Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bei Demonstration ums Leben gekommen

Eine Autopsie soll Israels Schuld am Tod eines palästinensischen Minister beweisen

Israel trägt einer palästinensischen Autopsie zufolge die Schuld am Tod des palästinensischen Ministers Siad Abu Ain. Die Mittwochnacht durchgeführte Untersuchung ergab, dass Abu Ain durch Schläge und die Inhalation von Tränengas starb.

Israel trage damit «die volle Verantwortung für seinen Tod», sagte Hussein al-Scheich, palästinensischer Minister für zivile Angelegenheiten, dem Radiosender «Voice of Palestine» am Donnerstag. Al-Scheich zufolge wohnte ein israelischer Experte der Forensik der Autopsie bei, ebenso wie ein jordanisches Expertenteam.

Palestinian President Mahmoud Abbas shows a picture of Palestinian minister Ziad Abu Ein as he is grabbed by an Israeli border policeman, during a meeting with the Palestinian leadership in the West Bank city of Ramallah December 10, 2014. Abu Ein died on Wednesday shortly after the Israeli border policeman shoved and grabbed him by the throat during the protest in the West Bank, an incident Abbas described as barbaric. Abu Ein, 55, a minister without portfolio, was among scores of Palestinian and foreign activists who were confronted at an Israeli checkpoint in the occupied Palestinian territory while heading to a demonstration against Jewish settlements. The Israeli military said in a statement it was investigating the circumstances that led to Abu Ein's death. REUTERS/Mohamad Torokman (WEST BANK - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas klagt an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz die Tötung von Siad Abu Ain an.  Bild: X02127

Abu Ain leitete die Abteilung, die sich mit Israels Siedlungspolitik befasst. Am Mittwoch war er mit einer Gruppe von Demonstranten in der Nähe des Dorfes Turmus Aja unterwegs, um gegen einen nahe gelegenen Siedlungs-Aussenposten zu demonstrieren. 

Als Protest gegen Landenteignungen durch Israel pflanzten die Demonstranten Olivenbäume. Die genauen Umstände seines Todes waren zunächst unklar.

Abu Ain soll am Donnerstag in Ramallah beerdigt werden. Dem israelischen Radio zufolge hat die israelische Armee ihre Präsenz aus Sorge vor Protesten im Westjordanland verstärkt. (sda/dpa)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Harte Kerle oder feminine Männer? Warum die Männlichkeit in der Krise ist

Eine Werbung für Rasierer sorgte vor kurzem international für Wutausbrüche. Männer fühlen sich in ihrer Männlichkeit verraten. Warum es gut ist, wenn die Männlichkeit in die Krise gerät, erklärt der Geschlechterforscher Matthias Luterbach im Interview. 

Mitte dieses Monats stach die Rasierapparat-Marke Gillette in ein Wespennest. In einem Werbespot übt sie Kritik an gängigen Vorstellungen von Männlichkeit. Darin zu sehen sind Männer, die in eine Prügelei eingreifen, die ihre Kollegen zurechtweisen, wenn sie einer Frau nachstarren oder die sich liebevoll um das Töchterchen kümmern.

Vorbei sind die Zeiten des Mannes, der mit muskelbepacktem Oberkörper vor dem Spiegel steht und sich selbstsicher lächelnd über das glattrasierte Kinn …

Artikel lesen
Link zum Artikel