allem auf das 11. Arrondissement.

Die gesamte Liste der Läden, die bei dem Projekt bereits mitmachen, findest du hier.

(viw)

Passend dazu: Franzosen versammeln sich Nacht für Nacht zu Protestaktionen

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