Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ratloser US-Präsident

Obama zum Kampf gegen IS: «Wir haben noch keine Strategie»



President Barack Obama listens in the James Brady Press Briefing Room of the White House in Washington, Thursday, Aug. 28, 2014, where he spoke about the economy, Iraq, and Ukraine, before convening a meeting with his national security team on the militant threat in Syria and Iraq. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)

Barack Obama sucht Bündnispartner. Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/KEYSTONE

Die USA suchen nach den Worten von Präsident Barack Obama nach einer Strategie für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). «Wir haben noch keine Strategie», sagte er am Donnerstag in Washington.

Teil der Lösung müsse es sein, ein Bündnis mit betroffenen Ländern zu schmieden, die gemeinsam gegen IS vorgingen. Er habe Aussenminister John Kerry gebeten, dafür in die Region zu reisen. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe er zudem angewiesen, «eine Reihe von Optionen» für Militärmassnahmen vorzulegen.

Zuletzt war spekuliert worden, ob die USA ihre derzeitigen Angriffe gegen IS im Irak auch auf Syrien ausdehnen. Obama machte aber keine Andeutungen, ob dies bald der Fall sein könnte. 

Bündnispartner gesucht

Er sagte er werde weiter mit seinem Nationalen Sicherheitsrat über eine umfassende Strategie sprechen und weitere Schritte erst auch mit dem Kongress beraten. «Wir müssen sicher sein, klare Pläne zu haben», sagte er. Der Fokus bleibe, die Terrormiliz im Irak zu besiegen, aber es sei auch nötig, «Syrien in gewisser Art zu stabilisieren».

Zuvor hatte die arabische Tageszeitung «Al-Sharq al-Awsat» berichtet, dass die USA ein Bündnis mit anderen westlichen und arabischen Staaten schmiedeten, um Angriffe auf den IS in Syrien vorzubereiten. Zudem solle der Militäreinsatz gegen die Miliz im Nachbarland Irak ausgedehnt werden. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gab es nicht.

Kongress soll über Militäraktion in Syrien entscheiden

Republikaner und Demokraten in den USA wollen den Kongress über mögliche Militäraktionen in Syrien abstimmen lassen. Sie seien besorgt über das brutale Vorgehen des IS, schrieben die Demokraten James McGovern und Barbara Lee sowie der Republikaner Walter Jones.

Der laufende Einsatz im Irak scheine aber über die eigentlich geplante, begrenzte Mission hinauszugehen, hiess es in ihrem gemeinsamen Brief an den Republikanerführer John Boehner. (sda/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zwischen den USA und China ist ein Coronavirus-Krieg ausgebrochen

Journalisten werden ausgewiesen, Verschwörungstheorien werden verbreitet: Washington und Peking zetteln einen neuen Kalten Krieg an.

Zuerst hat die Trump-Regierung die Anzahl der chinesischen Journalisten in den USA von 160 auf 100 reduziert. Die Antwort aus Peking liess nicht lange auf sich warten: Am Dienstag sind Journalisten der «Washington Post», der «New York Times», des «Wall Street Journal» die Akkreditierungen entzogen worden, will heissen, sie werden ausgewiesen.

Die Trump-Regierung rechtfertigt ihre Ausweisung damit, dass die chinesischen Journalisten in Tat und Wahrheit Spione seien. (160 Korrespondenten sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel