Gesellschaft & Politik
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Nach mehr als zwei Monaten Protest

A worker holds an umbrella as he and his coworkers clear an area blocked by pro-democracy protesters near the government headquarters building at the financial Central district in Hong Kong, December 11, 2014. Hong Kong authorities started on Thursday clearing the main pro-democracy protest site that has choked roads into the city's most economically and politically important district for more than two months as part of a campaign to demand free elections.  REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS BUSINESS)

Hunderte Polizisten räumen auf nach den Protesten in Hongkong. Bild: TYRONE SIU/REUTERS

Am Ende des Regenschirms: Polizisten beginnen mit Räumung in Hongkong



In Hongkong hat die Polizei mit der Räumung des Protestcamps im Finanzdistrikt der Stadt begonnen. Nach wochenlangen Demonstrationen hatte das Oberste Gericht am Dienstag die Beschwerde eines Busunternehmens gegen die Strassenblockaden gutgeheissen. Hunderte Polizisten schwärmten am Donnerstagmorgen in den Distrikt, um die Strassen wieder frei zu machen.

Seit Ende September hatten die Demonstranten Hauptverkehrsstrassen blockiert. Sie verlangen den Rücktritt von Verwaltungschef Leung Chun Ying. Ausserdem protestieren sie dagegen, dass die Regierung in Peking bei der Wahl seines Nachfolgers 2017 nur vorab bestimmte Kandidaten zulassen will.

Workers remove barricades at an area blocked by pro-democracy protesters near the government headquarters building at the financial Central district in Hong Kong, December 11, 2014. Hong Kong authorities started on Thursday clearing the main pro-democracy protest site that has choked roads into the city's most economically and politically important district for more than two months as part of a campaign to demand free elections.   REUTERS/Athit Perawongmetha (CHINA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS BUSINESS TPX IMAGES OF THE DAY)

Die Strassensperren müssen weg: Aufräumarbeiten in Hongkong. Bild: ATHIT PERAWONGMETHA/REUTERS

Vor der Räumung der Blockaden hatten am Mittwochabend in Hongkong noch einmal Tausende für mehr Demokratie demonstriert. Die Regierung appellierte an die Aktivisten, bis 9.00 Uhr Ortszeit (2.00 Uhr MEZ) friedlich abzuziehen. Die Ankündigung der Räumungsaktion mobilisierte die Anhänger der Demokratiebewegung noch einmal. Viele wollten «bis zum Ende» gemeinsam ausharren. Auch hiess es auf Schildern bei der Kundgebung am Abend: «Wir kommen zurück.» 

Was die Proteste gebracht haben: nachgefragt bei Demonstranten in Hongkong.

«Wir wollen der internationalen Gemeinschaft zeigen, dass die meisten Hongkonger hinter dem friedlichen und gewaltlosen Kampf für Demokratie stehen.»

Emily Lau, Demokratische Partei 

Die Unterstützung unter den sieben Millionen Hongkongern für die Demonstranten hatte in den vergangenen Wochen wegen der anhaltenden Behinderungen des Verkehrs und Geschäftslebens deutlich nachgelassen.

In ihrem Widerstand können die Studenten auf Rückendeckung von Parlamentariern setzen. Emily Lau von der Demokratischen Partei erklärte: «Wir wollen der internationalen Gemeinschaft zeigen, dass die meisten Hongkonger hinter dem friedlichen und gewaltlosen Kampf für Demokratie stehen.» (kad/sda/dpa/afp)

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