DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Stärke 6,9

In Japan bebt die Erde, doch der grosse Tsunami bleibt aus 

17.02.2015, 00:4817.02.2015, 09:11

Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat am Dienstag den Nordosten Japans erschüttert. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus. Tausende Bewohner an der Küste in der Präfektur Iwate wurden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Der japanische Fernsehsender NHK berichtete, kleinere Wellen von bis zu 20 Zentimeter Höhe hätten die Küste erreicht. Berichte über Opfer und Schäden lagen zunächst aber nicht vor. 

Der Erdstoss ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in rund zehn Kilometern Tiefe rund 210 Kilometer östlich von Miyako in Iwate. Das Tsunami-Warnzentrum in Hawaii erklärte, die Gefahr eines pazifikweiten Tsunami bestehe nicht. 

Die Atomkraftwerke in den benachbarten Präfekturen wiesen keine Unregelmässigkeiten auf, teilte die Betreibergesellschaft Tohoku Electric Power mit. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011, die durch ein Beben und einen Tsunami ausgelöst wurde, wurden alle 48 Atomreaktoren des Landes abgeschaltet. 

Die Region war auch vom grossen Beben am 11. März 2011 mit Stärke 9,0 und dem darauffolgenden gewaltigen Tsunami heimgesucht worden. Fast 19'000 Menschen kamen damals ums Leben. Im Atomkraftwerke Fukushima Daiichi in der Nachbarprovinz Fukushima kam es zum Super-Gau. 

Erdbeben sind in Japan keine Seltenheit. In dem Land ereignen sich 20 Prozent aller Beben auf der Welt mit einer Stärke von über sechs.

(kad/sda/afp/dpa)

Böse Erinnerungen: Bild aus der Stadt Ofunato nach dem Erdbeben und dem Tsunami von 2011.
Böse Erinnerungen: Bild aus der Stadt Ofunato nach dem Erdbeben und dem Tsunami von 2011.Bild: DENNIS M. SABANGAN/EPA/KEYSTONE
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

So deutlich ist der Zusammenhang zwischen Impfquote und Covid-Ja
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Je höher die Impfquote in einem Gebiet war, desto deutlicher war das gestrige «Ja» zum Covid-Gesetz.

Die gestrige Zustimmung zum Covid-19-Gesetz war deutlich: Die Stimmbevölkerung sagte mit 62 Prozent deutlicher «Ja» zum laut kritisierten Gesetz, als es dies schon im Sommer tat. Die Stimmbeteiligung war hoch – sie war statistisch gesehen aber nicht der Grund für das «Ja». Eine Auswertung von watson zeigt zwar keinen Zusammenhang mit der Mobilisierung, dafür aber mit drei anderen Pandemie-Grössen: Der Sprachregion, der Impfquote und den Fallzahlen.

Zur Story