DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
RNPS: YEAREND REVIEW 2014 - HEADLINE MAKERS

Militant Islamist fighters hold the flag of Islamic State (IS) while taking part in a military parade along the streets of northern Raqqa province in this June 30, 2014 file photo. 2014 saw the rise of the Sunni militant group Islamic State, which has seized swathes of territory in both Syria and Iraq.   REUTERS/Stringer (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT TPX IMAGES OF THE DAY)

IS-Kämpfer in der syrischen Stadt Rakka.  Bild: STRINGER/REUTERS

Terrorherrschaft 

IS tötete binnen vier Wochen offenbar 100 Gefangene

100 Morde in vier Wochen: Die Dschihadisten der IS-Terrormiliz gehen mit ihren Gefangenen äusserst brutal vor. Viele Opfer sollen geköpft, gekreuzigt und gesteinigt worden sein.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) hat in Syrien und im Irak seit Jahresbeginn offenbar fast 100 Gefangene ermordet. Mehreren Opfern schlugen die Extremisten den Kopf ab, andere wurden gesteinigt oder an öffentlichen Plätzen gekreuzigt, berichtete die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Organisation sitzt in London und bezieht ihre Informationen von Augenzeugen vor Ort - sie lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen.

Manchen Opfern sei Blasphemie, Prostitution oder Homosexualität vorgeworfen worden, heisst es weiter. Andere habe der IS getötet, weil sie angeblich Spione für das syrische Regime oder ausländische Geheimdienste waren.

Allein 50 Gefangene in Syrien ermordet

Allein in Syrien ermordeten die Extremisten laut den Aktivisten mindestens 50 Gefangene. Zu den Opfer gehörten auch die Japaner Haruna Yukawa und Kenji Goto sowie der bei lebendigem Leib verbrannte Jordanier Muaz al-Kasaesbeh. In Syrien seien zudem 25 Menschen von anderen radikalen Gruppen getötet worden, erklärten die Menschenrechtler - unter anderem von der Nusra-Front, dem syrischen Ableger von al-Qaida.

Im Nachbarland Irak berichteten Bewohner von Gebieten unter IS-Kontrolle und Sicherheitskräfte seit Jahresbeginn von 48 Tötungen, unter den Opfern waren demnach zwei Christen, zwei Journalisten und drei Rechtsanwältinnen. Die meisten Opfer wurden in der nordirakischen Metropole Mossul und im Umkreis der Stadt öffentlich erschossen.

Fast tausend Peschmerga-Kämpfer getötet

Der Konflikt hat inzwischen auch Hunderten Peschmerga-Kämpfern das Leben gekostet: Seit Juni sollen im Krieg gegen die Terrormiliz nach offiziellen Angaben allein im Irak seit Juni fast tausend kurdische Kämpfer getötet worden sein.

Die IS-Miliz hat seit Sommer grosse Gebiete im Irak und in Syrien unter ihre Kontrolle gebracht. In den folgenden Monaten verfolgte sie ethnische und religiöse Minderheiten wie Jesiden und Christen brutal. Mit Unterstützung der US-Luftwaffe und verbündeter europäischer und arabischer Staaten gelang es Kurden, Schiiten und Regierungstruppen seitdem, die IS-Miliz vor allem im Irak an mehreren Fronten wieder zurückzudrängen.

Trotz der Erfolge sind die Kämpfer des «Islamischen Staates» jedoch bei Weitem noch nicht besiegt. In den befreiten Gebieten machen die IS-Gegner zudem immer wieder grausige Entdeckungen. So wurde zuletzt am Montag im Nordwesten des Irak ein Massengrab mit den sterblichen Überresten Dutzender Jesiden entdeckt. (mxw/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Operation «Tigerpranke»: Erdogan bombardiert Nordirak – 4 Dinge, die du dazu wissen musst

2014 ermordete die Terrormiliz «Islamischer Staat» tausende Jesidinnen und Jesiden. Die Bilder des Völkermords an der religiösen Minderheit gingen um die Welt. Sechs Jahre später wirft die Türkei über dem Jesiden-Gebiet Bomben ab.

Das türkische Militär wirft wieder Bomben auf fremdes Staatsgebiet ab. Seit Wochen führt Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut einen aggressiven Kurs gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK. Seit einer Woche wird mit der Offensive «Adlerkralle» und «Tigerpranke» das Kandil- und Sinjar-Gebirge im Nordirak schwer unter Beschuss genommen. Auf dem Gebiet leben auch tausende Jesiden, die 2014 vor der Terrormiliz Islamischer Staat geflohen waren. Ein Überblick in vier Punkten.

Am Montag, 15. Juni …

Artikel lesen
Link zum Artikel