Gesellschaft & Politik
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Moses zerbricht die Gesetzestafeln (Exodus 32, 19-20), gezeichnet von Gustave Doré.
Bild: getty images

Wenn Politiker von «christlichen Werten» sprechen: Was zum Teufel soll das eigentlich sein?

«Wir setzen uns für ‹christliche Werte› ein». Diesen Satz hört man von Politikern oft – sei es, um für ihr «humanes» Programm zu werben oder um die Schweizer vor der schleichenden Islamisierung zu warnen. Was ist dran an diesem Schlagwort? Ein Versuch, die Leere und Gefährlichkeit eines Ausdruckes zu analysieren. 



In der Politik wird oft von «christlichen Werten» geredet. Sie gilt es zu bewahren, nach ihnen soll man leben. Die christlichen Werte werden von linker und genauso von rechter Seite in Anspruch genommen, und manch eine Partei in der Mitte trägt diese Stützen abendländischer Kultur gar in ihrem Slogan (EVP – «Christliche Werte. Menschliche Politik») – oder zumindest die Hälfte davon in ihrem Namen (Christlichdemokratische Volks-Partei). Parteien mit gänzlich unterschiedlichen Ausrichtungen stützen sich allesamt auf diese ominösen Werte und legen sie dementsprechend flexibel aus.

Nur, wenn ein Ausdruck alles bedeuten kann, ist er dann überhaupt noch etwas wert? Und wie gefährlich kann er werden, wenn er mit beliebigen Inhalten gefüllt wird? 

Das christliche Liebesgebot und seine historische Korruption

Für die Zürcher EVP-Nationalrätin Maja Ingold sind es die Evangelien, die christliche Werte transportieren: 

«Mit christlichen Werten meine ich das Wertegerüst, das aus den Evangelien spricht. Jesus hat in den Gleichnissen (über Reichtum, die Talente, der barmherzige Samariter) und Predigten (z.B. Bergpredigt), in Geschichten mit Menschen (z.B. Zachäus) und Leitsätzen (z.B. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst) genug darüber gesprochen, dass ich diese Dinge als Leitplanken (nicht Rezepte!) für mein politisches Handeln in Bezug auf die Behindertenpolitik, die Hilfe zur Selbsthilfe oder die Flüchtlingspolitik nehmen kann.»

Maja Ingold, EVP-Nationalrätin  

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Der heilige Martin von Tours teilt seinen Mantel für einen Bettler. Fresko von Simone Martini.
bild: wikipedia

Zusammengefasst kann man das, wovon Ingold spricht, die Liebesethik Christi nennen, welche die alttestamentliche Gesetzestreue gegenüber Gott und seinen Geboten ablöste: «Liebe und Gnade – oder deutlicher und sozialer formuliert – Hilfe und Schutz für Mitmenschen (auch und gerade für Flüchtlinge) sowie Vergebung von Fehlern oder gar Aggressionen ‹der Anderen› stehen dabei im Zentrum», sagt der Historiker Achatz Freiherr von Müller. Und weiter: 

«Daher auch die berühmte Feindesethik der christlichen Tradition, die Gewalt nicht mit Gewalt zu beantworten sucht, bis hin zum radikalen Pazifismus.»

Achatz Freiherr von Müller, emeritierter Professor für Geschichte des Mittelalters an der Universität Basel

Betrachtet man das Ganze mit den Augen der Kritiker, so ist die christliche Caritas in der Praxis natürlich reichlich korrumpiert worden: Seit Kaiser Konstantin, «dem ersten christlichen Monsterverbrecher», wie ihn der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner nennt, ist die Geschichte des Christentums die Geschichte von Krieg, Blut, und Mord. 

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Francesco Hayez; «Der siebente Kreuzzug gegen Jerusalem».
bild: malerei-meisterwerke

«‹Christliche Wertegemeinschaft›, wie immer auch hinter einem atemverschlagenden Schwall von Phrasen kaschiert, ist in praxi meist nur unersättliche Macht- und Geldsucht, kaltblütige Gier einfach nach Mehr, Mehr, Mehr.»

Karlheinz Deschner, Kirchenkritiker

Dazu komme, dass die sogenannten christlichen Tugenden (Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit, Mässigung, Glaube, Liebe, Hoffnung) alles andere als genuin christlich sind, betont von Müller: Platon, Aristoteles, Cicero und Seneca haben lange davor darüber geschrieben. Dem sei sich aber bereits der grosse Kirchenvater Augustinus bewusst gewesen.

Danke Jesus oder danke Aufklärung? 

Anlässlich der 100-Jahr-Feier der CVP hat Bundesrätin Doris Leuthard vor drei Jahren gesagt:

«Viele bekennen sich nicht mehr klar zum christlichen Glauben. Aber viele identifizieren sich mit der christlichen Tradition des Landes. Christliche Prinzipien haben eine starke Akzeptanz in der Gesellschaft – der Einsatz für sozial Schwache, für die Familie, das Eintreten für die Würde des Menschen, den Rechtsstaat, für Gleichbehandlung. Darauf kann die CVP bauen.»

Doris Leuthard, Bundesrätin

Hier entfernen wir uns also schon viel weiter von einer spezifisch christlichen Interpretation: Denn der Rechtsstaat, ja die Menschenrechte überhaupt, die Gleichberechtigung, das sind keine Früchte des Christentums – und schon gar nicht die der Kirche. Im Gegenteil. Sie sind im ständigen Kampf gegen sie entstanden. Sie sind das Erbe der Aufklärung, säkulare Werte, die zu den Grundlagen unseres Staates geworden sind. 

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Blatt zur Erinnerung an das Inkrafttreten der ersten Bundesverfassung am 12. September 1848, in deren Präambel unter anderem steht: «Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen.»
bild: wikipedia

Die Bedrohung der christlichen Werte durch die Islamisierung

Während CVP und EVP die christlichen Werte irgendwo im Dunstkreis ethisch-sozialer Verantwortung ansiedeln, sind sie für die SVP die bedrohten Grundpfeiler der abendländischen Kultur. In ihrer Rhetorik steckt die Warnung vor einem abermaligen «Türkensturm», vor der schleichenden Islamisierung, die unser christliches Erbe zunichte macht. Das Christentum wird zum Abgrenzungskriterium, wie es der Politik- und Religionsprofessor Antonius Liedhegener formuliert: 

«Im Wahlprogramm der SVP wurde das Christentum beispielsweise zu einem Abgrenzungskriterium. Mancher ist vielleicht gar nicht mehr selber gläubig oder kirchlich gebunden, denkt aber, man gehöre zum christlichen Abendland und deswegen könne man sich gegen andere Menschen und andere Religionen abgrenzen. Das lässt sich offenkundig parteipolitisch mobilisieren und nutzen.»

Antonius Liedhegener, Professor für Politik und Religion an der Universität Luzern

Hier wird es abermals angedeutet: Mit dem christlichen Glauben hat das Gerede von christlichen Werten nicht mehr viel zu tun. Der Gottesbezug ist für die Mehrheit nicht mehr von Belang. Gott ist tot – und was bleibt, sind diese diffusen Bezüge auf eine christliche Gemeinschaft, auf ein Abendland, dessen Werte es vor dem Muselmann zu schützen gilt.

Dafür werden Symbolschlachten ausgetragen: Minarette, Burkas gehören verboten. Diese spitzen, bedrohlichen Phallen eines fremden Gottes wollen wir in unserem Stadtbild nicht haben, und diese wandelnden Zelte der Unterdrückung haben in unseren Strassen nichts verloren.

Man kämpft für das Recht eines jeden Kruzifixes, in einem Schweizer Schulzimmer zu hängen, obwohl die meisten Schüler gar nicht (mehr) wissen, wer dieser Typ mit dem Dornenkranz ist, der da neben ihnen an der Wand sein Martyrium stirbt. Aber was soll's. Es wird uns vergeben. Denn offensichtlich wissen wir noch immer nicht, was wir tun. 

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Detail des Isenheimer Altars, gemalt von Matthias Grünewald, von 1506 bis 1515.
bild: wikipedia

Die wertlose Wahrheit

Auch der Kirchenhistoriker Martin Wallraff fragt sich manchmal, warum in moderner Zeit so viel von christlichen Werten gesprochen wird, wo doch die Religiosität und der Glaube der Menschen längst auf dem Sterbebett liegen:

«In der öffentlichen Diskussion bekommt man manchmal den Eindruck, dass der Rekurs auf ‹christliche Werte› dann besonders ausgeprägt ist, wenn Interesse an und Kenntnis über das Christentum besonders gering sind. Zugespitzt könnte man aus christlicher Sicht vielleicht sogar umgekehrt sagen: Christliche Werte gibt es nicht. Vor Jahren hat der Theologe Eberhard Jüngel ein Buch publiziert, dessen Titel eben diesen Punkt hervorhebt: ‹Wertlose Wahrheit›. Denn das Christentum ist eine Religion, keine Werte-Produktionsanstalt.»

Martin Wallraff, Ordinarius für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Universität Basel 

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Vielen jungen Menschen sagt der Glaube nichts bis gar nichts mehr.
bild: imgur

Wenn ein Schlagwort keine eigene Seele mehr hat und darum gefährlich werden kann

«Christliche Werte», dieser Begriff ist zum politischen Schlagwort geworden, das alles und genau darum nichts mehr bedeutet. Wahrscheinlich hat Wallraff recht, wenn er sagt, dass es die christlichen Werte eigentlich nicht gibt. Nur schon der Plural dieses Ausdruckes ist sehr verräterisch. Er deutet an, dass man diese Werte aufzählen kann, aber niemand tut das wirklich. Offenbar ist mit ihnen nichts Konkretes gemeint, sie weichen einer eindeutigen Definition aus. Deshalb ist ein solcher Ausdruck als wissenschaftliche Kategorie schon mal völlig untauglich. Für den Alltag und die Politik hingegen umso nützlicher: Die Schwammigkeit des Schlagwortes lässt es zu, dass die Menschen alle möglichen Assoziationen dranhängen, die von der Liebe zum Feind bis hin zum Hass auf den Feind reichen. Und Letzteres kann sehr gefährlich sein.

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bild: tumblr/sandrawanner

Denn Hass ist seit jeher populärer als die Liebe. Der Feind wechselt im Laufe der Menschheitsgeschichte zwar sein Gesicht, aber er ist immer da. Heute ist es der Islam – oder genauer seine angeblichen Versatzstücke wie Kopftücher, Burkas, Minarette und alles, was man damit verbindet: Unterdrückung, Rückständigkeit, religiöser Fanatismus, «IS»-Kopfabschneider, das blutige Schwert. All das schwappt mit den Flüchtlingen in unser Land. Und diese barbarische Welle wird unsere zivilisierte Welt niederreissen – so tönen die Rufe der Verängstigten. Verteidigt unsere christlichen Werte! Verteidigt unsere abendländische Kultur! 

Nur ist Kultur ein bisschen mehr als dieses leere Geschwätz von christlichen Werten. Und wegen zwei bis drei Burkas ist sie ganz sicher nicht dem Untergang geweiht. 

«Kultur ist der Sieg der Überzeugung über die Gewalt.»

Platon

Nun die Frage an euch, liebe User, was sind für euch «christliche Werte»? 

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 01.01.2016 09:15
    Highlight Highlight Die Bibel ist leider eines der schlechtesten Märchenbücher, welches je geschrieben wurde.
  • herschweizer 29.12.2015 09:49
    Highlight Highlight Hatte nicht dieser Horus auch Jünger ?
  • Der Kritiker 28.12.2015 12:51
    Highlight Highlight wusste gar nicht, dass watson derart wert auf unnütze, wertlose titel wie "freiherr" legt? für einmal gibt's schelte von mir.
  • dä dingsbums 28.12.2015 10:13
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel.
    Und die Diskussion hier, wow. Kein Getrolle, keine Verunglimpfungen oder Beleidigungen.
  • malu 64 27.12.2015 18:09
    Highlight Highlight Genau gesehen ist Diktatur die Grundlage jeder Religion. Ein " unfehlbares" Wesen will von uns
    geehrt werden. Zudem sind die ausgewählten Gesetze einzuhalten. Von Menschen geschaffen um Menschen zu kontrollieren!
    • Triesen 27.12.2015 20:01
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht ganz, der Buddhismus kommt ohne Gott aus. Vielleicht ist diese Religion deshalb in der Weltgeschichte als besonders friedlich aufgefallen. Der Buddhismus lässt andere Götter leben...
    • rasca 30.12.2015 01:08
      Highlight Highlight Könnte mich irren aber Buddhismus ist doch auch nicht so stark institutionalisiert wie die monotheistischen Offenbarungsreligionen und kann ist daher auch deutlich weniger anfällig instrumentalisiert zu werden?
    • Triesen 30.12.2015 08:47
      Highlight Highlight @rasca ...Analyse und Folgerung ganz sind richtig. Der Buddhismus ist einfach nicht für den Missbrauch im grossen Stil geeignet. Er ist insgesamt "zu tolerant" und erhebt keine absoluten Ansprüche. Von ihm können Christen, Juden, Moslems viel lernen.
  • R&B 27.12.2015 13:02
    Highlight Highlight Frage: Wer hat die Bibel je ganz gelesen? Herz=ganz gelesen Blitz=nicht oder nicht ganz gelesen
    • Luca Brasi 27.12.2015 13:39
      Highlight Highlight Welche Version? Das Original, Kinderbibel, etc.? ;)
    • demokrit 27.12.2015 15:56
      Highlight Highlight Ich habe Hume's Enquiry on human understanding (knapp 200 Seiten) gelesen und kann das Buch jedem religiösen Menschen sehr empfehlen.
    • R&B 27.12.2015 17:47
      Highlight Highlight @Luca Brasi: Das Original. Wobei das Original ja auch kein Original ist, da es immer wieder zeitgemäss geschrieben wurden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ket4mon 27.12.2015 12:47
    Highlight Highlight "Parteien mit gänzlich unterschiedlichen Ausrichtungen stützen sich allesamt auf diese ominösen Werte und legen sie dementsprechend flexibel aus." Parteien nutzen also Teile aus der Bibel und legen diese entsprechend aus. Es gibt ja auch verschiedene Glaubensrichtungen die auf der Bibel basieren, aber trotzdem Ziele in einer anderen Richtung haben als andere. Welcher Glaubensrichtung kann man nun trauen? Wie kann man sichergehen, dass man exakt nach der Bibel lebt? Die weiterführenden Fragen kommen ganz von selbst, auch wenn man bedenkt, das Lesen Interpretationssache ist.
  • Nico Rharennon 27.12.2015 12:41
    Highlight Highlight Wenn wir schon am Weltbild der Christen rütteln habe ich hier auch noch einen:
    Play Icon

    Habe übrigens am 25. einem grossen Mann gedacht. Er hat mit seinem Wirken die Welt revolutioniert und uns vom Dunkel ins Licht geführt. Danke Sir Isaac Newton!
    • Buebi 27.12.2015 19:57
      Highlight Highlight Awesome!
  • Malkollektivdurchatmen 27.12.2015 01:46
    Highlight Highlight Ein meiner Meinung sorgfältig recherchierter Artikel, der meinen Augen Spass macht und zum Nachdenken anregt. Erfreulicherweise hebt sich auch die anschliessende, recht gepflegte Diskussion von den anderen Tageszeitungen-Kommentaren ab. Ich zitiere Grillparzer: Nur eins ist Glück hinieden, eins des Innern Frieden und die schuldbefreite Brust.
    In dem Sinne allen einen guten Jahreswechsel mit den für sie passenden Werten!
  • barbarodastice 27.12.2015 00:56
    Highlight Highlight Danke für den spannenden Input!

    "Werte", egal ob christlich oder nicht, können meiner Meinung nach nicht absolut, d.h. der Zeit entrückt, definiert werden. Vielmehr bewegen sie sich mit der Zeit, in der sie moralische Geltung haben. Unter "Christlichen Werten" verstanden Menschen im Jahr 800 etwas komplett anderes als im Jahr 1300. Genau gleich nach der Reformation: "Christliche Werte" hatten für jemanden aus dem katholischen Burgund eine völlig andere Bedeutung als für jemanden aus dem protestantischen Genf.

    Toleranz und Nächstenliebe haben auch ohne das Label "christlich" ihre Gültigkeit.
    • MarGo 30.12.2015 09:28
      Highlight Highlight nur hat Toleranz und Nächstenliebe nüchtern und historisch betrachtet überhaupt nichts mit Christentum zu tun... Da hätte sich der Klerus ein bisschen anders verhalten sollen ;)
  • Triesen 26.12.2015 22:04
    Highlight Highlight Wahre christliche Werte vermitteln wir im Leben, durch unser Verhalten. Zum Beispiel in der Frage der Flüchtlinge, um ein aktuelles Beispiel zu nennen.

    Wenn dann auch noch gilt "an Gott glauben, aber nicht an Religion" wären wir einen grossen Schritt weiter.

    Dann könnten die Hassprediger auf Seiten ihre Koffer packen...
    Benutzer Bild
    • Lionqueen 27.12.2015 01:17
      Highlight Highlight Grundsätzlich glaube alle grossen Weltreligionen an ungefähr das gleiche, benennen es aber nicht gleich. Es sollte möglich sein, die einzelnen Glaubensrichtungen zu akzeptieren und gleichzeitig den eigenen Glauben zu verfolgen.
  • Sir Lanzelot 26.12.2015 19:29
    Highlight Highlight Wenn man das Christentum nicht verstanden hat, und schlicht nicht die leiseste Ahnung vom Evangelium hat... Dann sollte man auch nicht darüber schreibererlen!
    • Sir Lanzelot 26.12.2015 20:35
      Highlight Highlight @Rabraber
      Ich sehe das anders: Der Christliche Glaube wird sehr individuell ausgelegt und gelebt, und das ist gut so!
      Oder siehst Du das anders?
    • Sir Lanzelot 27.12.2015 07:45
      Highlight Highlight Ok, Dir ist es wichtig ganz klar zwischen Glaube und Religion zu Unterscheiden.
      Wir leben einer Gesellschaft die wohl individueller und unabhängiger kaum sein könnte. Der Glaube ist selbstverständlich sehr individuell.
      Da wir aber Religionsfreiheit haben darf sich auch jeder seine Religion selber zusammenbasteln und Schäfchen suchen.
      Natürlich gibt es Richtungen mit gewissen Regeln: Doch weisst Du so gut wie ich, dass es in unserer Gesellschaft kaum möglich ist diese Regeln auch durchzusetzen. Das ist auch gut so!!!
      Alles andere wäre (und ist) sektiererisch oder sonst zurückgeblieben....
    • Sir Lanzelot 27.12.2015 10:51
      Highlight Highlight Das man Religionen missbrauchen kann darin sind wir uns absolut einig.
      Das kann man aber mit fast allem...

      Der Schluss jede Religion über den selben Kamm zu scheren ist einfach schlicht falsch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 26.12.2015 19:05
    Highlight Highlight Politiker mit christlichen Werten sind meist Theoretiker ohne Lebenserfahrung, welche sich auf
    die Thorien und Geschichten eines Sammelwerks berufen.
  • Marc Jost 26.12.2015 18:16
    Highlight Highlight www.lebenswerte.ch Hier hat die EVP christl Werte definiert.
  • Andreas Kyriacou 26.12.2015 17:33
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel!

    Amüsant (bzw. eigentlich eher bedenklich) finde ich es, wenn Leute auf die Nachfrage, was sie denn mit den christlichen Werten meinen, mit "die zehn Gebote" antworten – sie sich also auf jenen alttestamentarischen Text berufen, der mit einem Absolutheitsanspruch und Denkverbot ("Du sollst keine anderen Götter haben") beginnt und mit der Gleichsetzung der Frau mit Esel und Rind als Hab und Gut des Mannes endet.
    • Chrisbau 05.01.2016 16:32
      Highlight Highlight Also den Absolutheitsanspruch, an keinen Gott glauben zu dürfen hört man ja meistens von Atheisten. Bitte nicht glauben, diese hätten keinen Absolutheitsanspruch. Die Gleichsetzung des "Hab und Guts" mit der Frau findet sich nicht in der Bibel, höchstens die Version des evang. Katechismus könnte man so interpretieren.
  • sowhat 26.12.2015 17:21
    Highlight Highlight ein sauber aufgegleister Artikel, Danke.
    vieleicht sollten wir uns endlich von der Formulierung "christliche Werte" verabschieden und liebr dafür sorgen, dass die Errungenschaften der Aufklärung gepflegt, erhalten und weiterentwickelt werden. Denn die sind in Gefahr und zwar von beiden, um nicht zu sagen, von vielen Seiten!
    • atomschlaf 26.12.2015 18:49
      Highlight Highlight @sowhat: Schön gesagt bzw. geschrieben. Danke!
    • Tom Garret 27.12.2015 00:23
      Highlight Highlight haha Danke! "die Errungenschaften der Aufklärung". Viiiieeel besser als "Die christlichen Werte". Bitte auch einen Bericht darüber ;-)
      Aber die vielen Herze zeigen wie es ist heute. Was christlich ist gilt grundsätzlich als negativ, alles andere darum grundsätzlich als positiv (darum herzen so viele eine genau so einfache Aussage. Oder was sind die Errungenschaften der Aufklärung die alle so super finden? Ist die Liste Offizieller und besser als die der christlichen Werte?).
    • Lionqueen 27.12.2015 01:21
      Highlight Highlight Ich finde die sogenannten veralteten christlichen Werte sollten durch die neuen Moralvorstellungen ersetzt werden. Hier gibt sich aber auch wieder das unterschiedliche Verständnis für Moral. Einbischen Empathie für die Mitmenschen wäre auch schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anam.Cara 26.12.2015 17:04
    Highlight Highlight Danke für diesen differenzierten Artikel, Anna Rothenfluh.
    Wie schon öfter in meinen Kommentaren erwähnt, finde ich es wichtig und dringend, dass wir auf breiter Basis eine Diskussion über Werte führen.
    Die überlieferten Definitionen finden keine breite Akzeptanz mehr. Aber an ihre Stelle ist nichts getreten, das konsensfähig wäre. Somit haben wir in der westlichen Welt - und auch in der Schweiz - eine Art "Wertevakuum", das wir füllen müssen.
    Erst dann können wir glaubhaft sagen, wo die Grenzen der Toleranz für uns genau liegen.
    Das würde das Zusammenleben der Kulturen sehr vereinfachen.
    • Andreas Kyriacou 26.12.2015 17:34
      Highlight Highlight Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit füllen dieses angebliche Vakuum aus meiner Sicht bestens aus.
    • Anam.Cara 26.12.2015 17:45
      Highlight Highlight @Andreas Kyriacou: Für mich haben diese drei grossartigen Errungenschaften nicht unbedingt die selbe Dimension wie "Werte", die doch eher den einzelnen Menschen ansprechen und ihm für sein Leben gewisse Entscheidungshilfen anbieten.

      Ich habe schon den Eindruck, dass die Jugend im letzten Jahrhundert viel intensiver über gesellschaftliche oder persönliche Werte diskutiert hat, als heutzutage. Die "Sinnfrage" wurde viel intensiver und kontroverser gestellt.
      Das ist keine Kritik an der "heutigen Jugend", aber möglicherweise ein Hinweis darauf, dass "Werte" nicht mehr in Mode sind.
    • atomschlaf 26.12.2015 17:55
      Highlight Highlight Inwiefern siehst Du ein "Wertevakuum"?
      Ich finde, wir haben jede Menge Werte wie beispielsweise, die Gleichberechtigung der Frau, Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, Meinungsfreiheit, Rechtsstaat, etc.
      Fehlen tun in meinen Augen nicht die Werte, sondern vielfach das Bewusstsein für dieselben. Dies zeigt sich beispielsweise an gefährlichem Schwachsinn wie der Durchsetzungsinitiative, die den Rechtsstaat frontal angreift, aber auch an der verbreiteten Kritiklosigkeit, um nicht zu sagen Naivität, linker und liberaler Kreise gegenüber dem Islam.
      Für Werte muss man kämpfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phippe 26.12.2015 17:01
    Highlight Highlight Achtung meine Damen und Herren! Jetzt kommt die Weisheit höchst persönlich:
    Religion ist wie ein Messer; Es ist ein Werkzeug und der eine schneidet mit ihm Brot, doch der andere rammt es seinem Nachbar in die Brust... Es kommt darauf an, wie Religion genutzt wird! Religion ist weder komplett schlecht(Hoffnung) noch komplett gut!
    Schöne Weihnachten noch!
    übrigens guter Text👍
    • Phippe 27.12.2015 12:27
      Highlight Highlight Religion kann Hoffnung und Sicherheit bedeuten; Jemand in einer ausweglosen Situation kann so die Hoffnung haben, dass es etwas grösseres und höhers gibt, das für ihn sorgt. Es gibt einem Kraft zu Glauben, alles wird seine Gerechtigkeit finden. Auch der Gedanke, dass nach dem Tod noch etwas kommt ist für viele beruhigend. Ich könnte dir jetzt noch einiges Aufzählen...
    • Phippe 27.12.2015 12:28
      Highlight Highlight Man muss aber bemerken, dass es zwei Sorten von Menschen gibt: Solche denen der Glaube Kraft gibt und andere die damit nichts anfangen können.
      ich hoffe ich konnte dich ein wenig zum Nachdenken anregen und wünsche dir ein frohes neues Jahr!
      Liebe Grüsse
      Philippe
      Ps: Ich bin der Sohn einer Pfarrerin aber selbst nicht gläubig
  • leere 26.12.2015 16:35
    Highlight Highlight Warum versuchen wir es nicht mit Philosophie?
    • Anam.Cara 26.12.2015 17:07
      Highlight Highlight @leere: ein Vorschlag, der mir gut gefällt.
      Ich fürchte, dass die philosophische Diskussion gerade jene Leute nicht erreichen würde, die ihre Meinung heute auf Angst oder auf Parteiparolen aufbauen.
      Aber ein interessanter Ansatz ist es allemal.
    • Anker 26.12.2015 21:45
      Highlight Highlight Religion ist (oder eher war) Philosophie und umgekehrt ;-) so ist es auch wichtig "Religion" differenzierter zu betrachten, von individueller über gesellschaftliche hin zu politischen Dimensionen erhält das Wort sehr unterschiedliche Bedeutungen
    • demokrit 27.12.2015 12:48
      Highlight Highlight Philosophie beerdigt jede Religion.^^
  • tobler-max 26.12.2015 15:49
    Highlight Highlight Die Juden erfanden einen allmächtigen Gott, der auf ihrer Seite stand und erlittenes Unrecht rächen werde. Im Laufe der Zeit wurden irdische Vertreter dieses Allmächtigen durch gewonnene Kriege immer allmächtiger. Da Gott in den wirren Schriften anstiftet zu Mord, Vergewaltigung, Kinderschändung, Frauenunterdrückung, Rassismus, Genozid, Diktatur, Sklavenhaltung und Liebe deinen Nächsten, finden die Gottesanbeter, ob sie sich nun gegenseitig abschlachten, ausbeuten, unterdrücken oder vertragen, immer einen Text, der sie in tiefer göttlicher Ueberzeugung das alleinige Recht vertreten lässt.
    • Anam.Cara 26.12.2015 17:09
      Highlight Highlight @tobler-max: und damit wären wieder beim Missbrauch der Religionen für die Machtgier einzelner.
      Da es hier speziell um Christliche Werte geht, müssten wir vor allem das neue Testament anschauen, das im Grundsatz eine friedliche und wertschätzende Darstellung des Lebens ist. Wie wir wissen, wurde auch dieses Buch missbraucht um schreckliches Leid über die Menschen zu bringen.
  • saukaibli 26.12.2015 15:27
    Highlight Highlight Bei christlichen Werten kommen mir neben Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Bescheidenheit leider auch Worte wie Inquisition, Hexenverbrennungen, Intoleranz, Judenverfolgung, Machtgier und Sklaverei in den Sinn. Bei letzteren bin ich froh, dass christliche Werte in unserer sekulären Gesellschaft keine Rolle mehr spielen, Erstere waren in den letzten 1600 Jahren für die meisten Christen sowieso nur schöne Worte, also seit das Christentum zur Staatsreligion wurde.
    • Anam.Cara 26.12.2015 17:13
      Highlight Highlight @saukaibli: darf ich vorschlagen, dass wir zwischen den "Werten" der christlichen Lehren und den Missetaten der kirchlichen Machthaber unterschieden?

      In jener Bibel (NT), die ich gelesen habe, sehe ich keine Hinweise darauf, dass wir die aufgezählten Gräuel begehen sollten. Eher im Gegenteil.

      Vielleicht habe ich die betreffenden Stellen verpasst oder das sind Teile jener Kapitel, die ich nicht gelesen habe...?
    • Andreas Kyriacou 26.12.2015 23:10
      Highlight Highlight @Anam.Cara
      Das ist unbestritten, das NT kommt nicht annähernd so grobschlächtig daher wie das alte. Nur soll ja Jesus persönlich versichert haben, er sei nicht gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Das AT, das immerhin rund drei Viertel der gesamten Bibel ausmacht, ist somit aus christlicher Sicht kaum einfach Makulatur. Und das konservative Lager, egal ob bei den Katholiken oder den Protestanten, beruft sich ja gerne auf deftige Stellen im AT, um Tachles reden zu können.
    • Andreas Kyriacou 26.12.2015 23:13
      Highlight Highlight @Anam.Cara
      So als Anschauungsbeispiel: Das evangelische Portal Livenet postete Anfang Dezember als "Tagesvers" einen Psalm mit dem Schlusssatz "Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst Du zusehen."
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  • Luca Brasi 26.12.2015 14:15
    Highlight Highlight Schwieriges Thema bei einer solch Anzahl Zeichen. ;) Ich versuch's mal: Vergebung ist -glaube ich- das zentrale Element der christl. Lehre, denn Jesus starb angeblich für all unsere Sünden. Das soll nicht heißen, daß die anderen Religionen das nicht kennen, aber es ist der Kern des Christentums. Beim Thema Aufklärung wären Sie überrascht, wieviel davon von angelsäch. Puritanern kommt und selbst ein Aufklärer wie Lessing glaubt in "Nathan der Weise" an relig. Werte. Da sollte man Religion und Institution trennen. Politiker versuchen ständig Leute zu überzeugen. Aber zum Lügen braucht es 2. ;)
  • Hayek1902 26.12.2015 14:07
    Highlight Highlight "Christliche Werte" sind das "Neoliberalismus" der Konservativen: Beides kann alles Mögliche bedeuten und somit am Ende nichts.
  • Humbolt 26.12.2015 13:19
    Highlight Highlight Sehr schöner Artikel. Genau diese Weihnachten haben ich entschieden, dass ich meine Kinder dann konfessionsfrei aufwachsen lassen will.
    Keine Institution hat die Menscheit so manipuliert und missbraucht wie die Religion! Egal welche, alle haben sie Unheil über die Leute gebracht.
    In keinem "Gotteshaus" habe ich nur denn Hauch seiner Anwensheit gespürt. Jedoch sehr wohl bei jedem Waldspaziergang!
    Ich glaube an eine übersinnliche Kraft, Kreatur, etc... aber die Religion ist und bleibt die grösste Versklavung des freien Geistes in der Menschheitsgeschichte! Für mich eine menschliche Erfindung.
    • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 26.12.2015 13:28
      Highlight Highlight finde ich auch. die religion ist ein Instrument um menschen zu steuern und zu manipulieren. Damit kann man menschen dazubringen, dinge zu tun, die sie niemals tun würden. Und alles im namen "gottes"
    • R&B 26.12.2015 13:43
      Highlight Highlight @Humbolt & eddie_dee3: Versklavung des freien Geistes. Ich wage es eher zu behaupten, Versklavung des faulen Geistes. Wer die Bibel, den Koran und andere Religionsbücher liest, ist fähig, diese Religion zu verstehen und wird erkennen, dass viele Religionsinstitutionen Ihre Schäfchen für dumm verkaufen. Fegefeuer und Hölle gibt es zum Beispiel in der Bibel nicht und wurde von der katholischen Kirche erfunden. Viele "Auslegungen" und "Interpretationen" der heiligen Schriften sind abstrus und dien(t)en nur dem Machtausbau.
    • Humbolt 26.12.2015 13:57
      Highlight Highlight Ich kann teilweise nachvollziehen, dass einige der Praktiken dazumal Sinn gemacht haben könnten, als Richtlinien. Aber das Ausmass welches es angenommen hat ist lächerlich. Eine jahrtausende alte Erfindung bestimmt unser jetztiges Leben. Irrationaler geht es kaum!
      Ich kann einfach nicht glauben, dass das im Gottes Sinn ist. Es ist eine Diktatur, die von der Angst der Menschen lebt. Wir müssen wagen ohne diese Fesseln zu leben und uns zu emazipieren von den Fängen der Machthaber auf der ganzen Welt. Gott will denkende Geschöpfe nicht blinden Gehorsam!
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  • R&B 26.12.2015 13:18
    Highlight Highlight Christliche Werte. Ein grosses Thema. Die Mehrheit hat die Bibel (der Christen = Neues Testament und v.a. 4 Evangelien) noch nie gelesen und glaubt trotzdem zu wissen, was darin steht. Ich merke auch, dass Politiker, die von christliche Werte sprechen, meist sehr unsoziale, sehr egoistische und monetäre Ziele verfolgen. Christentum enthält nur eine Botschaft: Barmherzigkeit und bedingungslose Liebe. Ich behaupte, dass die Mehrheit sich dieser revolutionären Bedeutung nicht bewusst ist.
    Wenn konservative Parteien (auch CVP) von christlichen Werten sprechen ist Barmherzigkeit nicht enthalten.
    • Anam.Cara 26.12.2015 17:22
      Highlight Highlight @DenkeZuerst: eine schöne Zusammenfassung der Kernsätze des neuen Testaments.

      Ich fand auch Dinge wie "urteile nicht über andere" oder "gib dem Kaiser was des Kaisers ist" hilfreich. Im Alltag sind diese manchmal ganz schön schwierig umzusetzen.
  • nay 26.12.2015 12:13
    Highlight Highlight Endlich ein Artikel, der die Dinge beim Namen nennt. Danke!
    • Anam.Cara 26.12.2015 17:24
      Highlight Highlight @nay: Der Artikel nennt viele Dinge beim Namen, ist differenziert und kontrovers. Und ein Artikel, der am Schluss eine Frage stellt.
      Welche Dinge haben Ihnen denn besonders "aus der Seele gesprochen"?
  • Gigi,Gigi 26.12.2015 11:56
    Highlight Highlight Alles schön und gut. Aber der Satz "Seit Kaiser Konstantin ist die Geschichte des Christentums die Geschichte von Krieg, Blut, und Mord" ist doch ein bisschen gar starker Tabak. Geschichte ist nämlich, vor allem im Mittelalter, immer die Geschichte von Krieg, Blut und Mord. Unabhängig von der Religion, weil die weltliche Macht die Religion zu der Zeit vereinnahmt hat. Gilt fürs Christentum zum Glück schon längere Zeit nicht mehr. (Leider aber für grosse Teile des Islams immer noch.)
    • herschweizer 26.12.2015 12:15
      Highlight Highlight Das hat eher mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von Freunden und Feinden des Christentums zu tun und dient zur Reflektion hh äh und natürlich hatte das Christentum in verschiedenen Vergangenheiten Feinde mit denen sie nicht zimperlich umgingen
    • Tom Garret 27.12.2015 00:41
      Highlight Highlight Wollte eigentlich keinen Blitz drücken ;-) Mich hat diese Aussage auch gestört weil sie falsch ist. Als würden diese Schandtaten alles andere auslöschen und wären nun die einzige Wahrheit über das Christentum.
      Überhaupt reden wir hier über etwas das die meisten nicht wirklich kennen (merkt man zum Beispiel wenn alle Religionen als gleich bezeichnet werden) und sich oft auch nicht ernsthaft damit auseinandergesetzt haben. Religion ist nicht einfach nur was theoretisches sondern hat auch mit dem Sinn und Ursprung des Lebens zu tun.
    • daenu 27.12.2015 11:08
      Highlight Highlight Ich würde meinen das dies fürs Christentum nach wie vor gilt. Das Mittelalter ist näher als man denkt.
  • Vater der Blume 26.12.2015 11:53
    Highlight Highlight Gott ist lebendig und stirbt nicht! Was im Westen so als "christliche werte" gepredigt wird, wird im mittleren Osten auch mit anderen Religionen gemacht. Man zieht das Dogma aus dem Kontext und ändert das Konzept so wie es einem passt. In Wahrheit steht das säkuläre System absolut im gegensatz zum Glauben gegenüber Gott. Wer nun sagt ich glaube an Gott aber nicht an Religionen, der verarscht sich selber. Die Wahrheit ist klar und deutlich, jedoch ist sie logischerweise nicht in Zeitungen.
    • herschweizer 26.12.2015 12:34
      Highlight Highlight Gott ist lebendig? das nimmt mich schon wunder wie du jetzt auf so einen Satz kommst... Argumente??? Wenn ich einen Duden aufschlage wird mir das Wort Glauben als Vermuten oder nicht wissen erklärt. Wieso ist das wohl so? und wieso gibt es das Wort Intuition? hhh früher gab es ja die Inquisition die zu angeblichen Wahrheitsfindung diente...
    • Vater der Blume 26.12.2015 13:01
      Highlight Highlight Derjenige der die Sonne jedesmal auf ein neues aufgehen lässt,derjenige der dich erschaffen hat und dich wieder sterben lassen und dan wieder neu erwecken und zu rechenschafft ziehen wird.Wer hat dieses perfekt designte Universum wohl erschaffen welches ins kleinste Detail überdacht ist?Da wirst du in deinem Duden wohl kaum Antworte darauf finden,zuerst muss man mit sauberen Verstand die Natur ausserhalb und innerhalb des Menschen analysieren um drauf zu kommen,danach zu den Büchern,die Argumente für deine existenz sind genug,vielmehr ist jegliche Theorie für das gegenteil zich Mal wiederlegt
    • Vater der Blume 26.12.2015 13:20
      Highlight Highlight @Rhabarber Das Problem beim Glauben (mit überzeugung, es gibt halt kein näheres Wort im deutschen) an Gott ohne das man sich einem Lebenssystem unterwirft welches von Ihm entsandt würde draus ziehen das er alles für nichts erschaffen hat und danach für nichts vernichten wird, macht sehr viel Sinn. Problem beim Christlichen glauben von heute ist, dass der Ursprung, die Schrift und die Sprache der Schrift schon lange verloren gegangen sind daher redet auch jeder darüber ohne Grundatz. Jedoch wurde nach der Fälschung des Evangeliums nochmals ein Buch herabgesandt,währe empfehlenswert nachzulesen
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  • Furosimo 26.12.2015 11:47
    Highlight Highlight Sehr spannender artikel!
    • herschweizer 26.12.2015 12:23
      Highlight Highlight Ja find ich auch...
  • Berggurke 26.12.2015 11:40
    Highlight Highlight Super Artikel mit interessanten Gedankengängen, welche mir persönlich noch nie aufgefallen sind. Das nenne ich mal guten Journalismus!
  • klugundweise 26.12.2015 11:36
    Highlight Highlight Schwierige Frage! Es sind sicher nicht die Werte die vom Bistum (Chur) oder vom Fürst (Herrliberg) gepredigt und von deren Jüngern oft nicht gelebt werden. Vielleicht kommt eher das Gegenteil davon der Sache näher. Suchen wir die Werte doch eher im Kleinen und im Alltag, ohne grosse Worte zu verlieren!
  • Rodolfo 26.12.2015 11:26
    Highlight Highlight Gut recherchiert, gute Gedanken und gut geschrieben! Kompliment für Anna Rothenfluh!
  • Howard271 26.12.2015 11:23
    Highlight Highlight Glückwunsch zu diesem tollen Artikel! Genau dafür mag ich Watson :)

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